Rotorman's Blog

18. November 2017
von Juergen
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Barrikaden – Patrick Stanke als Brotdieb

Les Misérables: Tecklenburg auf den
Barrikaden – Patrick Stanke als Brotdieb

Kombi-klein

„…the time is right for fighting in the street, boy“! Den Soundtrack für die neue Spielzeit liefern jedoch nicht die Stones, sondern Claude-Michel Schönberg. Zum zweiten Mal hieven die Tecklenburger Freilichtspiele „Les Misérables“ auf den Spielplan. 2006 war das hier bereits ein Riesen-Hit. Aufnahmen der damaligen Inszenierung. Chris Murray (links) als Jean Valjean, Martin Berger (rechts) als durchtriebener Kneipier Thénardier. Fotos: Heiner Schäffer

Von Jürgen Heimann

Tecklenburg geht auf die Barrikaden. Doch den Soundtrack liefern nicht die Rolling Stones. Der ist auf dem Mist von Claude Michel Schönberg gewachsen. Statt “Street Fighting Man” erklingt das “Lied des Volkes”. Derweil an den Tischen dunkles Schweigen herrscht. Die „Elenden“ mucken auf und zeigen einer brutalen Obrigkeit den Stinkefinger –ziehen aber dabei zunächst den Kürzeren. Und ein gewisser Monsieur Valjean fragt sich zum gefühlten hunderttausendsten Mal “Wer bin ich?” Mit “Les Misérables” präsentieren die Freilichtspiele in der Spielsaison 2018 einen der ganz großen und unsterblichen Klassiker des Genres, den vielleicht schönsten und packendsten der globalen Musicalgeschichte. Wenn sich damit der Kampf um die Gunst des Publikums nicht gewinnen lässt, mit was dann?   Weiterlesen →

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16. November 2017
von Juergen
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und Witz – Gipfeltreffen der Musical-Allstars

“G 16” in Duisburg: Vokalpower mit Charme
und Witz – Gipfeltreffen der Musical-Allstars

Plakat-2

Aus dem Musical-Olymp ins Theater am Marientor: Dort geben sich am 20. Januar unter anderem) Maaike Schurmans, Steffen Friedrich, Cornelia Drese, David Michael Johnson, Maria Jane Hyde (obere Reihe von links), Chris Murray, Lucy Scherer, Andreas Wolfram, Anna Montanaro, Paul Kribbe (mittlere Reihe von links) sowie Susan Albers, Ethan Freeman, Lori Zeglarski , Rob Fowler und Maricel (untere Reihe von links) die Ehre.

Von Jürgen Heimann

Für die Musical-Fans hierzulande fängt das Jahr 2018 gut an. Auch wenn es dann schon einige Tage auf dem Buckel hat. Am 20. Januar versammeln sich die Bühnen-Größen zum Gipfeltreffen – im ehemaligen Revier von Kriminalhauptkommissar Horst Schimanski – Gott hab’ ihn selig. Duisburg, das dahingehend auch schon bessere Zeiten erlebt hat, wird für einen Abend zum Mekka der Szene. Die “Allstars” halten Hof – im Theater am Marientor. Große Namen locken. Die Besetzungsliste liest sich wie das Who’s Who des europäischen Musiktheaters.   Weiterlesen →

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12. November 2017
von Juergen
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Kill the beast! Der Vogelsbergkreis hat
den Waschbären den totalen Krieg erklärt

Lebensgefahr

Im Hessischen Vogelsbergkreis wird es eng für den Waschbären. Dem hat jetzt auch die Politik den Kampf angesagt – weil er plündernd und mordend durch die Gegend zieht und eine große Gefahr für die öffentliche Sicherheit darstellt.

