Rotorman's Blog

8. November 2015
von Juergen
Kommentare deaktiviert für Jäger starten Rufmordkampagne nie
gekannten Ausmaßes gegen Tierschützer

Jäger starten Rufmordkampagne nie
gekannten Ausmaßes gegen Tierschützer

Interview Polizei

Ein Sprecher der Lauterbacher Polizeistation erläuterte einem TV-Team des Hessenfernsehens, gegen wen (unbekannt) und wegen was (Tierquälerei, Hausfriedensbruch, illegales Aufstellen von Fallen) die Ermittlungen laufen. Aber so richtig ins Laufen gekommen schienen die Recherchen der Uniformierten nie. Dafür ist die Jägerlobby in der Dienststelle zu stark. Foto: Screenshot

Von Jürgen Heimann

“Die Wahrheit triumphiert nie, ihre Gegner sterben nur aus.“ Wenn es denn stimmt, was Max Planck da einst gesagt hat, dann besteht  Hoffnung. Dann zählen aktuell all diejenigen, die es mit der Wahrheit nicht so genau nehmen, die sie dehnen und sich zurecht biegen, zu einer aussterbenden Spezies. Und das sind in diesem speziellen Fall die Jäger. Sie sterben derzeit einen Tod auf Raten, sehen sich mit dem Rücken an der Wand – und werden früher oder später auf der Strecke bleiben. Einer „Strecke“, die sie gerne selbst mit vielen Leichen pflastern – Tierleichen. Die gesellschaftliche Akzeptanz der Nimrods bzw. die ihres blutigen Hobbys ist im Sinkflug. Und daran ändern auch alle, dem Pfeifen im dunklen Wald nicht unähnlichen gegenteiligen Beteuerungen nichts. In ihrem nachgerade existentiellen Überlebenskampf, der aber letztlich nichts anderes ist als der verzweifelte, schon schizophrene Züge annehmende Versuch, anachronistische, mittelalterlicher Privilegien zu verteidigen und über die längst abgelaufene Zeit zu retten, suchen und finden sie mächtige, willfährige Verbündete. Die sitzen in der Politik und in der Wirtschaft, in den Behörden, in den Verlagshäusern und abgeschotteten Kungel-Logen. Man kennt und schätzt einander, mitunter aus ganz unterschiedlichen Motiven und Erwartungen heraus. Und wenn es dann jemand wagt, die Kreise dieser unheiligen Allianz zu stören, trifft sie der heilige, vernichtende Zorn dieser unsäglichen Phalanx. H.R. und F.D.  können inzwischen ein Lied davon singen – ein Klagelied. Es ist ein Abgesang auf Anstand, Fairness und Wahrhaftigkeit. Weiterlesen →

Print Friendly, PDF & Email

5. November 2015
von Juergen
Kommentare deaktiviert für Die Bouffier-Jagd ein Flop: Jäger und
Politiker kamen sich beim Töten näher

Die Bouffier-Jagd ein Flop: Jäger und
Politiker kamen sich beim Töten näher

Dieter Schweiss-Polizei

Tierschützer sind gefährliche, unberechenbare Leute. Deshalb war ein massives Aufgebot der Polizei zum Schutz der Jäger aufmarschiert. Foto: Dieter Schweiss

Von Jürgen Heimann

Da kann unser Landesherr- und -vater trotzig wie ein kleiner Schuljunge sein. Ungeachtet aller Proteste, die ja nicht nur aus einer Ecke kamen, von der man es sowieso erwartet hatte, hat Ministerpräsident “St. Hubertus” Bouffier unverdrossen und unbeirrt an seinem umstrittenen Plan festgehalten. Und der sah vor, politische und industrielle Leistungsträger, die sich als Nimrods gerieren und sich unstrittig um das Allgemeinwohl und die Gesellschaft verdient gemacht haben, mit dem Kick einer exklusiven Gesellschaftsjagd im Mörfeldener Forst zu belohnen. Feuer frei!  Weiterlesen →

Print Friendly, PDF & Email

4. November 2015
von Juergen
Kommentare deaktiviert für Fallschirmsportler adoptieren
verwaistes Giraffenbaby aus Kenia

Fallschirmsportler adoptieren
verwaistes Giraffenbaby aus Kenia

An Bord

Business-Class: Wildhüter des David Sheldrick Wildlife Trust brachten das verwaiste Giraffen-Baby an Bord einer Cessna Caravan in Sicherheit. Foto: The DSWT/Barcraft Media

