Rotorman's Blog

26. September 2015
von Juergen
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der Mühsal journalistischer Recherche

Von Jägerlatein, Krokodilstränen und
der Mühsal journalistischer Recherche

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Zeitungsausschnitt aus der Dill-Post vom 23. September. In insgesamt 161 Druckzeilen durfte der „Heger“-Vorsitzende darlegen, warum eine Einschränkung der Jagd die Natur (angeblich) zum Kollabieren bringt. Gegensätzliche Meinungen wurden (natürlich) nicht eingeholt. War sicher zu mühselig.

Von Jürgen Heimann

Es gibt viele Kriterien, durch die sich guter Journalismus definiert. Jeweils auch die andere Seite zu Wort kommen zu lassen, zählt dazu. Das hatten sogar die ollen Römer schon zum Rechtsgrundsatz erhoben. Bei denen las sich das so: „Audiatur et altera pars!“ („Gehört werde auch der andere Teil!“) Und das lernen die angehenden Schreiberlinge, die uns später die Welt erklären sollen und wollen, schon im ersten Volontärsjahr. Oder sollten es zumindest. Gut, in der täglichen Praxis ist die konsequente Anwendung dieser Maxime mitunter mühselig, zu mühselig. Zumindest für die Kollegen „meiner“ Lokalzeitung.

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24. September 2015
von Juergen
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Familientreffen der Zwillinge und Klone

Jäger-Demo in Wiesbaden wird zum
Familientreffen der Zwillinge und Klone

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Mit diesem Plakat wirbt der Deutsche Jagd-Verband um rege Teilnahme für die am Samstag geplante Demo in Wiesbaden. Es suggeriert Manpower und Entschlossenheit. Doch kurioserweise tauchen viele der Protestler auf der Grafik mehrfach auf. Der ein oder andere Müllwerker hat sich auch ins Bild gemogelt.

Wenn die Hessischen Nimrods, die Teile ihrer Felle davonschwimmen sehen, am Samstag vor der Wiesbadener Staatskanzlei aufmarschieren, um gemeinsam mit aus anderen Bundesländern  angereisten Kollegen gegen die neue Jagdverordnung zu demonstrieren, dürfen sie sich unter Gleichgesinnten wähnen. Und viele von ihnen sehen auch gleich aus. Absolut. Wie aus dem Gesicht geschnitten. Die Ähnlichkeit ist verblüffend. Weiterlesen →

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23. September 2015
von Juergen
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Tempo 200 keine Angst vor dem Radar

Bremser oder blinder Passagier? Bei
Tempo 200 keine Angst vor dem Radar

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Kommt mal wieder runter! Wenn die Kollegen zu übermütig werden, muss einer da sein, der sie wieder auf den Boden der Tatsachen zurückholt. Oder es zumindest versucht. Das ist auch beim Fallschirmspringen so. Vielleicht handelt es sich bei dem Bremser aber auch nur um einen blinden Passagier, oder halt um einen dieser Kollegen, die einen ständig nach unten ziehen… Gesichtet und belichtet hoch über Breitscheid – beim Vertikal-Tempo 200. Zumindest in diesen Sphären müssen die Skydiver keine Radarkontrollen der Polizei fürchten. Auf dem Weg zum Flugplatz mitunter schon. Was wiederum beweist: der Weg dorthin ist das Riskanteste an diesem Sport…

Foto: Jochen Hurlin

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22. September 2015
von Juergen
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Rituale: Was den Jagdtag richtig rund macht

Mordspaß, Krokodilstränen und obskure
Rituale: Was den Jagdtag richtig rund macht

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Man/frau muss wohl einen Jagdschein haben, um an solchen Anblicken Gefallen zu finden. Foto: www.abschaffung-der-jagd.de

