Rotorman's Blog

29. April 2018
von Juergen
Kommentare deaktiviert für 45 Millionen Eintagsküken wandern
jährlich in den Schredder oder werden vergast

45 Millionen Eintagsküken wandern
jährlich in den Schredder oder werden vergast

Schalen

Aus dem Ei in den Schredder: Küken, die in der Geflügelindustrie als Hähne schlüpfen, haben schlechte Karten und wandern direkt in die Häckselmaschine. Foto: Pixabay

Von Jürgen Heimann

Sie sind geboren, um zu sterben. Küken, die in den industriell geführten Mast- und Zuchtbetrieben als Hähne aus den Eiern schlüpfen, haben schlechte Karten. Ihr Geschlecht kostet sie den Kopf. Und den behalten sie meist nur wenige Augenblicke oben. Weil die Tiere für die Eierproduktion wertlos sind, werden sie geschreddert oder vergast. Und das quasi im Akkord. Sie sind wertlose und deshalb lebensunwerte Abfallprodukte der auf produktive Effizienz getrimmten Massentierzucht.   Weiterlesen →

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27. April 2018
von Juergen
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Wildkühen, Dattelbäumen und Johnny Walker

Der Klapperstorch auf Namenssuche: Von
Wildkühen, Dattelbäumen und Johnny Walker

Lupeneffekt

Bei der Namenswahl für ihren Nachwuchs machen sich viele Eltern die eigentliche und ursprüngliche Bedeutung und Herkunft nicht bewusst. Also die des Namens. „Marie“ kommt aus dem Hebräischen und heißt „die Wohlgenährte“. „Lea“ hingegen hat griechische Wurzeln und bedeutet so viel wie „die Ermüdete“ oder auch „Wildkuh“.

Von Jürgen Heimann

Der Klapperstorch macht Überstunden. Statistiker nehmen sogar wieder den Begriff “Babyboom” in den Mund. 2016 beispielsweise lag die Geburtenziffer laut Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung bei 1,59 Kindern je Frau. Wobei sich natürlich schon die Frage stellt, wie die Muttis das hinkriegen. Egal: 792.131 Neugeborene entsprachen gegenüber dem Vergleichsjahr 2015 einem Zuwachs von sieben Prozent. Belastbare Zahlen für 2017 liegen zwar noch nicht vor, aber es scheint so, als setze sich der Aufschwung ungebremst fort. Was die aktiv an dieser Entwicklung Beteiligten früher oder später zwangsläufig vor die Entscheidung stellt, welche Schelle, pardon, welchen Namen sie ihrem  neuen Teammitglied anhängen sollen. Den müssen sie dann durch ihr ganzes Leben schleppen. Das Kind muss ja einen Namen haben. Und der ist nicht nur Schall und Rauch. Womit wir beim Thema wären.   Weiterlesen →

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26. April 2018
von Juergen
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Abheben in Breitscheid: Schnupper-
Aktion soll Lust auf Segelflug machen

Schnupper Breitscheid

Aus dieser Perspektive sieht die Welt ganz anders aus. Im Cockpit eines modernen Segelflugzeugs können die Gäste der Luftsportgruppe Breitscheid ihre Heimat von oben genießen und selbst den Steuerknüppel in die Hand nehmen. Foto: LSG Breitscheid

Ein komplettes Wochenende haben die Breitscheider Luftsportler am 19. und 20. Mai dafür reserviert, potentiellen neuen Mitgliedern den Weg an den Himmel zu weisen. Waren entsprechende “Schnupperkurse” in den vergangenen Jahren jeweils auf einen Tag beschränkt, nehmen sich die Westerwälder Piloten 2018 doppelt so viel Zeit, interessierte Gäste auf den Geschmack zu bringen.   Weiterlesen →

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25. April 2018
von Juergen
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lukrative Geschäft mit den Energy-Drinks

Rote Bullen, Monster und Rockstars: Das
lukrative Geschäft mit den Energy-Drinks

Offen

Offen:
Da stecken Gesundheit und Kraft drin – oder etwa nicht? Verbraucherschützer fordern auch für den deutschen Markt ein Verkaufverbot für Energy-Drinks an Jugendliche unter 18 Jahren. Foto: Pixabay

Von Jürgen Heimann

Die (positive) Wirkung sogenannter Energy-Drinks ist umstritten. Und dass einem nach dem Konsum der klebrigen Plörre Flügel wachsen, scheint auch nur ein Gerücht zu sein. Zumindest wurde das unter Laborbedingungen noch nie beobachtet. Doch das Geschäft mit der Koffein-Brause, einem der am schnellsten wachsenden Segmente auf dem Getränkesektor, ist ein gigantisches.   Weiterlesen →

