
Zeitungsausschnitt aus der Dill-Post vom 23. September. In insgesamt 161 Druckzeilen durfte der „Heger“-Vorsitzende darlegen, warum eine Einschränkung der Jagd die Natur (angeblich) zum Kollabieren bringt. Gegensätzliche Meinungen wurden (natürlich) nicht eingeholt. War sicher zu mühselig.
Von Jürgen Heimann
Es gibt viele Kriterien, durch die sich guter Journalismus definiert. Jeweils auch die andere Seite zu Wort kommen zu lassen, zählt dazu. Das hatten sogar die ollen Römer schon zum Rechtsgrundsatz erhoben. Bei denen las sich das so: „Audiatur et altera pars!“ („Gehört werde auch der andere Teil!“) Und das lernen die angehenden Schreiberlinge, die uns später die Welt erklären sollen und wollen, schon im ersten Volontärsjahr. Oder sollten es zumindest. Gut, in der täglichen Praxis ist die konsequente Anwendung dieser Maxime mitunter mühselig, zu mühselig. Zumindest für die Kollegen „meiner“ Lokalzeitung.










