
Gerät der „World Wide Fund For Nature“ ins Schleudern? Jedenfalls ist der Kurs des „grünen“ Globalplayers alles andere als geradlinig.
Von Jürgen Heimann
Der Lack blättert. Für den „World Wide Fund For Nature“ (WWF), eine der größten und zugleich mächtigsten Natur-und Tierschutzorganisationen der Welt mit Hauptsitz in der Schweiz, wird es schwieriger, sein angeblich der Liebe zu Mitgeschöpf und Umwelt geschuldetes Saubermann-Image aufrecht zu erhalten. Der immer wieder von Skandalen erschütterte Global-Player mit Niederlassungen in mehr als 80 Ländern der Erde hat zunehmend (hausgemachte) Reputations- und Glaubwürdigkeitsprobleme. Weil hier nicht alles Gold ist, was glänzt, weil exponierte Repräsentanten zwar Wasser predigen, aber insgeheim und öffentlich Wein und Schampus saufen. Jene 11,5 Milliarden überwiegend durch Spenden finanzierte US-Dollars, die die Stiftung mit dem Panda-Logo seit ihrer Gründung 1961 eigenen Angaben zufolge in rund 13.000 über den Globus verteilte Projekte des Tier- und Landschaftsschutzes investiert hat, mögen ja ein durchaus eindrucksvolles Zeugnis für ihr weltumspannendes Engagement sein. Aber da sind eben auch einige schwarze Stellen auf der fleckiger werdenden weißen Weste.
Einige zum Erreichen bestimmter Ziele angewandte Praktiken würden beim ethisch-moralischen Elch-Test mit Pauken und Trompeten durchfallen. Und unter den Allianzen und Partnerschaften, die das „grüne Imperium“ schmiedete bzw. einging, waren, vorsichtig formuliert, einige auch von recht zweifelhafter und grenzwertiger Natur. Und wohl keineswegs immer mit der hehren, hauseigenen Philosophie kompatibel. Nachdem unlängst bekannt geworden ist, dass der WWF auf seinen eigenen Ländereien auch als Veranstalter von Drückjagden auftritt, sieht er sich einer neuen Welle der Empörung ausgesetzt. Weiterlesen →