Rotorman's Blog

22. Januar 2014
von Juergen
Kommentare deaktiviert für Die „Loge“ macht’s möglich: Teilhabe am
kulturellen Leben trotz schmaler Geldbörse

Die „Loge“ macht’s möglich: Teilhabe am
kulturellen Leben trotz schmaler Geldbörse

1-Saal Chris

Gähnende Leere, so wie hier, herrscht in den Musentempeln nicht. Aber oft bleiben Plätze unbesetzt. Viele Veranstalter stellen der Kulturloge dann Gratistickets zur Verfügung, die diese dann an solche, die sich Karten nicht leisten können, weiter reicht. Foto: Chris Murray

So schnell kann’s gehen. Eben noch ein gut dotierter Job, und von jetzt auf gleich auf der Straße, dem Highway der Hoffnungslosigkeit. Arbeitslos, ausweglos, perspektivlos. Kurs Hartz IV. Die sozialen Kontakte brechen weg, die Kohle auch. Trübe Aussichten. Millionen Menschen in Deutschland teilen dieses Schicksal – und sind mehr und mehr von einer Teilhabe am gesellschaftlichen und kulturellen Leben ausgeschlossen. Kultur? Ja, Kultur! Man soll es nicht glauben, aber ungezählt viele Betroffene aus dem Teufelskreis der Armut würden ja gerne, können aber nicht, können es sich einfach nicht (mehr) leisten. Im früheren Leben war der Besuch eines Konzerts, einer Theateraufführung oder eines Musicals locker und mit links zu bezahlen. Doch diese Zeiten sind vorbei. Das Budget ist schwindsüchtig. Da tut jeder Cent weniger in der Börse weh. Also, Sinfonie hin, Komödie her, so etwas gibt die Haushaltskasse nicht mehr her. Bleiben  Arte oder 3SAT. Es muss ja nicht gerade RTL 2 sein. Weiterlesen →

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21. Januar 2014
von Juergen
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können Behinderte ihren Alltag meistern

Mit Hilfe von Assistenzhunden
können Behinderte ihren Alltag meistern

01-Bernie-Blanks-Assistenzhunde

Der kleine Jensen leidet an einer unheilbaren Muskelerkrankung. Mit Hilfe eines speziell ausgebildeten Assistenzhundes kann er seinen Alltag aber meistern. Bernie Blanks (rechts) hat dem Jungen zu diesem vierbeinigen Kameraden verholfen. Foto: Britta Peddinghaus

Er war der erste „Rusty“ im Bochumer „Starlight Express“, der inzwischen langlebigsten Musical-Produktion der Welt. Die Rolle der jungen Dampflock, die er in Folge mit zeitlicher Unterbrechung noch für zwei weitere Spielzeiten übernahm, hatte für den in Spanien geborenen US-Amerikaner 1988 den Durchbruch auf dem deutschen Markt bedeutet.  Und unter Dampf steht Bernie Blanks hier (und in seiner Heimat) immer noch, wenngleich sich die Zugfahrpläne etwas geändert haben. Inzwischen ist der umtriebige Künstler aber auf den Hund gekommen. Weiterlesen →

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19. Januar 2014
von Juergen
Kommentare deaktiviert für Vorsicht an der Bahnsteigkante: Der
„Starlight Express“ rollte zum 10.000. Mal

Vorsicht an der Bahnsteigkante: Der
„Starlight Express“ rollte zum 10.000. Mal

1-10.000. Show STARLIGHT EXPRESS

1.000 bunte Luftballons ließ das Bochumer Starlight Express-Ensemble in den vergangenen Ruhrhimmel steigen. Jeder einzelne symbolisierte zehn Vorstellungen. Am Abend des 15. Januar ging im Theater am Stadionring die 10.000 Show über die Bühne. Foto: Ingo Otto, WAZ- Fotopool

Im Guinnessbuch der Rekorde hatten sich die Bochumer Sternenlicht-Eisenbahner zuletzt  anno 2010 verewigt –  als besucherstärkstes Musical an einem Ort.  Und wie es aussieht, dürfte die rasante  Erfolgsproduktion auch künftig noch für den ein oder anderen weiteren Eintrag in der Schwarte für globale Bestmarken gut sein. Weiterlesen →

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18. Januar 2014
von Juergen
Kommentare deaktiviert für Gute (Weihnachts-)Geister setzten ein
Zeichen zur Bekämpfung der Kinderarmut