Von Jürgen Heimann

Auf den Hund sind die Breitscheider Fallschirmsportler längst gekommen. Und jetzt, als nächste Steigerung: eine Giraffe. Die auffällig gemusterten Paarhufer mit den charakteristischen langen Hälsen springen einem nahezu an jeder Ecke der inzwischen ein klein wenig verwaisten Dropzone auf der “Hub” ins Auge. Unter anderem prangen Bildnisse eines solch imposanten Tiers auf dem Leitwerk des Absetzflugzeugs, was sich dekorativ im Inneren der geräumigen Maschine fortsetzt. Von den vielen entsprechenden Aufklebern ganz zu schweigen. Weiterlesen →

Print Friendly, PDF & Email

28. Oktober 2015
von Juergen
Kommentare deaktiviert für Reicht die Polizei Protokolle und Personalien
von Tierschützern an die Jäger-Lobby weiter?

Reicht die Polizei Protokolle und Personalien
von Tierschützern an die Jäger-Lobby weiter?

Webseite-klein

Neue Offensive im Kampf gegen unbequeme Kritiker: Der Deutsche Jagdverband schreckt selbst vor Rufmord nicht zurück. Aber die verwendete Grafik suggeriert: „Wir stehen fest auf dem Boden der Gesetze“. Haha! Foto: Screenschot

Von Jürgen Heimann

Unsere Jäger sorgen nicht nur in Wald und Feld für Ordnung. Als treue, fest auf dem Boden des Grundgesetzes stehende Staatsbürger übernimmt diese bewaffnete deutsche Minderheit inzwischen  auch exekutive Aufgaben. Schließlich sieht man sich in gesamtgesellschaftlicher Verantwortung. Deshalb haben die Heger zwei Tierfreunde aus dem Kreis Marburg-Biedenkopf und dem Vogelsbergkreis angezeigt, weil diese die Polizei und die Öffentlichkeit (die zu manipulieren ja normalerweise in eigene Zuständigkeit fällt) in die Irre geführt hätten. Vor so etwas muss man die Uniformierten und die allzu gutgläubigen Menschen schließlich schützen. Zudem hätten sich die Delinquenten – im unnachahmlichen  Duktus der grün gewandeten Pirscher ist von selbsternannten “Waschbärenfreunden” (ausdrücklich mit An- und Abführung) die Rede – der Vortäuschung einer Straftat schuldig gemacht. Weiterlesen →

Print Friendly, PDF & Email

27. Oktober 2015
von Juergen
Kommentare deaktiviert für Halali! Eschenburger Naturfotograf soll
für Hirschfoto 5.000 Euro Strafe zahlen

Halali! Eschenburger Naturfotograf soll
für Hirschfoto 5.000 Euro Strafe zahlen

Fotograf-Hirsch-klein

Fotopirsch auf einen Hirsch: Bis zu 5.000 Euro könnte einen Eschenburger Naturlichtbildner die Aufnahme eines Geweihten in einem Eigenjagdrevier des Rentamtes Wittgenstein kosten. Ein teurer Schnappschuss! Foto: Pixabay

Von Jürgen Heimann

Da wird man doch glatt zum Hirsch! Der König der Wälder, der z.Z. wieder auf Freiersfüßen trabt und durch seine markigen Brunftschreie das Laub in den Wäldern zum Zittern bringt, ist allemal ein Hingucker. So es gelingt, sich ihm bis auf Sichtweite zu nähern. Und solches führte auch der Eschenburger Naturfotograf im Schilde, als er sich, ganz vorsichtig und mit der Kamera bewaffnet, dem Geweihten näherte.  Nennen wir ihn Manfred Wolf. Bewaffnet war aber auch die Konkurrenz in Gestalt zweier Jäger, die es von einem Hochsitz herab ebenfalls auf den stattlichen Paarhufer abgesehen hatten. Deren Motive waren freilich nicht ganz so friedfertig.  Umso enttäuschter (und frustrierter) mögen sie gewesen sein, dass sie doch nicht zum Schuss kamen. Die vermeintlich sicher geglaubte Beute hatte Lunte gerochen und das Hasenpanier ergriffen. Vermutlich, jedoch nicht erwiesenermaßen, weil sie den Kamera-Pirscher gewittert hatte. Weiterlesen →

