Rotorman's Blog

23. Januar 2018
von Juergen
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Kriechern und gefräßigen Kraftmeiern

Da ist der Wurm drin! Von schleimigen
Kriechern und gefräßigen Kraftmeiern

1-Wurm

Lichtscheue Schleimer. Würmer sind blind und gefräßig. In Deutschland gibt es 46 verschiedene Arten. 65 Prozent davon gelten inzwischen als „selten“ bis „extrem selten“. Foto: Pixabay

Von Jürgen Heimann

Es gab mal eine (nicht besonders geistreiche) Horrorkomödie, “Tremors”. Die spielte im Land der Raketenwürmer. Das lag in Nevada. Die Namensgeber inszenierten sich als ganz fiese, blutgierige Kreaturen und hinterließen eine Spur der Verwüstung. Das taten sie dann nach dem 1990 auf die Leinwand gekommenen Erstling in vier weiteren cineastischen Aufgüssen. Unglaublich schnell waren die Viecher. Rasten mit einem Affenzahn unterhalb der Grasnarbe durchs Erdreich, um die darüber hausenden Zweibeiner zu dezimieren. Mit ihren real existierenden Vettern, den Regenwürmern, hatten diese Bestien bis auf ihre Gefräßigkeit wenig gemein. Ganz davon abgesehen, dass erstere auch etwas kleiner sind, als Vegetarier gelten und gerade mal fünf Meter pro Stunde zurücklegen können. Und das auch nur mit zugeschaltetem Nachbrenner. Friedfertig sind die Schleimer obendrein – und nützlich. Trotzdem ist der Mensch dabei, ihnen den Garaus zu machen. Nicht unbedingt gezielt, eher durch Gedankenlosigkeit. Was aber in finaler Konsequenz aufs Gleiche hinaus läuft.   Weiterlesen →

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18. Januar 2018
von Juergen
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trainieren auf dem Westerwald den Vogelflug

Wo Wingsuiter zur Schule gehen: Die “Birdmen”
trainieren auf dem Westerwald den Vogelflug

Ralph-7

Kein Extraterrestrier: Bei “High Altitude”-Sprüngen sind die Skydiver während Aufstieg und Fall auf eine künstliche Sauerstoffversorgung angewiesen. Da wird die Luft dünn. Sein spezieller Flügelanzug trug den Breitscheider Ralph Grimm nach dem Exit in 9.000 Metern Höhe 16 Kilometer weit und ermöglichte eine Freifallzeit von sieben Minuten. Foto: Skydive Westerwald

Von Jürgen Heimann

Sie schlagen jetzt nicht mit den Flügeln wie ihre meist etwas kleineren Kollegen von der ornithologischen Fakultät, von denen die “Birdmen” ihren Spitznamen ableiten. Ein Federkleid haben sie auch nicht und können in der Regel auch nicht so gut singen. Aber im Großen und Ganzen ähnelt der (Gleit-)Flug dieser exotischen Himmelserscheinungen schon dem eines Vogels. Gebräuchlich ist auch die Bezeichnung “Kittelflieger”, was nicht despektierlich gemeint ist. Bei der Wahl der Garderobe, die es weder bei C&A noch bei H&M von der Stange gibt, verzichten diese Damen und Herren beim Design zu Gunsten von Funktionalität und Aerodynamik auf jedweden modischen Firlefanz. Was ihnen mitunter das Aussehen von Fledermäusen verleiht. Die können ja auch nicht trällern und wirken am Boden etwas unbeholfen. Gehen aber, einmal in der Luft, ab wie die Raketen. Reden wir also mal über das außergewöhnliche Völkchen der “Wingsuiter”.   Weiterlesen →

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16. Januar 2018
von Juergen
8 Kommentare

Sinnlose Massaker: Jäger blasen wieder
republikweit zum Großangriff auf Füchse

Terror

Das bundesweit agierende „Aktionsbündnis Fuchs“ setzt sich für ein generelles Jagdverbot auf Wildhunde ein – und hat gute Argumente dafür. Dass ein solches möglich ist, zeigt das Beispiel Luxemburg. Dort sind Zivilisation und Natur auch nicht untergegangen, seitdem die Reinekes unter Schutz stehen.