Von Jürgen Heimann

Der rabiate Stürmer auf der Strafbank hat erst „rot“ gesehen und sich dann schwarz geärgert. So viele todsichere Torchancen – und keine wird genutzt. So ähnlich empfindet der ambitionierte Weidmann, wenn Schonzeiten sein Schussfeld eingrenzen. Er leidet ob all der verpassten und vertanen Möglichkeiten wie (s)ein Hund. Deshalb arbeiten er und seine Brüder und Schwestern im Geiste an allen Fronten darauf hin, den gesetzlich verbrieften Schutz, den bestimmte Wildtiere zu bestimmten Zeiten genießen, aufzuweichen oder ihn am besten gleich ganz abzuschaffen. Die außerparlamentarische Pirschfraktion sucht sich Verbündete – auch und vor allem in der Politik und den parlamentarischen Gremien. Die sie aber längst unterwandert und durchdrungen hat. Exemplarisch lässt sich das am Beispiel des Vogelsbergkreises festmachen. Der dortige Kreistag hat mit überwältigender Mehrheit von 46 Stimmen und bei schlappen sechs Gegenvoten eine Resolution verabschiedet, die die Hessische Umweltministerin Priska Hinz veranlassen soll, Waschbären ganzjährig zum Abschuss frei zu geben –  unter Berücksichtigung des Mutterschutzes zur Aufzuchtzeit. Das Papier in vollem Wortlaut hier:   Weiterlesen →

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8. November 2017
von Juergen
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Todeszellen mit Telefonanschluss: NRW
lässt die Baujagd auf Füchse wieder zu

1-Fuchswelpen vor Bau 2 Sütsch

Freiwild mit ungewisser Zukunft: Für Fuchswelpen gibt es kein Pardon. Sie dürfen ohne zeitliche Einschränkungen eliminiert werden. In Nordrhein-Westfalen wird die Kunstbaujagd inzwischen wieder landesweit toleriert. Foto: Helmut Sütsch

Von Jürgen Heimann

Die Verschnaufpause, die die inzwischen abgelöste rot-grüne Landesregierung den Nordrhein-Westfälischen Füchsen seinerzeit eingeräumt hatte, war nur von kurzer Dauer. Noch während seiner Amtszeit hatte der grüne Umweltminister Johannes Remmel das in vielen Bereichen als vorbildlich geltende Ökologische Jagdgesetz Schritt für Schritt selbst wieder ausgehöhlt. Und zwar dahingehend, dass er das strikte Verbot, die Reinekes (und Dachse)  in ihren Bauten zu bekämpfen, wieder aufweichte. Unter bestimmten Voraussetzungen wurde die umstrittene Praxis in einigen Regionen weiter toleriert – und sogar gefördert. Im Kreis Gütersloh machten die Häscher besonders eifrig von dieser Möglichkeit Gebrauch. Hier warten über 340 Kunstbaue auf Mieter und somit potentielle Todeskandidaten. Die Zahl dürfte sich jetzt noch weiter erhöhen. Immer mehr Landkreise appellieren an das gute Herz der Jäger, sie von der räuberischen Brut zu erlösen.    Weiterlesen →

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4. November 2017
von Juergen
1 Kommentar

Die Letzten ihrer Art: Der Feldhamster
räumt das Feld und sagt leise „Tschüss“:

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Was guggst Du? Kleiner Mann ganz groß. Die Bestandszahlen der Feldhamster sind in den vergangenen Jahren dramatisch gesunken. Bald werden sie völlig von der Bildfläche verschwunden sein. Foto: Manfred Sattler/www.Feldhamster.de

Von Jürgen Heimann

Temporär sind die kleinen pausbackigen Kerlchen mit den lustigen Knopfaugen (erst mal) völlig von der Bildfläche verschwunden. Sie ratzen und halten in ihrem rund ein Meter unter der Grasnarbe angelegten Bau Winterruhe. Do not disturb! Real und im wahren Leben werden die Tiere die Platte  in absehbarer Zeit ebenfalls geräumt haben. Und zwar völlig. Die Ära der akut vom Aussterben bedrohten Feldhamster neigt sich ihrem Ende zu. Wenn sie Ende April/Anfang Mai nach sechsmonatigem Erholungs- und Schönheitsschlaf wieder aus ihren unterirdischen Höhlen an die Oberfläche krabbeln, wäre es theoretisch möglich, jeden der Ihren mit Vornamen zu  begrüßen. Denn es gibt nicht mehr viele von ihnen.   Weiterlesen →

