Rotorman's Blog

12. August 2022
von Juergen
Kommentare deaktiviert für Geht nicht“, „Basta“, taube Ohren: Anwohner klagen
Bürgermeisterkandidat Jury Bazarov ihr Leid

Geht nicht“, „Basta“, taube Ohren: Anwohner klagen
Bürgermeisterkandidat Jury Bazarov ihr Leid

Bürgermeisterkandidat Jury Bazarov (zweiter von links) nahm sich fast zwei Stunden Zeit, um sich mit den Sorgen der Anwohner der Straße „Unterm Klein-Loh“ in Hirzenhain auseinander zu setzen. BI-Sprecherin Jacqueline Gawlik (ganz links) und ihre Mitstreiter schilderten dem Gast, wie drastisch dieGemeinde Eschenburg sie finanziell zur Ader lassen will. Das Ehepaar Sonja und Jörg Schmidt (Mitte) soll 45.000 Euro an Straßenausbaubeiträgen auf den Tisch des Rathauses blättern.

Von Jürgen Heimann

Als Auswärtiger war etwas mühsam für ihn, den Ort des Geschehens auf Anhieb zu finden bzw. anzusteuern. Die durch  den Ausbau der Ortsdurchfahrt geänderte Verkehrsführung macht es den meisten nicht gerade leicht, ans anvisierte Ziel zu kommen. Aber so eine innerörtliche Odyssee offenbart ja auch die versteckten Schönheiten Hirzenhains. Jury Bazarov aus dem Ortsteil Wissenbach, der sich um das Amt des Eschenburger Bürgermeisters bewirbt (die Wahl ist am 11. September), hat sich am Mittwoch dieser Woche vor Ort mit Vertretern der Bürgerinitiative „Unterm Klein-Loh“ getroffen. BI-Sprecherin Jacqueline Gawlik und ihre Mitstreiter wehren sich gegen den von der Gemeinde geplanten Luxusausbau ihrer Straße, die einzelne von ihnen mit Beiträgen in Höhe von 44.000 Euro belasten soll und mitunter ruinieren dürfte.

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11. August 2022
von Juergen
Kommentare deaktiviert für Holy Shit! Dixiland in Hirzenhain: Sitzung
auf dem „stillen Örtchen“ vor der Kirche

Holy Shit! Dixiland in Hirzenhain: Sitzung
auf dem „stillen Örtchen“ vor der Kirche

Toi, toi, toi! Das Dixi-Klo kuschelt sich direkt neben dem Aufgang zur Kirche unter das Geäst der Linde. Die Sitzungen hier werden durch die stündlichen Glockenschläge der Kirchturmsuhr klangvoll umrahmt.

Von Jürgen Heimann

Keine Frage: Wenn’s auf’s Bläschen drückt, oder sich der Enddarm im Output-Modus befindet, ist so ein „stilles Örtchen“ Gold wert. Aber muss sich selbiges unbedingt am Eingang einer Kirche befinden, so wie bei uns in Hirzenhain? Gut, unter dem Schatten spendenden Geäst der großen Linde wird auch eine längere Sitzung erträglich, jäh unterbrochen vielleicht nur durch die stündlichen Glockenschläge der Kirchturms-Uhr. Was die These vom „stillen Örtchen“ natürlich ad absurdum führt. Von wegen „der Abort als stiller Ort“. Doch in dieser Hinsicht scheinen die mit dem Ausbau der Ortsdurchfahrt betrauten Straßenbauarbeiter offensichtlich ziemlich schmerzfrei zu sein. Vielleicht auch, weil es weit und breit offenbar keinen geeigneteren Standort für das mobile Dixi-Klo gab.

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11. August 2022
von Juergen
Kommentare deaktiviert für Feldhasen und Rebhühner: Hessen-Jäger müssen
künftig auf Abschuss gefährdeter Tiere verzichten

Feldhasen und Rebhühner: Hessen-Jäger müssen
künftig auf Abschuss gefährdeter Tiere verzichten

Hat’s auch nicht leicht. Feldhasen stehen auf der roten Liste bestandsgefährdeter Arten. Trotzdem stellen „unsere“ Jäger den geschützten Mümmelmännern nach wie vor exzessiv nach. Foto: Pixabay

Von Jürgen Heimann

Die Hessische Landesregierung will den hiesigen Jägern den ungezügelten Spaß am Töten verhageln. In einem unlängst vom Umweltministerium veröffentlichten überarbeiteten Entwurf zur Landesjagdverordnung, soll es den Nimrods ganzjährig untersagt werden, weiterhin Feldhasen und Rebhühnern nachzustellen. Für eine solche Regelung hatten sich in einer schriftlichen Anhörung Organisationen wie “Wildtierschutz Deutschland“, „Tasso“ und andere Tierschutzverbände ausgesprochen.