Rehe, Wildschweine, Waschbären, Füchse und anderes Getier im Revier rund um das Forstamt Groß-Gerau müssen sich am 4. November warm anziehen. Der Hessische Ministerpräsident persönlich gibt sich die Ehre und hat ausgesuchte, handverlesene Nimrods zu einer exquisiten Gesellschaftsjagd gebeten: http://www.rotorman.de/gesellschaftsjagd-als-toetungs-happening-unter-dem-deckmantel-der-wohltaetigkeit/ Jeder passionierten (Abzugs-)Drücker-Berger, der auf Volker Bouffiers Gästeliste steht, dürfte das als besondere Auszeichnung empfinden. Eine Teilnahme ist nur mit persönlicher Einladung, die nicht übertragbar ist, möglich. Vielleicht ist das ja auch so eine Art Dank des Vaterlands für gewisse Verdienste oder erwiesene Gefälligkeiten…. Weiterlesen →

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22. September 2015
von Juergen
Kommentare deaktiviert für Gesellschaftsjagd als Tötungs-Happening
unter dem Deckmantel der Wohltätigkeit

Gesellschaftsjagd als Tötungs-Happening
unter dem Deckmantel der Wohltätigkeit

Einladung

Volker Bouffier gibt sich die Ehre: Der Hessische Regierungschef hat ausgesuchte Nimrods zu einer zünftigen Gesellschaftsjagd nach Groß-Gerau eingeladen. Derweil will die Landesjägerschaft am kommenden Samstag gegen seine Regierung demonstrieren.

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke würde wohl kaum auf eine solche von zu viel Zielwasser beflügelte Schnapsidee kommen. Und wenn doch, er müsste damit rechnen, geteert und gefedert zu werden. In Nauen war unlängst ein Liebespaar von einem Jäger unter Beschuss genommen worden, weil dieser es mit Rehen verwechselt hatte. Der Mann starb, die Frau wurde lebensgefährlich verletzt. Bis in die Hessische Staatskanzlei hinein reicht das Entsetzen über diesen waidmännischen Super-Gau aber nicht. Weiterlesen →

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21. September 2015
von Juergen
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sind nur der Preis und die Verkäuferin heiß

Einkaufserlebnisse: An der „heißen Theke“
sind nur der Preis und die Verkäuferin heiß

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Der Bereich an der Supermarktkasse ist ein Mikrokosmos. Hier lässt sich die Vielfalt der menschlichen Spezies in all ihrer schillernden Buntheit beobachten. (c) Tawng www.fotosearch.de

Die Zeit der Mittagspause ist genauso knapp bemessen wie wertvoll. (Was, nebenbei bemerkt, ja auch für das freie Wochenende gilt). In beiden Fällen gehen die Uhren anders, schneller. Warum das so ist, hat selbst Einsteins Albert in seiner hoch gepriesenen Relativitätstheorie nicht ganz schlüssig erklären bzw. rüber bringen können. Ist halt so. Die Mittagspause beträgt 30 Minuten. Auf die Plätze, fertig, los! Aber eigentlich genug Zeit für einen Blitzeinkauf im Supermarkt nebenan. An der „heißen Theke“ ist aber nur die Verkäuferin heiß. Die Kundin davor definitiv nicht. Aber sie weiß, was sie will, oder auch nicht. Je nachdem. Der Gang der Dinge nimmt, wie vom ollen Murphy in dem nach ihm benannten Gesetz beschrieben, seinen Lauf. Weiterlesen →

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19. September 2015
von Juergen
Kommentare deaktiviert für Wie im Krieg: Spaziergänger sollten in Wald
und Feld Warn- oder Schutzwesten tragen

Wie im Krieg: Spaziergänger sollten in Wald
und Feld Warn- oder Schutzwesten tragen

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Man/frau kann ja nie wissen, wie der Bewohner des Hochstandes rechts gerade drauf ist. So aber sollte er die Spaziergänger nicht mit Wild verwechseln können. Ich hätte aber meinem Hund auch noch eine Warnweste spendiert. Sicher ist sicher. Foto: Pixabay

