Rotorman's Blog

9. Januar 2018
von Juergen
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Hochzeitstage: Von Drachen, Hausbesen und
Junggesellen, denen zum Glück die Frau fehlt

2-hochzeit

Zu spät. Hätte er sich früher überlegen sollen. Deshalb: kein Mitleid.

Von Jürgen Heimann

Neulich kam Post von Benard und Bianca. Die heißen wirklich so. Eine  Einladung.  Zur “Ledernen Hochzeit”. Hallo? Gut, die beiden sind vergnügungssüchtig und noch nie einer Party aus dem Weg gegangen. Einen Grund zum Feiern finden die immer. Trotzdem: Keine Ahnung, was das nun wieder sollte, geschweige denn, welcher Anlass dieser Invitation zu Grunde lag. Leder? Könnte sich auf Biancas Steckdosenbräune beziehen. Nach unzähligen exzessiven Therapiesitzungen im Solarium ihres Vertrauens ähnelt ihr Teint dem einer gegerbten Tierhaut. Der Lederanteil des  Gesichts übersteigt mittlerweile den der Restgarderobe. Mit Damenbart könnte es die Frau locker zum neuen Maskottchen der deutschen Pelzwirtschaft bringen. Aber die Jungs von “Gockel”, nie um eine Auskunft verlegen, wussten auch hier Rat. O.K. Cortana. Sag’ mal an: Was hat es mit diesem ominösen lederartigen Wedding-Day auf sich? 82.700 Treffer in 0,37 Sekunden. Das ominöse Fest wird, so die übereinstimmende Auskunft, zwei, mancherorts auch drei Jahre nach der Eheschließung begangen. Alles klar? Mmmpf…. Weiterlesen →

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27. Dezember 2017
von Juergen
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Tasmanien blättert für die Vernichtung von
50 Füchsen 47 Millionen Dollar auf den Tisch

Flagge

Die Jagd auf ein Phantom. Niemand hat bisher in Tasmanien einen lebenden Fuchs zu Gesicht bekommen. Dennoch gilt er als Risikofaktor. Weil er als Nahrungskonkurrent für die geschwächte Teufelspopulation auftreten könnte.

Von Jürgen Heimann

In anderen entfernten Winkeln dieser Erde hat es der Reineke auch nicht gerade leicht. Wo immer man auch hinschaut: Füchse sind nirgends wohl gelitten. Das gilt, von der rühmlichen Ausnahme Luxemburg, wo ein  ganzjähriges Jagdverbot herrscht, mal abgesehen, für ganz Europa. Und nicht nur da. Kleine Spritztour ans Ende der Welt. Landeerlaubnis auf dem International Airport von Hobart erteilt. Das ist die Hauptstadt Tasmaniens. Die Behörden des zu Australien gehörenden Inselstaates, auf dessen Boden unsereins wohl zeitlebens keinen Fuß setzen dürfte, toppen bei der Jagd auf den rotrockigen Räuber alles. Umgerechnet 36,7 Millionen US-Dollar soll die Regional-Regierung seit 2006  in die Ausrottung dieser Tiere investiert haben. Andere Quellen beziffern die Kosten der Kampagne auf 47 Millionen. Dagegen sind die zwei Millionen Euro Kopfgeld, die das von der Fläche her halb so große Mecklenburg-Vorpommern unlängst für die Erlegung von Wildschwein-Frischlingen und nicht-führenden Bachen ausgelobt hat, Peanuts.   Weiterlesen →

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25. Dezember 2017
von Juergen
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Wenn es dem Weihnachtsmann auf die
Bommelmütze flockt: White Christmas in HiHai

01-Weisse Weihnacht Hihai 2017

Weiße Weihnacht in Hirzenhain – Ein (Alb)Traum!

