
Wölfe sind auf dem Vormarsch – und geraten, obwohl streng geschützt, zunehmend in die Schusslinie. Deutschlandweit leben inzwischen 46 Wolfsrudel, 5 Paare und vier sesshafte Einzeltiere, verteilt auf sechs Bundesländer. Wobei es in Sachsen und Brandenburg die größten Populationen gibt. Foto: Pixabay
Von Jürgen Heimann
“Bruno” (JJ1) hatte es 2006 bis auf Platz 7 der deutschen Vokabel-Charts geschafft. Als “Problembär” war er damals bei der Wahl zum “Wort des Jahres” bis ins Spitzenfeld vorgestoßen. Schließlich machte aber doch der Begriff “Fanmeile” das Rennen. Jetzt könnte “Pumpak” in die Favoritenrolle schlüpfen, und zwar als “Problemwolf”. Als solcher weiß er schließlich, was er dem Ruf seiner Art schuldig ist. Und die Zahl seiner Fans hält sich in Grenzen. Er frisst sich, was allein schon ungeheuerlich ist, so durch. Welche Probleme der zweijährige Rüde sonst noch bereitet (hat), ist so klar ersichtlich nicht. Aber das Vieh zeigt, was in seiner Vita begründet liegt, wenig Scheu vor Menschen und wird auch hin und wieder innerhalb menschlicher Siedlungen gesichtet. Beispielsweise im sächsischen Rietschen im Landkreis Görlitz. Dort fensterlt das Tier, wie eine hiesige Zeitung empört berichtete, lugt wie ein Spanner frech in die Wohnstuben hinein und erschreckt die Bewohner. Auch das Rotkäppchen soll er dabei schon mal fast schon zu Tode geängstigt haben. Aber jetzt reicht es. Das Maß ist voll. Das sächsische Umweltministerium hat den aus Polen eingewanderten Isegrim, der als Welpe von Menschen gefüttert wurde und deshalb wenig Scheu vor diesen zeigt, zum Abschuss freigegeben. Wir hatten bei uns im Mittelhessischen auch schon mal so einen Fall. Da hatte der Wolf, weil wir sein Klingeln nicht gehört hatten, ans Wohnzimmerfenster geklopft. Aber wir haben nicht auf ihn geschossen. Wolf hieß unser Nachbar mit Nachnamen….