Ich weiß ja nicht genau, wie locker unseren regionalen Waidmännern die Knarre im Futteral steckt, aber beim Studieren diverser, sich häufender Schreckensmeldungen aus allen Teilen Deutschlands kann einen schon mal ein mulmiges Gefühl beschleichen. Zumindest beim Betreten des Waldes, selbst wenn der nicht dunkel ist. Sollte er es sein, könnte man ja pfeifen. Hilft aber auch nicht immer. Wenn mich jemand, der über Kimme und Korn schielt, für einen Waschbären hält, habe ich denkbar schlechte Karten. Im freien Gelände ist das Risiko, ins Visier eines Schießwütigen zu geraten, ebenfalls latent. Beide Lebensräume scheinen ziemlich heiße Pflaster zu sein. Feindesland. Im übertragenen Sinne “vermintes Terrain”. Voller Hinterhalte. Da mag hinter jedem zweiten knorrigen Baumstamm oder hinter jeder von Hecken umrandeten Bodensenke Unheil lauern, wenn nicht gar der Tod. Hier leben nicht nur die Tiere gefährlich, sondern auch die Menschen. Die Luft ist ganz schon bleihaltig und schrotkörnig geworden. Aber war sie das nicht schon immer? Weiterlesen →

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15. September 2015
von Juergen
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Freiheit für Tibet, Millionen Dollar für mich

Mein Deal mit Mr. Andrew Zhu Chunxiu
Freiheit für Tibet, Millionen Dollar für mich

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In irgendeinem dieser Banktürme Hongkongs lagern meine Millionen. Und warten nur darauf, mir mein Leben zu versüßen…

Ich weiß jetzt nicht, woher diese Banker, Finanz-Treuhänder und Erbschaftsverwalter aus aller Welt so genau wissen, dass ich gegen ein paar zusätzliche Euronen oder Dollarinen nix einzuwenden habe. Aber auch gar nix! Irgendwie muss sich das aber in den einschlägigen Kreisen herum gesprochen haben. Denn die entsprechenden und durchaus vielversprechenden Offerten, wie sich meine schon fast chronische monetäre Klammheit ohne viel eigenes Dazutun in Reichtum verwandeln ließe, reißen nicht ab. Jetzt gibt es eine neue Chance, die ungeahnte Möglichkeiten eröffnet.  Die Knete liegt auf der Straße. In dem aktuellen Fall auf dem Konto einer Fernost-Bank. Und wartet nur darauf,  dass ich mich bediene. Weiterlesen →

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14. September 2015
von Juergen
Kommentare deaktiviert für Der Spuk ist bald zu Ende: Zu viel Kohle!
Immerath – ein Geisterdorf gibt sich auf

Der Spuk ist bald zu Ende: Zu viel Kohle!
Immerath – ein Geisterdorf gibt sich auf

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Ansichten aus Immerath: Dem Verfall und dem Abriss preisgegeben. Foto: Markus Novak

Eigentlich müssten, vom Winde verweht und der Atmosphäre wegen, jetzt ein paar vereinzelte Gestrüpp-Ballen und verdorrte Krüppelkiefern durch die menschenleeren Straßen fegen, so wie sich das für eine Geisterstadt im Wilden Westen, die etwas auf sich hält, gehört. Immerath hält aber nix mehr auf sich – und wird auch nicht mehr lange halten. Es liegt zwar auch im Westen, aber sooo wild ist der nun auch wieder nicht. Oder vielleicht doch?  Aber Geisterstadt, das kommt schon hin. Gut, sagen wir Geisterdorf… Aber ein von allen guten Geistern und fast allen Einwohnern verlassenes. Weiterlesen →

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10. September 2015
von Juergen
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ältesten Flugwettbewerb Deutschlands

Breitscheider Besatzung gewinnt
ältesten Flugwettbewerb Deutschlands

Marcus-Astrid

Neuer Erfolg für die Breitscheider Erfolgs-Besatzung Marcus und Astrid Ciesielski. Zu zweiten Male hintereinander gewann das ambitionierte Ehepaar den ältesten Flugwettbewerb Deutschlands, die Flug-Rallye „Rund um Berlin“.

Früher, anno dazumal, pflegte man bei solchen Anlässen und Gelegenheiten mit der “Rumpler-Taube” durch die Lüfte zu “rumpeln”. Oder mit der “Melli-Beese-Taube”, einem Ago-Doppel- oder dem Harlan-Eindecker. Heuer ist die “Hardware” mit Cessna 172, Zlin Z 42, Jodel, Tecnam P2002 oder C 42 etwas zeitgemäßer und ausgereifter. Weshalb auch alle wieder am Ziel ankommen. Aber das war nicht immer so.

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