Als privilegierter  Höhendorfbewohner hat man den  Freunden und Bekannten in all den  niedriger gelegenen Tälern der Ahnungslosen schon eine Menge voraus.  Mehr Überblick, klare, saubere Luft  und – weiße Weihnachten.  Auch dieses Jahr wieder. Hirzenhain – ein Traum.  Überall auf den Tannenspitzen sah man goldene Lichtlein blitzen – oder so ähnlich…  Theo Storm wäre happy,  während sich Loriot gerade hier die Inspiration für sein berühmtes Adventsgedicht geholt haben muss:   Weiterlesen →

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20. Dezember 2017
von Juergen
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Exzesse in der Schlachtfabrik: Wenn das
Fleisch auf unseren Tellern reden könnte

Videoüberwachung

In Großbritannien, Frankreich und den Niederlanden müssen die Schlachthöfe ab 2018 ein Video-Überwachungssystem installieren, das alle Arbeitsschritte aufzeichnet – von der Anlieferung der Tiere über deren Schlachtung bis hin zur Zerlegung. Agrarminister Christian Schmidt (CSU) hat dies in Deutschland bislang erfolgreich verhindern können.

Von Jürgen Heimann

Dass die Zustände in vielen Schlachthöfen im wahrsten Sinne des Wortes unter aller Sau sind, ist bekannt. Es gibt Dutzende schockierende und für jeden frei zugängliche Dokumentationen, die das belegen. Und es ist kein nationales Problem, sondern eins, das in ganz Europa vorherrscht. Nun kann man ja über die links fahrenden Brexitanier jenseits des Kanals sagen, was man will. Aber es nicht alles Murks, was die Tommies da so generieren. Theresa May mag ja vielleicht einen an der Klatsche haben, ihr erst im Juni dieses Jahres als Agrarminister ins Kabinett eingestiegener Parteifreund und Ex-Justizminister Michael Gove ebenfalls. Aber der Mann setzt um, was seine Vorgänger auf massiven öffentlichen Druck hin angeleiert haben. Und das könnte richtungsweisend und beispielgebend sein. Weil auch in den Schlachtstätten des Vereinigten Königreichs krasse Zustände herrschen und die Akkordmetzger dort mit der dem Tod geweihten “Ware” nicht immer unbedingt fürsorglich umgehen, ist auf der Insel ab dem kommenden Jahr eine durchgängige Videoüberwachung Pflicht.   Weiterlesen →

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18. Dezember 2017
von Juergen
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Galaktische Lümmeltüten, rauchende
Krähen und Klopapier aus dem Oval Office

Bond-Gericht

Es kann nur einen geben! Das Oberverwaltungsgericht in Koblenz hat die Klage eines Bad Marienbergers abgewiesen, der seinen Namen in „James Bond“ ändern lassen wollte.

Von Jürgen Heimann

Der tägliche Wahnsinn hat Methode und ist längst Programm. Wobei sich die Frage stellt, wer denn nun einen an der Klatsche hat. Sind die anderen verrückt, oder ist man es vielleicht selbst? Da sind die Grenzen mitunter fließend. Aber wer sich durch die Nachrichtenticker im Internet klickt, darf sich beruhigt zurücklehnen. Bekloppt sind eindeutig die anderen. Meistens jedenfalls. Die Flut an Irrsinnsmeldungen, die dort im Laufe des zu Ende gehenden Jahres aufgepoppt sind, war wieder einmal gigantisch. Der skurrile Output, den die  Abgedrehten dieser Welt Tag für Tag aufs Neue generieren, ist enorm. Weiterlesen →

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14. Dezember 2017
von Juergen
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Meck-Pomm setzt 2 Mio. Euro Kopfgeld
für Massaker unter Wildschwein-Babys aus

Tut Gut-Sau

Das kann man jetzt so und so sehen: Für die Schwarzkittel im rot-schwarz regierten Mecklenburg-Vorpommern gilt dieser Slogan sicherlich nicht. Dem Borstenvieh fliegen künftig noch mehr Kugeln um die Ohren.