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25. April 2018
von Juergen
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Aktionsbündnis fordert: Stoppt endlich die
sinnlosen Massaker unter kleinen Füchsen

Fuchs Welpen

Diese beiden Fuchswelpen hatten bislang Glück gehabt. Viele andere hingegen sterben bereits, wenn sie das erste Mal ihren Bau verlassen. Foto: Mirko Fuchs

Von Jürgen Heimann

Das Leben ist mitunter kurz. Vor allem für Füchse. Kaum geboren, geht’s auf direktem Weg in die ewigen Jagdgründe. Wie viele andere Wildtiere sind auch die Reinekes derzeit mit der Aufzucht ihrer Jungen beschäftigt. Doch das Familienidyll ist meist nur von kurzer Dauer. Der Tod lauert bereits vor dem Bau. Wenn die Welpen diesen das erste Mal verlassen, kann es für sie zugleich auch das letzte Mal gewesen sein. Ihnen das Lebenslicht auszublasen, treten die Jäger in diesen Tagen wieder verstärkt an, unter Bemühung fadenscheiniger Gründe. An dieser Praxis wollen die “Heger” festhalten, komme da was wolle.   Weiterlesen →

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23. April 2018
von Juergen
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20 Millionen männliche Ferkel kastriert

Deutschlandweit werden jedes Jahr
20 Millionen männliche Ferkel kastriert

Ferkel

Bis zum 7. Tag ihres Lebens dürfen männliche Ferkel hierzulande ohne Betäubung kastriert werden – noch. 20 Millionen Tiere werden so Jahr für Jahr „verbrauchergerecht“ verstümmelt. Foto: Pixabay

Von Jürgen Heimann

Hand in die Hose: Wer bitteschön würde sich schon gerne das Gemächt absäbeln lassen? Und das auch noch ohne Betäubung? Für deutschlandweit 20 Millionen vierbeinige männliche Ferkel gehört das in den ersten Tagen ihres Erdendaseins quasi zum Pflichtprogramm. Schnipp-Schnapp, und die Junior-Eber quieken mit Falsett-Stimme in Eunuchen-Tonlage. Das geht ratz-fatz. Der Bauer  bzw. Mäster schneidet die Haut über den Hoden ein, drückt selbige heraus und durchtrennt den Samenleiter. Weil das Fleisch der Tiere dann nicht mehr so müffelt, so es später einmal in der Pfanne schmort.   Weiterlesen →

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12. März 2018
von Juergen
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Unkaputtbare Anachronismen des Konsums

Süßkram und Flummis aus dem Automat
Unkaputtbare Anachronismen des Konsums

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Die Dinger gehören seit 60 Jahren zum Straßenbild. Das ist, auch wenn sie ihre beste Zeit längst hinter sich haben, bis heute so geblieben. Foto: Pixabay

Von Jürgen Heimann

Sie haben ihre besten Tage längst hinter sich. Trotzdem hängen noch zwischen 500.000 und 800.000 Exemplare in Deutschland herum und ab. Verwahrlost aussehende und das kleine Glück verheißende Anachronismen des Konsums. Kaugummiautomaten im Outdoor-Einsatz. Einstige Ikonen des Wirtschaftswunders, die, wie es die Frankfurter Rundschau einmal ausgedrückt hat, “als kuriose Zeugen vergangener Glücksmomente die Optik der alten Bundesrepublik konservieren”. Davon gibt es heute immer noch zehnmal mehr als Bankautomaten. Rein rechnerisch kommen auf jede Schule 15 Exemplare. Neben mit Touchscreen ausgestatteten und über Paypal abrechnenden Warenspendern oder Kaffee-Robots, die das Lieblingsgetränk nach elektronischer Gesichtserkennung ausspucken, wirken diese mechanischen Ewiggestrigen zwar wie aus der Zeit gefallen, haben selbige aber mehr oder weniger unbeschadet und in Aussehen und Design unverändert überdauert.  Weiterlesen →

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30. Januar 2018
von Juergen
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Auf Propaganda-Tour durch Schulen und
Kindergärten: Jägerlatein als Unterrichtsfach

Mobil

„Bildungsinitiative“: Etwa 200 rollende Waldschulen haben die deutschen Jäger bundesweit im Einsatz bestückt mit „pädagogisch besonders geschultem Personal“. Dem obliegt es, schon die Kleinsten mit dem Wesen der Jagd vertraut zu machen – freilich auf Umwegen. Vordergründig geht es um Natur- und Tierschutz. Deshalb sind, anders als auf diesem Bild, die Motive im alltäglichen Missionseinsatz auch weniger realitätsnah.