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10. August 2022
von Juergen
Kommentare deaktiviert für Gestrandet in Hirzenhain: Letzte Ausfahrt
Brooklyn – Chaos durch Hauptstraßen-Ausbau

Gestrandet in Hirzenhain: Letzte Ausfahrt
Brooklyn – Chaos durch Hauptstraßen-Ausbau


Chaos mit Ansage: Am Ortseingang (aus Richtung Flugplatz gesehen) signalisieren Sperrbarke und Verkehrsschild, was die Stunde derzeit in Hirzenhain geschlagen hat.

Von Jürgen Heimann

Auto- und Beifahrer kamen aus Simmersbach und standen, aus Richtung Hornberg herannahend, mit knurrenden Mägen ratlos und verzweifelt vor einer Barrikade. Bis hierhin und nicht weiter signalisierte selbige in Höhe des Abzweigs nach Lixfeld (Hirzenhainer Straße) und „Unterer Aue“. Die beiden hatten sich telefonisch in der „Pizzeria“ Toni eine Fruti die Mare sowie Agilo e Olio und Mango-Chicken zum Essen bestellt.  Die Leckereien in Empfang zu nehmen, stellte beide aber zunächst vor unlösbare Probleme.  Wie dahin kommen? Uff! Wie sag ich’s meinem Kind? Selbst Ortskundige mit Pfadfinder-Diplom tun sich aktuell schwer damit, entsprechende Ausweich- Umgehungs- und Schleichrouten aufzuzeigen und Ortsunkundigen allgemein verständlich zu beschreiben. Weil: Sie wissen es ja selbst nicht genau, wie und wohin der Hase läuft. Wer derzeit im unteren Drittel von Hirzenhain einen bestimmten Punkt ansteuern möchte, könnte auch Lotto spielen. Die Gewinnchancen sind genauso hoch.  

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9. August 2022
von Juergen
Kommentare deaktiviert für Abkühlung für die Skydiver: Schiffe versenken
und ein feucht-fröhliches Bad in Heisterberg

Abkühlung für die Skydiver: Schiffe versenken
und ein feucht-fröhliches Bad in Heisterberg

Treffer! Da sank sie dahin und auf den Grund, die „Moskwa“.Der maßstabsgerecdht verkleinerte Raketenkreuzer von Wladimir dümpelte in einem kleinen Planschbecken vor sich hin. Aufgabe der Springer war es, den Pool bei der Landung nicht nur zu treffen, sondern den Pott auch zu versenken. Foto: Michael Wagner.

Von Jürgen Heimann

Sie sind mit allen Wassern gewaschen, aber das ist nicht ihr bevorzugtes Getränk. Die Aqua-Fraktion der Breitscheider Fallschirmsportler liebt es gerne feucht-fröhlich und konnte ihre Präferenz unlängst nach allen Regeln der Kunst ausleben. Dass die Skydiver dabei nass bis auf die Haut wurden, lag in der Natur der Sache. Da muss man/frau dann halt durch.

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9. August 2022
von Juergen
Kommentare deaktiviert für Segelflugpiloten aus ganz Deutschland
kämpften in HiHai um Tickets für Junioren-DM

Segelflugpiloten aus ganz Deutschland
kämpften in HiHai um Tickets für Junioren-DM

„Flächenbrand“: Dicht gedrängt warten die Wettbewerbspiloten auf dem Hirzenhainer Sonderlandeplatz im Schatten der Angelburg auf das Startkommando. Fünf Motorschlepper hievten die Glider auf die Abflughöhe.

Von Jürgen Heimann

Neun Tage lang hing der Himmel über Hirzenhain voller Geigen, pardon, Segelflieger. Aber das auch nur temporär. Dann hatten sich die schnittigen Glider wieder zerstreut. Zwar nicht in alle Winde, aber doch in einen Bereich jenseits des überschaubaren Horizonts. Und die weißen Vögel fraßen Kilometer, mehr als 69.000. 47 Piloten aus allen Teilen Deutschlands hatte sich auf dem Sonderlandeplatz des hiesigen SFC „HiHai“ zum friedlichen Kräftemessen eingefunden. Es ging um die Qualifikation für die Deutschen Segelflugmeisterschaften der Junioren in 2023; der Ort bzw Flugplatz für die Meisterschaft steht noch nicht fest. 19 von ihnen sollten am Ende ihr Ticket für diesen großen nationalen Wettbewerb in der Tasche haben. Drei weitere Qualifikationen fanden bereits in Brandenburg, Grefrath und Landau statt.  

