Rotorman's Blog

3,68 Tonnen schwerer Wonneproppen
zeigte sein Dauergrinsen über der Lippe

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…und tschüß! Tandemmasterin Annick Heijboer verlässt als (fast) Letzte mit Passagier den Bauch der Skyvan. Lademeister Steve Clebusch (oben) kontrolliert, ob niemand zurück geblieben ist. Foto: Marcel Leicher

So pink oder rosig/rosafarben, wie es der Name der Veranstaltung („PINKsten“)  im Vorfeld hatte glauben machen wollen,  war der Himmel dann doch nicht. Zumindest der über der Lipper Höhe nicht. Regen, Wind und tiefhängende Wolken setzten dem Aktionsradius des außergewöhnlichen Vogels, der viele Schaulustige auf den Siegerlandflughafen gelockt hatte, Grenzen. SAT-1 nannte den Brummer „hässlich“, wohlwissend, dass Schönheit immer auch im Auge des Betrachters liegt. Nun, markant wäre vielleicht die passendere Bezeichnung. Fakt ist, dass die „Skyvan“, von ihren österreichischen Besitzern selbst als „Fliegender Schuhkarton“ tituliert, nur an einem der vier Gastspieltage richtig auf Touren kam und sich, den Bauch voller menschlicher Fracht, in den Himmel schraubte.Bei dieser von zwei 715 PS starken Garrett-Triebwerken beflügelten Maschine handelt es sich um eines der extraordinärsten Flugzeuge im europäischen Luftraum. Da gilt sowohl für ihr konstruktives Design, als auch für die Lackierung, die wirkt, als hätten sich einige von der Muße geküsste Graffiti-Künstler im Nutella-Rausch daran versucht. Aber das sind alles Äußerlichkeiten, ebenso das Dauergrinsen, dass der Paintbrusher dem 3,68 Tonnen schweren Wonneproppen ins Gesicht gezaubert hat und ihn ständig lächelnd die Zähne zeigen lässt.

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Schon ein Hingucker: „Pinki“ hebt grinsend ab. Foto: Sven Vollert

Die „Pinki“ ist vor allem unter Fallschirmspringern beliebt, unter jenen in ganz Europa. Weil sie schnell auf den Punkt bzw. die erforderliche Absetzhöhe kommt, gemessen an anderen Arbeitspferden ihrer Zunft gleich 25 Passagieren ein Höchstmaß an Sitz- bzw. Stehkomfort bietet und sich dank der scheunentorgroßen Heckrampe ganz bequem (und relaxt) verlassen lässt. Und weil das so ist, freuten sich die Burbach-Breitscheider Skydiver, die dieses quietschbunte Konstrukt aus der Alpenrepublik zu sich gebeten hatten, auch über viele  (Himmels-)Sportfreunde von außerhalb. Die verwandelten die Dropzone  im Schatten des Towers in ein Heerlager.

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Ausstiegsperspektiven: Der Weg unterhalb der geöffneten Laderampe führt ins tiefe Nichts. Foto: Matthias Kraft

Auch auf die vielen Tandem-Gäste, die an diesem Wochenende über ihren eigenen Schatten hatten springen wollen, wartete somit ein ganz besonderes Erlebnis – vom Rausch des freien Falls bei Vertikaltempo 200 mal ganz abgesehen. Davon ließ sich auch ein Fernseh-Team von SAT 1 benebeln, das über die himmlische Erscheinung dieses unorthodoxen Luftgefährts berichten wollte.  TV-Reporterin Lisa Uriel wagte den Selbstversuch. Ihr Erlebnisbericht hier:  http://vimeo.com/129023545

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Quadratisch, praktisch, gut! Es ist Platz für alle da, und stehen kann man/frau auch. Der voluminöse Bauch der Skyvan bietet 25 Fallschirmspringern Transportkomfort. Foto: Marcel Leicher

Pilotiert wird und wurde der auffällige „Bomber“ von  einer zweiköpfigen Besatzung. Darunter mit Jan Diehl  aus Ehringshausen auch ein Bub aus der Region. Die Crew kam zwar angesichts der überschaubaren Zahl an Einsatzflügen nicht unbedingt ins Schwitzen, aber während der Stoßzeiten halt auch nicht aus dem Cockpit heraus. Und sie bot den vielen Schaulustigen auf der Besucherterrasse des Flughafens was für’s Auge und die Kameras.  Die Skyvan hat noch eine etwas ältere Schwester, die noch krasser geschminkt ist als sie selbst. Mit selbiger haben die Sportspringer von Skydive Westerwald für das nächste Jahr ein Rendezvous vereinbart….

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Gruppenbild mit Damen: SAT-1-Reporterin Lisa Uriel (im roten Kombi) hat den Selbstversuch gewagt und wusste sich bei Tandemmaster Steve Clebusch (rechts neben ihr) gut aufgehoben. Die beiden Freifallkameramänner Matthias Kraft (links) und Marcel Leicher (rechts) hatten den tiefen Fall der jungen Journalistin dokumentiert.

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