Von Jürgen Heimann

Lassen wir Google mal nach dem Stichwort “Fuchswochen” suchen.  Das Resultat: 7.720 Treffer in 0,25 Sekunden. Das ist wenig im Vergleich zum Suchbegriff “GroKo”: 3.350.000 Anzeigen. Das Interesse am krampfhaften Bemühen der großen Verliererparteien um eine Fortsetzung ihres visionären Regierungsbündnisses ist doch ein klein wenig größer. Da interessiert das, was (alle Jahre wieder) den Reinekes in diesen Tagen widerfährt, kaum einen. Und doch sagt das mehr über den Zustand gewisser Teile unserer Gesellschaft aus als der unsägliche Politpoker um Macht, Einfluss und Pfründe in Berlin. Den Wildhunden im Rahmen konzertierter Aktionen auf den Pelz zu rücken und das Lebenslicht auszublasen, hat in unserem Land Tradition und gehört zur jagdlichen Folklore dazu wie das Hornblasen und der Schnaps davor, zwischendurch und danach. Der grenzwertige “Spaß” ist zu einer beliebten, blutigen Freizeitgaudi ausgeartet. Wer die meisten Buschschwänzigen umnietet, ist Schützenkönig. Nur mit dem kleinen Unterschied, dass hier keine hölzernen Adler, sondern lebende Wesen ins Visier genommen werden – und fallen.   Weiterlesen →

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12. Januar 2018
von Juergen
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Vampire tanzen bis Ende September in Köln

Die steilen Zähne müssen nachsitzen
Vampire tanzen bis Ende September in Köln

01-credit-patric-fouad

Noch haben von Krolock und Co. In Köln gar nicht zugebissen, da sind schon alle Karten für den transsilvanischen Volkstanz im Musical Dome verkauft. Doch es gibt neue Blutspende-Termine. Die Laufzeit von „Tanz der Vampire“ wurde vorsorglich bis Ende September verlängert. Den Fürst der Finsternis gibt am Rheinufer David Arnsperger. Foto: Patrick Fouad

Von Jürgen Heimann

Die steilen Zähne haben noch gar noch gar nicht mit ihrem Tanz begonnen – und schon müssen sie nachsitzen.  Die Ticket-Nachfrage nach dem Tournee-Gastspiel der Vampire im Kölner Musical Dome ist derart immens, dass sich die Produzenten zu einer dreimonatigen Nachspielzeit entschlossen haben. Ursprünglich hatten Graf von Krolock und die Seinen am hiesigen Rheinufer von Mitte Februar bis Ende Juni ihren Blutdurst stillen sollen. Jetzt dürfen sie es  bis zum 29. September tun. Dann ist aber definitiv  Schicht im transsilvanischen Schacht. Der Musentempel mit dem blauen Dach wird in Folge ab 2. Oktober die Rhythmus-Performance Show „Stomp“ und danach vom 10. Oktober bis 18. November das Abba-Musical „Mamma Mia“ beherbergen. Deshalb ist eine nochmalige und über diesen Termin hinaus gehende TdV-Verlängerung nicht möglich. Weiterlesen →

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10. Januar 2018
von Juergen
1 Kommentar

Von Ferkelkastrationen, Schwanzprämien
und anderen Sauereien in der Schweinemast

Kranke und verletzte Tiere in einer Schweinemast in Niedersachsen.