Gute (Weihnachts-)Geister setzten ein
Zeichen zur Bekämpfung der Kinderarmut

1-Christkind-Postamt

„Stille Nacht, Heilige Nacht“ auf Dänisch: „Scrooge“ Kristian Vetter (rechts) schmetterte anlässlich eines Besuchs im Christkind-Postamt in Engelskirchen das berühmteste Weihnachtslied der Welt in seiner Muttersprache. Kollege Peter Trautwein (links) und „Engel“ Stefanie Hertel (rechts neben ihm) konnten da nicht mithalten. Foto: Rüdiger Fessel

Dass es in einem so wohlhabenden Land wie Deutschland überhaupt Kinderarmut gibt,  ist schon Schande genug. Skandalös ist die erschütternde hohe Zahl der Betroffenen: 1,1 Millionen.  Diese Zahlen stammen von UNICEF, dem Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen. Einem aktuellen Bericht zufolge haben, unglaublich,  8,6 Prozent aller Heranwachsenden hierzulande langjährige Armutserfahrungen gemacht – was fatale Auswirkungen auf ihre weitere Entwicklung haben kann.  Mehr zum Thema hier:

http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/unicef-bericht-mehr-als-eine-million-kinder-in-deutschland-in-armut-12632682.html Weiterlesen →

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17. Januar 2014
von Juergen
Kommentare deaktiviert für Schiller oder Chillen? Denglish ist cool!
Power-Schwätzer und Customer Support

Schiller oder Chillen? Denglish ist cool!
Power-Schwätzer und Customer Support

Goethe

Gut, dass die beiden Dichterfürsten das nicht mehr erleben müssen. Sie würden uns sonst die (den) Faust nebst Glocke um die Ohren hauen.

Was er denn bisher gemacht hätte? Er sei „Creative Associate Chief Accountant-Manager-Assistant bei einem Subdivided E-Commerce Volatility Investment Provider“ gewesen, antwortet der Kandidat selbstbewusst. Auszüge aus einem Bewerbungsgespräch, dem zu lauschen ich unlängst das Vergnügen hatte. Der Name unserer international operierenden Firma tut nichts zur Sache. Wir stehen auf so etwas. Während Medizin und Wissenschaft vom „Acquired Language Deficiency Syndrome“ (ALDS) reden, was so viel wie „Erworbenes Sprachschwäche-Syndrom“ bedeutet, finden wir selbst und unsere „Chiefs“ „Denglish“ einfach nur cool, pardon, kühl. Weiterlesen →

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10. Januar 2014
von Juergen
Kommentare deaktiviert für Wo Knöllchen und Kommunal-Sheriffs auf
Saug, viel Sog und inversive Turblenzen stoßen

Wo Knöllchen und Kommunal-Sheriffs auf
Saug, viel Sog und inversive Turblenzen stoßen

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Wie man sich bettet, so parkt man/frau. Deshalb heißt es ja auch „ruhender Verkehr“. Und dessen Überwachung ist nicht immer ganz konfliktfrei.
Foto: Gabi Schoenemann/Pixelio.de

Ein Knöllchen hat man sich schnell gefangen. Ob zu Recht oder zu Unrecht, sei einmal dahingestellt. Aus so einer Nummer unbeschadet und ohne finanziellen Verlust wieder heraus zu kommen, ist schon bedeutend schwieriger. Die Damen und Herren in den kommunalen (und staatlichen) Ordnungsbehörden schalten da in der Regel auf Durchzug, auf stur, oder auf beides. Da kann ja jeder kommen…Das ist wie ein Kampf gegen Windmühlenflügel, aber eben nicht immer ein ganz aussichtsloser. Mitunter gelingt es doch, die Hilfssheriffs und ihre Vorgesetzten von der eigenen Unschuld zu überzeugen. Die Chancen dafür stehen umso besser, so auf der Gegenseite Leute sitzen, die Spaß verstehen. Eine Voraussetzung, die im vorliegenden Fall, der schon ein klein wenig zurück liegt, wohl gegeben war. Streitwert: 10 EUR. Weiterlesen →

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9. Januar 2014
von Juergen
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„Fachgeschäft für wohlsortierte Buchstaben“

Literaturoffensive: Keine „RRR’s“ im
„Fachgeschäft für wohlsortierte Buchstaben“

1-BuchhandlungMagdeburg

Irreführende Werbung: „RRR’s“ gibt’s im Fachgeschäft für wohlsortierte Buchstaben leider nicht in größeren Gebinden. Gesehen in der Altstadt von Magdeburg.