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1. November 2017
von Juergen
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Saisonende: 31 Prozent mehr Starts und
Landungen auf dem Flugplatz Breitscheid

1-Sunset

Spätheimkehrer: Der Letzte macht’s Licht aus! Das war’s fürs Erste. Feierabend. Die Saison ist zu Ende. Bis 31. März herrscht auf dem Breitscheider Flugplatz Winterruhe. Foto: LSG

Auf der Breitscheider “Hub” gehen die Lichter zwar nicht komplett aus, aber etwas ruhiger werden dürfte es hier in den nächsten Wochen und Monaten schon. Der ansonsten  stark frequentierte Verkehrslandeplatz versinkt in den Winterschlaf  – bis Ende März. Er ist, weil der Tower nur noch sporadisch besetzt ist,  im Gegensatz zum ganzjährig geöffneten großen Nachbar auf der Lipper Höhe für von auswärts kommende Flugzeugbesatzungen während dieser Zeit nur bedingt anfliegbar – nach vorheriger Absprache und Anmeldung. Die Fachsprache kennt diese Situation als sogenannten “PPR”-Status (=Pre Permission Required). Die Piloten mit Heimvorteil können ihn aber, sofern es das Wetter erlaubt, weiterhin nutzen.   Weiterlesen →

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29. Oktober 2017
von Juergen
5 Kommentare

Kohle für’s Töten? Jäger werden mit der
kommerziellen Fellverwertung scheitern

Pelz Neun danke

Dass Wildtiere für kleidsamen Chic ihr Leben lassen müssen, ist immer weniger Kunden zu vermitteln. Deshalb werden die Jäger auch mit ihrer neuen Fellverwertungs-GmbH grandios Schiffbruch erleiden.

Von Jürgen Heimann

Irgendwie kommen die deutschen Nimrods aller anderslautender Erfolgsmeldungen zum Trotz mit ihrer kommerziellen Balgverwertung nicht so richtig zu Potte. Der Plan, aus den Überresten erlegter Tiere zusätzliches Kapital zu schlagen, wird grandios scheitern. Kein Mensch will solche grenzwertigen, aus trüben, blutigen Quellen stammenden Produkte haben oder diese, einem Kainsmal gleich, spazieren tragen. Modischer Chic geht nämlich anders. Deshalb auch dürfte die Ende 2016 vom Deutschen Jagdverband und dem Landesjagdverband Baden-Württemberg aus der Taufe gehobene Fellwechsel GmbH ein tot geborenes Kind sein.   Weiterlesen →

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28. Oktober 2017
von Juergen
Kommentare deaktiviert für Besuch in Mittelerde: Spurensuche in den
unterirdischen Bunkern der Maginot-Linie

Besuch in Mittelerde: Spurensuche in den
unterirdischen Bunkern der Maginot-Linie

01-14 - Ingrid im zentralen Zugangsstollen

Das Abenteuer beginnt. Der zentrale Zugangstunnel zur Anlage. Das Gleis der Schmalspurbahn, die die Besatzung vom außerhalb gelegenen Munitionsdepot in Florange mit dem Nötigsten versorgte, ist noch gut zu erkennen. Das Werk verfügte sogar über einen eigenen unterirdischen Bahnhof. Foto: Markus und Ingrid Novak