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5. August 2022
von Juergen
Kommentare deaktiviert für Investition in die Infrastruktur: Flugplatz
Breitscheid mit Boardinghouse und Restaurant

Investition in die Infrastruktur: Flugplatz
Breitscheid mit Boardinghouse und Restaurant


Have a good Night! Das Motorengebrumm ist nur dekorativ. Zehn geschmackvoll und freundlich eingerichtete Wohneinheiten stehen den Gästen im neu eröffneten „Boardinghouse Breitscheid“ zur Verfügung, Meerblick, pardon, Flugplatzblick inklusive. Einbuchen können sich Besucher rund um die Uhr an einem Self-Check-in-Terminal.

Von Jürgen Heimann

Jetzt kehrt wieder Leben in die Bude. Und es ist eine zukunftsweisende Investition in die Infrastruktur des Breitscheider Flugplatzes. Das an der Nordseite des Geländes zur L 3044 hin gelegene Hotel, das jahrelang leer stand und zusehends zu verfallen drohte, ist wieder am Start. Die Herberge mit ihrer markanten Architektur wieder herzurichten und auf Vordermann zu bringen, war ein Herzensanliegen von Henner Jud, dem neuen Eigentümer der Immobilie. Dem umtriebigen Piloten gehört auch das angrenzende Restaurant, die Werft und die hiesige Flugschule.

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29. Juli 2022
von Juergen
Kommentare deaktiviert für Anwohner sollen bis zu 57.000 Euro für den
Ausbau der Straße „Unterer Klein-Loh“ hinblättern

Anwohner sollen bis zu 57.000 Euro für den
Ausbau der Straße „Unterer Klein-Loh“ hinblättern

Die stark befahrene Straße “Unterer Klein-Loh” will die Gemeinde ausbauen, verbreitern und mit einem Gehweg versehen. Zur Rush-Hour gibt es hier regelmäßig lange Staus. Drei bis vier Autos brettern dann über die Rennstrecke. Die (Handvoll) Anlieger sollen die Zeche bezahlen. Zum Teil weit über 50.000 EUR pro Hausgrundstück.

Von Jürgen Heimann

Der Plan der Gemeinde Eschenburg, die (marode) Anwohnerstraße „Unterm Klein-Loh“ in Hirzenhain auszubauen, zu verbreitern und mit einem Gehsteig zu versehen, sorgt für Unverständnis und Empörung. Nicht zuletzt unter den betroffenen Anliegern. Das sind nur eine Handvoll. Die Grundstückseigentümer sollen die Zeche zahlen. Satte fünfstellige Beiträge werden dafür fällig, in einem Fall sogar fast 57. 000 EUR.

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23. Juli 2022
von Juergen
Kommentare deaktiviert für Kanalservice ohne „K“: Exklusive Dienstleistungen Rohrreinigung, Dichtheitstest, TV-Untersuchung

Kanalservice ohne „K“: Exklusive Dienstleistungen Rohrreinigung, Dichtheitstest, TV-Untersuchung

Gut zu wissen, dass es rund um die Uhr Hilfe gibt, sollte man den Kanal mal voll haben. Wenn das große hellblaue „K“ unter Witterungseinflüssen aber verblasst und unleserlich wird, bekommt das Dienstleistungsspektrum eine ganz neue Bedeutungsschwere.

Von Jürgen Heimann

Jeder, der sich etwas mit Drucktechnik und den einzelnen Verfahren zu Grunde liegenden (chemischen) Prozessen auskennt, weiß, dass Farbe, egal auf welchem Medium sie verwand wird, verblassen kann. Unter Witterungseinflüssen im Außenbereich sowieso. Und weil das so ist, beobachte ich das Werbeschild, das in der Ortsmitte von Eiershausen exponiert an einem Eisendrahttor angebracht ist, seit Monaten sehr genau. Es sticht jedem, der die Eiershäuser Straße aus Richtung Eibelshausen kommend in Richtung Hirzenhain befährt, im Scheitelpunkt der scharfen Rechtskurve ins Auge und ist gar nicht zu übersehen. Irgendwann, das weiß ich, ist es soweit.

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22. Juli 2022
von Juergen
Kommentare deaktiviert für Gäääähn! WhatsDepp als Schwachsinns-Schleuder
Witz-Raketen, die schon beim Start implodieren

Gäääähn! WhatsDepp als Schwachsinns-Schleuder
Witz-Raketen, die schon beim Start implodieren

Findet sich so gut wie auf jedem Smartphone. WhatsApp ist Segen und Fluch zugleich. Foto: Pixabay

Von Jürgen Heimann

WhatsDepp ist eigentlich eine prima Sache. Über diesen kostenlosen Instant-Messenger-Dienst, der der klassischen SMS ja nachhaltig den Garaus gemacht hat,  kann man mit Freunden, Verwandten und Bekannten fast in Echtzeit kommunizieren –  in Wort,  und inzwischen auch in Ton und in Bild. Gut, es ist nicht immer ästhetisch, das Gegenüber dabei im Video-Chat auch noch sehen zu müssen. Aber wir sind ja leidensfähig.