Von Jürgen Heimann

Ein neues Gespenst geht um in Europa. Und wir reden jetzt nicht vom Kommunismus. Der hat sich ja inzwischen längst selbst erledigt. Nach BSE, Tollwut, Vogelgrippe, Hamster-Mumps, Amsel-Husten und Blauzungenkrankheit wird jetzt eine neue Sau durchs Dorf getrieben. Aktuell bedroht die Afrikanische Schweinepest (ASP) auch das christliche und weniger christliche Abendland. Deren klassische europäische Variante (KSP) scharrt hierzulande bereits seit Anfang der 90-er Jahre des vergangenen Jahrhunderts mit den Hufen und wurde inzwischen durch ein noch aggressiveres schwarzkontinentales Update verstärkt. Der afrikanische Angreifer steht seit längerem einmal mehr, einmal weniger dicht vor unseren Ostgrenzen – bereit zum Sprung. Dies, um jetzt auch die Wutzen im Stammland des deutschen Michels heimzusuchen. In Tschechien und Rumänien sind vereinzelte Exemplare des wildlebenden Borstenviehes inzwischen schon davon befallen, im Baltikum, in Polen und in der Ukraine zudem auch solche der kasernierten Arten. Es ist also nur noch eine Frage der Zeit, bis die speckigen Steckdosennasen auch hierzulande die Ohren hängen lassen und entsprechend mit den Ringelschwänzen wackeln – sofern man ihnen diese nicht schon abgeschnitten hat.     Weiterlesen →

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10. Dezember 2017
von Juergen
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Das Geschäft mit den Kleiderspenden
St. Martins weite Reise nach Afrika

sdr

Altkleider-Container gibt’s im kleinsten Kuhkaff. Die Kommunen kassieren von den Aufstellern, die die Inhalte mit Gewinn weiter verticken, eine Jahrespauschale. Nicht immer ist aber ersichtlich, dass es sich um gewerbsmäßige Sammlungen handelt. In diesem Fall weist das Unternehmen aber dezidiert darauf hin und hinterlässt Name, Anschrift, Telefonnummer und Email-Adresse (Pfeil). Das ist eher die Ausnahme.

Von Jürgen Heimann

St. Maddin (316-397), der es weiland vom Soldat und späteren Einsiedler bis zum Bischof (von Tours) gebracht hatte, war der Legende nach der berühmteste Kleiderspender der Welt. Im Gegensatz zu denen der Moderne wusste und sah der Mann, dass seine wärmende, textile Kollekte direkt und unmittelbar beim bedürftigen Empfänger landete. Heute könnte er sich da nicht mehr so sicher sein. Zu unübersichtlich und grau ist der global orientierte Markt für gebrauchte Klamotten. In dem Geschäft mit den Lumpen mischen (zu) viele Lumpen mit – und verdienen sich eine goldene Nase. Während sich ihre direkten Zulieferer in dem Glauben sonnen, durch ihre Abgabe eine gute Tat vollbracht zu haben. Ein Trugschluss. Was nach Motten, Mief und Mildtätigkeit riecht, ist ein knallhartes Business, in dem mit harten Bandagen gekämpft wird. Kleider machen Beute.   Weiterlesen →

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5. Dezember 2017
von Juergen
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Volkssport Ladendiebstahl: „Shoplifting“
als spontane Eigentumsübertragung

35823122 - man in a supermarket stealing a bottle of champagne

Volksport Ladendiebstahl. Statistisch betrachtet klaut jeder dritte Bundesbürger. Der Warenwert ist meist gering. Aber das läppert sich zusammen. Dem Handel entstehen durch diese Form der spontanen Eigentumsübertragung jährlich Verluste, die, je nach Quelle, zwischen drei und fünf Milliarden Euro liegen.

Von Jürgen Heimann

Selbst wer in Reli gepennt und den Konfirmationsunterricht regelmäßig geschwänzt hat – das 7. Gebot sollte jedem geläufig sein: Du sollst nicht stehlen! Doch dieses biblische und jenseits religiöser Behaftung nach wie vor Gültigkeit besitzende Postulat geht einer wachsenden Zahl von Leuten, die es mit “Mein” und “Dein” nicht so genau nehmen, am A… vorbei. Das ist aber kein neuzeitliches Phänomen, sondern war schon immer so. Im Jahr 2016 wurden deutschlandweit 378.448 Ladendiebstähle zur Anzeige gebracht. (Nicht in dieser Zahl enthalten sind die Diebstähle, die auf das Konto der eigenen Mitarbeiter gehen). Wobei das aber nur die Spitze des Eisbergs zu sein scheint. Schätzungen zufolge beträgt die Dunkelziffer bei diesen Delikten nämlich satte 98 Prozent. Anders ausgedrückt: Mehr als 37,1 Millionen mal haben dreiste Kunden eingekauft, ohne zu bezahlen. Bei einer Bevölkerungszahl von 82,87 Millionen wäre somit statistisch gesehen fast jeder dritte Bundesbürger ein Dieb.   Weiterlesen →