Von Jürgen Heimann

Den Praxistest hatte die Maginot-Linie seinerzeit ja nicht bestanden. Das lehrt die Geschichte. Aber wenigstens hatte das Bollwerk weiland in zehnjähriger Bauzeit (nahezu) fertiggestellt werden können – im Gegensatz zum neuen Hauptstadt-Geisterflughafen in Berlin. An dem wird ja seit 2006 herumgepfuscht, ohne dass ein mehr oder weniger erfolgreiches Ende abzusehen ist. Auch kommt die vergurkte Airport-Ruine heute schon teurer als das Defensiv-System der Franzmänner, das sie sich zwischen 1930 und 1940 fünf Milliarden alte Francs hatten kosten lassen. Das Geld war – das gilt für beide Fälle – in den Sand gesetzt. Die angeblich unbezwingbare Verteidigungslinie entlang der Grenze zu Belgien, Luxemburg, Deutschland und Italien, mit der sich unsere französischen Nachbarn gegen Einfälle ihres germanischen Erzfeindes schützen zu können hofften, erwies sich als Flop…. Weiterlesen →

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22. Oktober 2017
von Juergen
Kommentare deaktiviert für Wer spinnt hier eigentlich? Achtbeiner,
die Ekel, Angst und Schrecken verbreiten

Wer spinnt hier eigentlich? Achtbeiner,
die Ekel, Angst und Schrecken verbreiten

Keine Panik-2

Die Angst vor Spinnen ist weit verbreitet – und nimmt mitunter krankhafte Züge an.

Von Jürgen Heimann

Wenn das nicht auch dem letzten für arachnophobische Anwandlungen empfänglichen Zeitgenossen den Angstschweiß auf die Stirn und die Panik ins Gesicht treibt, was dann? Die gefährlichen Hauswinkelspinnen sind (wieder) auf dem Vormarsch und erobern die Wohnstuben. Bis zu zehn Zentimeter groß können diese Monster werden. Ein Albtraum auf acht schnellen Beinen. Giftig, bissig und aggressiv seien sie obendrein. Heißt es zumindest. Das nicht nur in Boulevard-Magazinen, sondern auch schon mal in als seriös geltenden Medien. Entsprechende Schlagzeilen geistern in diesen Tagen wieder durch den gedruckten und elektronischen Blätterwald der Republik. Selbst SPIEGEL und STERN reihen sich da in den Chor der zur Vorsicht Mahnenden ein. Rette sich wer kann! Was ist dran an diesen Klicks und Aufmerksamkeit generierenden Horrormeldungen? Fast nix!   Weiterlesen →

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20. Oktober 2017
von Juergen
Kommentare deaktiviert für Vogelsterben: Piepmätze müssen Federn
lassen – 12,7 Millionen Brutpaare weniger

Vogelsterben: Piepmätze müssen Federn
lassen – 12,7 Millionen Brutpaare weniger

Vogel-Kombi

Auf dem absteigenden Ast: Auch Goldammer, Buchfink (oben v.l.n.r.), Wintergoldhähnchen und Haussperling (unten v.l.n.r.) verzeichnen dramatische Bestandseinbußen. Nur eine Frage der Zeit, bis sie endgültig von der Bildfläche verschwunden sind. Fotos: Pixabay

Von Jürgen Heimann

Um unsere Gefiederten ist es schlecht bestellt. Sie zwitschern auf dem absteigenden Ast. Ihre Population ist in den vergangenen zwölf Jahren um 12,7 Millionen Brutpaare geschrumpft, was einem Rückgang um 15 Prozent entspricht. Diese alarmierenden Zahlen,  die  auf einer aktualisierten Auswertung der bereits 2013 von der Bundesregierung an die EU gemeldeten Bestandsdaten basieren, hat jetzt der Deutsche Naturschutzbund (NABU) veröffentlicht und aufbereitet. Die Organisation spricht von einem Vogelsterben dramatischen Ausmaßes. Hauptursache: die industrielle Agrarwirtschaft. Deren Vertreter sind nicht gut zu Vögeln.   Weiterlesen →

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