
Alltag in chinesischen Angora-Farmen: Die Kaninchen werden an ihren empfindlichen Ohren aus dem Käfig gezerrt und von den Arbeitern mit den Füßen fixiert. Dann schnippt und schnappt die (oft) stumpfe Schere und hinterlässt tiefe Wunden. Foto: PETA-Asia
Das war’s denn wohl definitiv mit den bierseligen Terrassenabenden. Als Hardcore-Genießer hat man sich ja bis zuletzt dagegen gewehrt, die Gartenmöbel einzumotten. Aber bei dichtem Schneetreiben und Minusgraden macht das Feierabendbierchen im Open-Air-Ambiente wirklich keinen Spaß mehr. Saukalt ist’s über Nacht geworden. Und der Bedarf nach wärmender Kleidung steigt exorbitant. Sie soll ja möglichst auch noch mit modischem Chic garniert sein. Ein Königreich für einen schnieken, flauschigen Wollpulli. Doch durch dessen Fasern hindurch jault und wimmert es entsetzlich. Es geht nicht um die Qual der Wahl beim Kauf, sondern um die Qual derer, die für dieses kuschelige Oberteil unter entsetzlichen Schmerzen ihr Leben haben lassen müssen. Es geht um die langohrigen Rohstofflieferanten jenes Stoffs, aus dem die Behaglichkeit ist. Es geht um all die Millionen Angorakaninchen und –hasen, die, vor allem in China, nach einem kurzen lebenslangen Martyrium im wahrsten Sinne des Wortes “gerupft” werden, um anschließend in die ewigen Jagdgründe zu humpeln oder zu hoppeln. Oft können sie das aber nicht mehr aus eigener Kraft. Weiterlesen →