Das Kupieren von Schwänzen soll angeblich verhindern, dass sich die Wutzen in der industriellen Schweinemast gegenseitig anknabbern und verletzten. Doch die oft unsäglichen Haltungsbedingungen fördern nicht nur den Kannibalismus. Kranke Tiere werden sich selbst überlassen, stehen bzw. liegen wochenlang im eigenen Kot und krepieren jämmerlich. Foto: Peta Deutschland

Von Jürgen Heimann

Reden wir mal über Schwänze. Also jetzt nicht über die Bommelmaxen, Druckschläuche und Genitalhydranten in den Hosen Testosteron gesteuerter Maskulin-Boliden, sondern die gekringelten und werksseitig am Heck unserer Wutzen angebrachten Anhängsel, mit denen die so lustig wackeln können. So selbige, also die Schwänzchen, denn noch vorhanden sind. Meistens sind sie es aber nicht (mehr). Wie auch immer, es läuft so oder so auf handgemachte Schweinereien hinaus. Weiterlesen →

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9. Januar 2018
von Juergen
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Junggesellen, denen zum Glück die Frau fehlt

Hochzeitstage: Von Drachen, Hausbesen und
Junggesellen, denen zum Glück die Frau fehlt

2-hochzeit

Zu spät. Hätte er sich früher überlegen sollen. Deshalb: kein Mitleid.

Von Jürgen Heimann

Neulich kam Post von Benard und Bianca. Die heißen wirklich so. Eine  Einladung.  Zur “Ledernen Hochzeit”. Hallo? Gut, die beiden sind vergnügungssüchtig und noch nie einer Party aus dem Weg gegangen. Einen Grund zum Feiern finden die immer. Trotzdem: Keine Ahnung, was das nun wieder sollte, geschweige denn, welcher Anlass dieser Invitation zu Grunde lag. Leder? Könnte sich auf Biancas Steckdosenbräune beziehen. Nach unzähligen exzessiven Therapiesitzungen im Solarium ihres Vertrauens ähnelt ihr Teint dem einer gegerbten Tierhaut. Der Lederanteil des  Gesichts übersteigt mittlerweile den der Restgarderobe. Mit Damenbart könnte es die Frau locker zum neuen Maskottchen der deutschen Pelzwirtschaft bringen. Aber die Jungs von “Gockel”, nie um eine Auskunft verlegen, wussten auch hier Rat. O.K. Cortana. Sag’ mal an: Was hat es mit diesem ominösen lederartigen Wedding-Day auf sich? 82.700 Treffer in 0,37 Sekunden. Das ominöse Fest wird, so die übereinstimmende Auskunft, zwei, mancherorts auch drei Jahre nach der Eheschließung begangen. Alles klar? Mmmpf…. Weiterlesen →

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27. Dezember 2017
von Juergen
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50 Füchsen 47 Millionen Dollar auf den Tisch

Tasmanien blättert für die Vernichtung von
50 Füchsen 47 Millionen Dollar auf den Tisch

Flagge

Die Jagd auf ein Phantom. Niemand hat bisher in Tasmanien einen lebenden Fuchs zu Gesicht bekommen. Dennoch gilt er als Risikofaktor. Weil er als Nahrungskonkurrent für die geschwächte Teufelspopulation auftreten könnte.

Von Jürgen Heimann

In anderen entfernten Winkeln dieser Erde hat es der Reineke auch nicht gerade leicht. Wo immer man auch hinschaut: Füchse sind nirgends wohl gelitten. Das gilt, von der rühmlichen Ausnahme Luxemburg, wo ein  ganzjähriges Jagdverbot herrscht, mal abgesehen, für ganz Europa. Und nicht nur da. Kleine Spritztour ans Ende der Welt. Landeerlaubnis auf dem International Airport von Hobart erteilt. Das ist die Hauptstadt Tasmaniens. Die Behörden des zu Australien gehörenden Inselstaates, auf dessen Boden unsereins wohl zeitlebens keinen Fuß setzen dürfte, toppen bei der Jagd auf den rotrockigen Räuber alles. Umgerechnet 36,7 Millionen US-Dollar soll die Regional-Regierung seit 2006  in die Ausrottung dieser Tiere investiert haben. Andere Quellen beziffern die Kosten der Kampagne auf 47 Millionen. Dagegen sind die zwei Millionen Euro Kopfgeld, die das von der Fläche her halb so große Mecklenburg-Vorpommern unlängst für die Erlegung von Wildschwein-Frischlingen und nicht-führenden Bachen ausgelobt hat, Peanuts.   Weiterlesen →

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25. Dezember 2017
von Juergen
Kommentare deaktiviert für Wenn es dem Weihnachtsmann auf die
Bommelmütze flockt: White Christmas in HiHai

Wenn es dem Weihnachtsmann auf die
Bommelmütze flockt: White Christmas in HiHai

01-Weisse Weihnacht Hihai 2017

Weiße Weihnacht in Hirzenhain – Ein (Alb)Traum!