Unsereins kennt Literatur-Shops dieser Art unter der prosaischen Bezeichnung „Buchhandlung“ oder „Bücherlädchen“. Ist nicht besonders aufregend, aber da weiß man doch zumindest gleich, wo man dran ist. Unsere Landsleute weiter östlich in Dunkeldeutschland sind da wesentlich kreativer. Zum Bleistift die Sachsen-Anhaltiner. Davon gibt es immerhin 2,3 Millionen. Weiterlesen →

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6. Januar 2014
von Juergen
Kommentare deaktiviert für Von wegen tote Hose: Kulturelle Vielfalt und
Authentizität in der geschmähten Provinz

Von wegen tote Hose: Kulturelle Vielfalt und
Authentizität in der geschmähten Provinz

1-KKEDNeujahr1-Logo

Der Kulturkreis Eschenburg-Dietzhölztal bietet Kulturschaffenden der Region seit einem Vierteljahrhundert ein Forum.

Kultur, und dieser wohl auf gnadenloser Selbstüberschätzung fußende Irrglaube mancher/vieler (Groß-)Städter hält sich hartnäckig, sei eine originäre Domäne des Urbanen. Welch ein Trugschluss! Der Provinz, dem (meist gar nicht mal so) flachen Land, von dem es dann für nicht wenige bis zum Hinterwäldlertum nur noch ein kleiner Schritt ist, mögen Metropolen-fixierte Schlaumeier, die sich selbst der intellektuellen Elite zurechnen, dahingehend kaum Potential zubilligen. Allenfalls etwas Folklore. Träumt weiter! Warum auch sollten Vertreter dieser Koalition der Überheblichen eine „gute“ Theorie nur deshalb aufgeben, weil sie nun mal nicht stimmt? Dabei ist (und war) Kultur, sofern man darunter tatsächlich die Summe aller menschlichen, gestalterisch/geistigen Lebensäußerungen versteht, in der Fläche schon immer wesentlich authentischer. Weiterlesen →

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3. Januar 2014
von Juergen
2 Kommentare

Naturfotograf Helmut Weller: Respekt und
Achtung für die Wunder der Schöpfung wecken

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Detailverliebt: Makrofotografie ist die große Leidenschaft des Fotografen. Diese Große Pechlibelle im Schein der untergehenden Sonne hat Helmut Weller am Lahntalarm bei Biskirchen zugelächelt. Foto: Helmut Weller

Egal was da kreucht oder fleucht, wächst, rankt, schwimmt, kriecht oder krabbelt, er hat immer den Finger am Auslöser und wartet auf seine Chance. Wenn Helmut Weller auf die Pirsch geht, sind seine Motive greifbar oder warten im Verborgenen. Es gibt genügend davon – noch. Das Artensterben in Fauna und Flora geht jedoch ungebremst weiter. Und wenn wir nicht dagegen halten, ist es früher oder später vorbei mit der Vielfalt. Derzeit freilich lässt sich in Wald, Feld und Flur noch viel Faszinierendes entdecken – wenn man genau hinschaut.  Weller tut das. Der Daubhausener zählt sicher zu den kreativsten und, ja, man kann das ruhig sagen, besten Natur- und Tierfotografgen der Region. Seine Aufnahmen sind von  sowohl wuchtiger, als auch fligraner Ausdruckskraft und bestechender Intensität. Das bzw. die Wunder der Schöpfung bekommen durch ihn eine Projektionsfläche, wodurch andere teilhaben können an der mikro- und makrokosmischen Multi-Kollektion von Mutter Erde. Weiterlesen →

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2. Januar 2014
von Juergen
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staatliche und autonome Gewalt-Prolos

Keine Guten, keine Bösen: Eine Party für
staatliche und autonome Gewalt-Prolos

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Provokation: Sieht nicht so aus, als wäre mit den Herrn in Blau gut Kirschen essen. Die Waffen scheinen trotzdem etwas ungleich verteilt. Foto: Schubalu/pixelio.de

Für einen militanten Teil der 7300 Demonstranten, die am Samstag vor Weihnachten im Hamburger Schanzenviertel aufmarschiert waren, war die Forderung nach Erhalt des Kulturzentrums „Rote Flora“ nur ein Vorwand. Und die Themen Bleiberecht für die Flüchtlinge und/oder Gentrifizierung (Räumung der Esso-Häuser )dürften diesen kriminellen Krawallos völlig egal gewesen sein, aber sie boten ihnen einen willkommen Anlass. Die Hansestadt hatte an diesem 21. Dezember die heftigsten Straßenschlachten zwischen Polizei und Protestlern seit Jahren erlebt. Es herrschte Bürgerkrieg. Weiterlesen →

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