Print Friendly, PDF & Email

25. Oktober 2015
von Juergen
Kommentare deaktiviert für Saison-Endspurt: Kehraus am Himmel
Nur noch wenige Tage bis zum Zapfenstreich

Saison-Endspurt: Kehraus am Himmel
Nur noch wenige Tage bis zum Zapfenstreich

01-Saisonausklang-klein

Brüder, zur Sonne, zum Freifall: Magische Augenblicke, aber vom Boden aus nicht zu sehen. Da muss schon ein Skydive-Paparazzi mit von der Partie und ganz dicht am Motiv sein. Foto: Michael Wagner/ www.michael-wagner-fotografie.com

Von Jürgen Heimann

Von der “Worscht” mal abgesehen: Alles hat (einmal) ein Ende. Und ein solches ist auch für die Breitscheider Fallschirmsportler abzusehen. Die Saison ist so gut wie rum. Am 1. November ist auf der “Hub” Schluss mit lustig. Am Abend dieses Tages werden die Schirme ein letztes Male gepackt – um sich dann erst wieder im Frühjahr 2016 zu öffnen. Tilt, game over! Das war’s dann (erst mal). Finito! Conclusão! Besluit! Kraniec! Conclusione! Und jetzt den Winterblues, Herr Kapellmeister! Weiterlesen →

Print Friendly, PDF & Email

24. Oktober 2015
von Juergen
Kommentare deaktiviert für Petri geil! Dicke Brüste, fette Fische
Der Karpfen als „hocherotisches“ Objekt

Petri geil! Dicke Brüste, fette Fische
Der Karpfen als „hocherotisches“ Objekt

Karpfen-Kalender-1-klein

Angler-Fantasien: So etwas würde mancher Würmerbader gerne mal am Haken haben. Da ist die Rute bis zum Sollbruch gespannt… Petri geil! Foto: Screenshot

Von Jürgen Heimann

Wenden wir unseren lüsternen Blick mal einen Moment vom “Aufreger der Woche”, dem “Eros”-Almanach der germanischen Jäger- und Fallensteller, ab. Siehe auch: http://www.rotorman.de/vollschuss-frauenjaeger-auf-der-lauernimrods-leibfotograf-geht-auf-die-pirsch/ Es geht immer noch einen Tick krasser. Ist dieser vermeintlich “Erotische Jagdkalender” schon unter aller Wildsau, gibt es bei den Kollegen der Würmer badenden Zunft etwas Ähnliches – und das schon seit einigen Jahren: den “Carponizer Karpfenkalender”. Kein Witz!  Einen solchen hatten sich feuchten Spielen im Wasser nicht abgeneigte Petri-Jünger bereits 2014 an die Wand gehängt. Und taten es dieses Jahr wieder. Für 2016 ist der Begleiter durchs Anglerjahr bereits im Handel erhältlich. Auch der nach dem sattsam bekannten Schema F gestrickt: Große Brüste, dicke Fische. (Viel) nackte Haut und Beutetiere „einvernehmlich“ Seite an Seite im Bild vereint. Und da kann sich der Betrachter dann aussuchen, wen er lieber am krummen Haken hätte. Petri geil!!! Weiterlesen →

Print Friendly, PDF & Email

22. Oktober 2015
von Juergen
Kommentare deaktiviert für Die Tafelrunde tanzt Disco-Fox: König
Artus hat das “Saturday Night Fever”

Die Tafelrunde tanzt Disco-Fox: König
Artus hat das “Saturday Night Fever”

Plakate-klein

Erst müssen wir mal den bevorstehenden Winter hinter uns bringen. Doch der neue Tecklenburger Theatersommer lockt bereits verheißungsvoll. Auf dem Spielplan stehen die deutschlandweit erste Open-Air-Inszenierung von „Saturday Night Fever“ und die deutsche Erstaufführung von “ARTUS Excalibur”.