Als privilegierter  Höhendorfbewohner hat man den  Freunden und Bekannten in all den  niedriger gelegenen Tälern der Ahnungslosen schon eine Menge voraus.  Mehr Überblick, klare, saubere Luft  und – weiße Weihnachten.  Auch dieses Jahr wieder. Hirzenhain – ein Traum.  Überall auf den Tannenspitzen sah man goldene Lichtlein blitzen – oder so ähnlich…  Theo Storm wäre happy,  während sich Loriot gerade hier die Inspiration für sein berühmtes Adventsgedicht geholt haben muss:   Weiterlesen →

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20. Dezember 2017
von Juergen
1 Kommentar


Exzesse in der Schlachtfabrik: Wenn das
Fleisch auf unseren Tellern reden könnte

Videoüberwachung

In Großbritannien, Frankreich und den Niederlanden müssen die Schlachthöfe ab 2018 ein Video-Überwachungssystem installieren, das alle Arbeitsschritte aufzeichnet – von der Anlieferung der Tiere über deren Schlachtung bis hin zur Zerlegung. Agrarminister Christian Schmidt (CSU) hat dies in Deutschland bislang erfolgreich verhindern können.

Von Jürgen Heimann

Dass die Zustände in vielen Schlachthöfen im wahrsten Sinne des Wortes unter aller Sau sind, ist bekannt. Es gibt Dutzende schockierende und für jeden frei zugängliche Dokumentationen, die das belegen. Und es ist kein nationales Problem, sondern eins, das in ganz Europa vorherrscht. Nun kann man ja über die links fahrenden Brexitanier jenseits des Kanals sagen, was man will. Aber es nicht alles Murks, was die Tommies da so generieren. Theresa May mag ja vielleicht einen an der Klatsche haben, ihr erst im Juni dieses Jahres als Agrarminister ins Kabinett eingestiegener Parteifreund und Ex-Justizminister Michael Gove ebenfalls. Aber der Mann setzt um, was seine Vorgänger auf massiven öffentlichen Druck hin angeleiert haben. Und das könnte richtungsweisend und beispielgebend sein. Weil auch in den Schlachtstätten des Vereinigten Königreichs krasse Zustände herrschen und die Akkordmetzger dort mit der dem Tod geweihten “Ware” nicht immer unbedingt fürsorglich umgehen, ist auf der Insel ab dem kommenden Jahr eine durchgängige Videoüberwachung Pflicht.   Weiterlesen →

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18. Dezember 2017
von Juergen
Kommentare deaktiviert für Galaktische Lümmeltüten, rauchende
Krähen und Klopapier aus dem Oval Office

Galaktische Lümmeltüten, rauchende
Krähen und Klopapier aus dem Oval Office

Bond-Gericht

Es kann nur einen geben! Das Oberverwaltungsgericht in Koblenz hat die Klage eines Bad Marienbergers abgewiesen, der seinen Namen in „James Bond“ ändern lassen wollte.

Von Jürgen Heimann

Der tägliche Wahnsinn hat Methode und ist längst Programm. Wobei sich die Frage stellt, wer denn nun einen an der Klatsche hat. Sind die anderen verrückt, oder ist man es vielleicht selbst? Da sind die Grenzen mitunter fließend. Aber wer sich durch die Nachrichtenticker im Internet klickt, darf sich beruhigt zurücklehnen. Bekloppt sind eindeutig die anderen. Meistens jedenfalls. Die Flut an Irrsinnsmeldungen, die dort im Laufe des zu Ende gehenden Jahres aufgepoppt sind, war wieder einmal gigantisch. Der skurrile Output, den die  Abgedrehten dieser Welt Tag für Tag aufs Neue generieren, ist enorm. Weiterlesen →

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