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2. Dezember 2017
von Juergen
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Neues “Aktionsbündnis Fuchs” will Meister
Reineke eine stärkere Lobby verschaffen

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Seit wenigen Tagen am Start: Das „Aktionsbündnis Fuchs“. Es wird von zahlreichen Organisationen, Bürgerinitiativen, Tierschutzvereinen, regionalen Gruppierungen, politischen Verbänden, Wildbiologen, Wissenschaftlern und Einzelpersonen getragen und zeigt auch im Internet Flagge.

Von Jürgen Heimann

Viel Feind, viel Ehr‘! Das geflügelte aber flugunfähige Wort hatte sich seinerzeit ein gewisser Georg von Fundsberg (1473-1528) aus den Rippen geleiert. Ein damals in kaiserlich-habsburgischen Diensten stehender Landsknechtführer. Hätte er recht, müsste sich auch der Reineke geehrt fühlen. Denn der hat ebenfalls viele Gegner. Viel zu viele. Dabei würde er auf die zweifelhafte Ehre, dass jährlich etwa eine halbe Million der Seinen abgeknallt werden oder in Fallen sinnlos sterben, sicherlich gerne verzichten. Füchse gelten zwar nach wie vor als Freiwild, stehen aber nicht mehr ganz ohne Lobby da. Die Zahl derer, die die wichtige (nicht nur gesundheitspolizeiliche) Funktion dieser prächtigen Wildhunde als Aasvertilger im Naturhaushalt erkennen und zu würdigen wissen, steigt. Die losen Enden dieser weit verzweigten Gegenbewegung miteinander zu verknüpfen sowie Kräfte und Know-how zu bündeln und zu kanalisieren, ist Ziel des neuen, bundesweit agierenden “Aktionsbündnisses  Fuchs”.   Weiterlesen →

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30. November 2017
von Juergen
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Zwischen Temporausch und Winterblues
Fallschirmsportler treten aufs Gaspedal

Headup

In der Breitscheider Adrenalin-Fabrik stehen die Bänder derzeit still. Die Skydiver haben den Winterblues und zehren, bis die neue Saison startet, von den Erlebnissen der abgelaufenen Spielzeit. Seit Inbetriebnahme des neuen Absetzflugzeugs, einer modifizierten Cessna “Supervan”, sind alle Lärmbeschwerden aus der Nachbarschaft verstummt. Foto: Skydive Westerwald

Von Jürgen Heimann

Ganz so weit, sich in einen kleidsamen Wingsuit-Anzug gehüllt von einem Berggipfel aus in die Tiefe zu stürzen, um in Folge etwas weiter unten zielgenau die offene Luke eines (natürlich rein zufällig) vorbei fliegenden Flugzeugs zu treffen und im Inneren desselbigen Platz zu nehmen, sind die Breitscheider Skydiver noch nicht. Zumal es in der näheren (und weiteren) Umgebung auch an entsprechenden Erhebungen mangelt. Die Fuchskaute bei Willingen bringt es gerade mal auf schlappe 657,3 Meter. Das Jungfraujoch in den Schweizer Alpen hingegen ist da mit einer Höhe von 4158,2 Metern schon wesentlich besser aufgestellt. Das war der Ausgangspunkt jener weltweit für Aufsehen sorgenden Kamikazeaktion, die zwei verrückte französische Base-Jumper unlängst  vollführt und unbeschadet überstanden hatten. Wer’s nicht glaubt, der Videobeweis findet sich hier. Doch auch ohne derart verwegene, abgedrehte und halsbrecherische Aktionen gibt es bei den auf der “Hub” beheimateten Schirmsportlern genug Rasanz und Nervenkitzel – in vertretbarem Rahmen. Ohne dass die Herrschaften dabei Kopf und Kragen riskieren müssen. Auf der Suche nach neuen Herausforderungen haben sie jetzt eine neue Spielwiese für sich entdeckt: Speed-Skydiving. Weia! Weiterlesen →

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