Von Jürgen Heimann

Die Tecklenburger Freilichtspiele rüsten auf – programmatisch wie baulich. Deutschlands größte Freilicht-Musical-Bühne hat schließlich einen (guten) Ruf zu verteidigen. Und nach der überaus erfolgreichen Saison 2015 mit fast 100.000 Zuschauern sehen Intendant Radulf Beuleke und die Seinen die Zeit gekommen, ein kleines Sümmchen in die Infrastruktur zu investieren. Gut, es sind gleich 400.000 Euro, die der Schatzmeister locker gemacht hat – oder hat müssen. Man(n) gönnt sich ja sonst nix. Und dabei haben die Verantwortlichen vor allem bedacht, dass ihre Gäste gut bedacht sein und ein Dach über dem Kopf haben wollen. Deshalb wurde der in die Jahre gekommene den Zuschauerraum überspannende Wetterschutz, unter dem die Theatergänger seit 1993 bei Sonne, Wind und Regen Zuflucht fanden, abgerissen. Er soll durch eine neue, modernere Konstruktion ersetzt werden. Die ein oder andere Verbesserung an Sound- und Lichtanlage ist da auch noch drin. Weiterlesen →

Print Friendly, PDF & Email

22. Oktober 2015
von Juergen
Kommentare deaktiviert für Wer bist “Du-Den(n)”? Wo stumpfe Edelfedern
im Sprachsumpf nach Luft schnappen

Wer bist “Du-Den(n)”? Wo stumpfe Edelfedern
im Sprachsumpf nach Luft schnappen

klein-Zeitungsartikel Spende

Das kommt dabei heraus, wenn Lokaljournalisten Texte veredeln. Kaum zu glauben, wie viel sprachlicher, stilistischer und grammatikalischer Mist sich in 46 Druckzeilen packen lässt.

Von Jürgen Heimann

Moment mal! Was (so alles) im “Blättchen”, also in der Zeitung steht, ist ja nicht original. Es ist gefiltert, be- und verarbeitet, aufgehübscht, oft geschönt, oft aber auch kaputt redigiert. Dafür sind (eigentlich) die Redakteure zuständig. Denn: Die wollen ja auch was zu tun haben – wenn sie schon sonst keine aufregenden Geschichten an Land ziehen. Solche und weniger aufregende kommen fast automatisch rein. Dafür sind die schlecht honorierten freien Mitarbeiter zuständig. Sie halten das Blatt am Leben. Ohne sie wären die Fotos noch viel größer, als sie es eh schon sind. Nein, man hegt in den redaktionellen Schreibstuben der Provinz zwar (längst) keine Ambitionen (mehr), aber die Blöße, dem Leser in Ermangelung geeigneten Lesestoffs statt eines nichtssagenden Berichtes über den Duisburger Zoobesuch der Uckersdorfer Landfrauen einfach einmal eine freie weiße Stelle, die dann aber auch wirklich fehlerfrei wäre, zuzumuten, will man sich denn doch nicht geben. Doch auch ohne das gibt es in der Postille meines Vertrauens, dem Zentralorgan für kreative Geistesblitze, der Zumutungen genug. Weiterlesen →

Print Friendly, PDF & Email

15. Oktober 2015
von Juergen
Kommentare deaktiviert für Die Kaaskopps haben die Möhre orange
gefärbt: Gut fürs Auge und die Potenz

Die Kaaskopps haben die Möhre orange
gefärbt: Gut fürs Auge und die Potenz

Orang-Utan

Der Orang(e)-Utan ist ein Abfallprodukt des holländischen Gen-Experiments und versinnbildlicht in seinem Namen die dominierende Hausfarbe der „Oranje“. Auch er mag gleichfarbene Möhren. Grafik: Artemtation

Die Bananen sind ja deshalb gekrümmt, damit sie den Affen und ihren Nachfahren, also uns, nicht aus der Hand flutschen. Aber warum sind die Möhren so knallig orange? Die Ahnen der Kaaskopps, die übers ganze Jahr mit ihren Wohnwagengespannen durch die Lande pesten, sind dran schuld. Oder, je nach Perspektive, auch ein klein wenig die Dillenburger. Aber die Holländer waren es, die die Karotte, wie wir sie heute kennen, eingefärbt haben. Aber nicht eben mal so. Sie, brave Untertanen, die sie nun mal waren, hatten ein hehres Motiv und wollten ihrem Chef huldigen. Das war so eine Art botanischer Schleimspur-Bückling vor Prinz Willem I. Der hieß ja auch “Oranje”, die wörtliche Übersetzung für und von Orange. Gut, van Oranje, und Willem ohne “H”.  Ändert aber nichts an den Tatsachen. Weiterlesen →

Print Friendly, PDF & Email