
So geht’s: Helmut Schwappacher demonstriert den Ausstellungsbesuchern, wie man mit einfachen Mitteln Papier schöpfen und aus alten Zeitungen „neue“ beschreibbare Blätter und Bögen herstellen kann.
Von Jürgen Heimann
Papier ist bekanntlich geduldig, wie wir an bzw. in der täglichen Lokalzeitung erkennen können. Aber nicht bei seiner Herstellung. Da verzeiht es keine Fehler. Und dann hadert der Haderlump. Das ist eine Figur, die in der klassischen Produktionskette eine nicht ganz unerhebliche Rolle gespielt hatte. So nannte man Angehörige jenes fahrenden Völkchens, das abgetragene Kleidungsstücke, Stoffreste und -fetzen, sogenannte „Hadern“ bzw. „Lumpen“, sammelte oder aufkaufte, um diese dann an die Papiermühlen weiter zu veräußern. Wen es interessiert, wie Papier, von dem es über 3.000 verschiedene Sorten gibt und das uns ja in den vielfältigsten Erscheinungsformen begegnet, zustande kommt, ist derzeit im Eschenburger Regionalmuseum an der richtigen Adresse. Dort, im Sparkassengebäude in der Markstraße 1, haben Kustos Winfried Krüger und sein Kollege Helmut Schwappacher zum Jahresabschluss eine sehenswerte Ausstellung zusammengestellt, die den Besuchern auf anschauliche Weise die Historie und unterschiedliche Nutzung jenes Stoffs, auf dem nicht nur spannende und lehrreiche Geschichten stehen können, näher bringt. Die Präsentation ist bei freiem Eintritt noch während der drei kommenden Sonntage zu sehen, jeweils zwischen 14 und 18 Uhr. Weiterlesen →