Von Jürgen Heimann

Als die Tierrechtsorganisation PETA im Herbst vergangenen Jahres als Unterrichtsmaterial konzipierte Flyer an Schulen in Schleswig-Holstein verschickt hatte, in denen es um die Themen Tierrechte, Schöpfungsverantwortung,  Umweltbildung und vegane Ernährung ging, war der Aufschrei der Empörung groß. Von einseitiger Indoktrination und ideologischer Beeinflussung war die Rede. Kultusministerium und Schulaufsichtsbehörden stellten sich quer, signalisierten Ablehnung oder äußerten zumindest stärkste Bedenken. Da mochte es anschließend kein Pauker wagen, sich noch entsprechend aus dem Fenster zu lehnen und die aufgeworfenen Fragen zu behandeln. Jäger (und Angler) hingegen dürfen seit Jahren unbehelligt und mit ausdrücklichem Segen von oben in unseren Bildungseinrichtungen missionieren und bereits die Kleinsten auf ihr blutiges Freizeitvergnügen einschwören. Daran nimmt kaum jemand Anstoß.   Weiterlesen →

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29. Januar 2018
von Juergen
Kommentare deaktiviert für Deutschlands Superstar: Von Diddää Bohlen,
Einzellern und dem Schwarzen Schnurfüßer

Deutschlands Superstar: Von Diddää Bohlen,
Einzellern und dem Schwarzen Schnurfüßer

Grasfrosch

Guggst Du! Der Grasfrosch ist der „Lurch der Jahres 2018“. Die Kerlchen, auch „Tau- oder Märzfrosch“ genannt, werden bis zu 11 Zentimeter lang Zigtausende von hnen kommen jährlich auf der Wanderung zu ihren Laichgewässern unter die Räder. Foto: Pixabay

Von Jürgen Heimann

Hat diesmal etwas gedauert, weil einige der Juroren nicht zu Potte kamen oder sich nicht entscheiden konnten. War wohl ‘ne schwierige Geburt. Aber inzwischen steht die Hitliste. Jene mit Tieren, Pflanzen, Bäumen, Blumen und Lebensräumen, die besonders interessant, schützenswert oder für das biologische Gleichgewicht wichtig sind. Nominiert werden die Kandidaten jährlich von zahlreichen Verbänden, Organisationen und Forschungsgruppen, die sich im weitesten Sinne mit Natur-, Landschafts- und Artenschutz befassen. Das führt dann zur Kür der Mikrobe, der Alge oder der Heilpflanze des Jahres. Oder der einer besonderen Gemüse- bzw. Apfelsorte, eines Insektes oder eines außergewöhnlichen Falters…. Weiterlesen →

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26. Januar 2018
von Juergen
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Joghurt, wann er ungenießbar zu werden hat?

Mindesthaltbarkeitsdatum: Woher weiß der
Joghurt, wann er ungenießbar zu werden hat?

Haltbarkeit

In der Regel legen die Hersteller das Mindesthaltbarkeitsdatum auf ihren Produkten selbst fest. Darüber hinaus ist meist noch sehr viel Luft nach oben, bevor die Ware wirklich schlecht bzw. ungenießbar wird.

Von Jürgen Heimann

Mit dem auf den Lebensmittelverpackungen aufgedruckten Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) ist das auch so eine Sache. Woher weiß der Joghurt, wann er schlecht zu werden hat? Oder die Milch? Meistens halten sich beide sowieso nicht daran. Aber egal: Ist die Deadline überschritten, wird das Zeugs vorsichtshalber in den Eimer gekloppt  – auch wenn es in Wahrheit seine besten Tage noch längst nicht hinter sich hat. Auf diese Weise landen jährlich europaweit 89 Millionen Tonnen an unverdorbenen und noch genießbaren Lebensmitteln auf der Müllkippe. Wozu die verschwenderischen deutschen Verbraucher elf Millionen Tonnen beisteuern. Jeder Bundesbürger kippt auf diese Weise pro Jahr zwei prall gefüllte Einkaufswagen mit einem Warenwert von 235 Euro in den Müll. Wir ham’s ja. Weltweit schätzt die Ernährungsorganisation FAO den so zustande kommenden Abfallberg auf 1,3 Milliarden Tonnen per anno.   Weiterlesen →

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