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20. Juli 2022
von Juergen
Kommentare deaktiviert für Walter Eichhorn: Eine Piloten-Legende, die
nicht altert – Glückwunsch zum 86. Geburtstag

Walter Eichhorn: Eine Piloten-Legende, die
nicht altert – Glückwunsch zum 86. Geburtstag

Von Jürgen Heimann


So kennt man ihn: Walter Eichhorn grüßt die Airshow-Zuschauer, hier noch aus dem Cockpit seiner geliebten T-6 heraus, von der er sich inzwischen getrennt hat. Foto: Wilfried Birkholz

Von Jürgen Heimann

Der Kerl wird irgendwie nicht älter. Und kleinkriegen lässt er sich sowieso nicht. Turnt mit seiner pfeilschnellen EXTRA 330 LT noch wie ein Jungspund am Himmel herum und lässt so manch Jüngeren der Kunstflug-Szene alt aussehen. Am heutigen Mittwoch, dem 20. Juli, wird der Mann 86. Aber das sieht man ihm nicht an. Wir reden von Walter Eichhorn, einem der ganz Großen der europäischen, ja internationalen Luftfahrt. Flugkapitän i.R., Acro-Ass, Fallschirmsprung-Pionier, Test-, Stunt- und Showpilot in einem. Aber erst mal „Herzlichen Glückwunsch“, weiterhin guten Flug und noch ganz, ganz viele „Happy Landings“.

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18. Juli 2022
von Juergen
Kommentare deaktiviert für Highway to Hell: Bei Friedhofsbesuchen
in Hirzenhain trauert das Risiko mit

Highway to Hell: Bei Friedhofsbesuchen
in Hirzenhain trauert das Risiko mit

Highway to Hell: Bauliche Vorrichtung für Kopfüber-Stunts: Auf dem Zufahrtsweg zum Hirzenhainer Friedhof tun sich Abgründe auf. Bei schon vor Monaten vorgenommenen Aus- und Verschlimmbesserungs-Arbeiten wurden auf Teilstücken der Asphalt ab- und ausgefräst. So ist es bis heute geblieben.

Von Jürgen Heimann

Ganz böse Falle. Gegen diese Tücken ist der „Kniebrecher“ zwischen Beilstein und Merkenbach ein Sch… . Wer den Hirzenhainer Friedhof auf eigener Achse ansteuert und nicht gleich (für immer) auf ihm liegen bleiben möchte, muss auf der Hut sein. Die Gefahr hier ist allgegenwärtig. Seit ein Straßenbauunternehmen vor etlichen Wochen im Auftrag der Gemeinde Eschenburg die marode Zufahrtsstraße zum „Hesse-Lu“ aus- bzw. verschlimmbessert hat, fährt das Risiko hier mit.

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17. Juli 2022
von Juergen
Kommentare deaktiviert für „Fly-In“ als unterhaltsames und geselliges
Familientreffen für Piloten und Fußgänger

„Fly-In“ als unterhaltsames und geselliges
Familientreffen für Piloten und Fußgänger

Illustre Gäste beim Fly-In in Breitscheid. Die „Mühle“ hier ist auch nicht von schlechten Eltern. Zählt aber nicht unbedingt zu den geburtsstarken Jahrgängen. Eine RV-4 in der Lackierung der US-Army.

Schieh woarsch! Oder für Rezipienten, die dieser besonderen Ausprägung des Hochdeutschen nicht so mächtig sind: Es war schön. Ein schöner Tag unter Freunden und Gleichgesinnten. Viel Gebrumm  am Boden und in der Luft, viel leckerer Benzin-, Avgas und Kerosinduft. Mit einem „Fly-In“, zu dem viele, viele Freunde und Kollegen der fliegenden Zunft auf bzw. mit eigener Fläche anreisten, hat sich die Luftsportgruppe Breitscheid-Haiger am vergangenen Wochenende nach fast dreijähriger Corona-Abstinenz wieder öffentlich zurück gemeldet. Und auch viele interessierte „Fußgänger“ honorierten diese Initiative durch ihren zahlreichen Besuch.

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14. Juli 2022
von Juergen
Kommentare deaktiviert für (Digitale) Fratzenschneider mit Mundwinkel
wie Angela Merkel: Gemeckert wird immer

(Digitale) Fratzenschneider mit Mundwinkel
wie Angela Merkel: Gemeckert wird immer

Tatort Eiershausen. Das grüne, lächelnde Smiley der Digital-Anzeige signalisiert mir, dass ich mich vorschriftsmäßig verhalten habe. Oft meckert das Teil aber auch an den Wochenenden weit nach 20 Uhr, wenn man nur 50 fährt.

Wir auf dem Berg in Hirzenhain haben bzw. hatten ja auch so einen „Fratzenschneider“, so ein Digital-Display, das  einem die rote Karte zeigt, wenn man zu schnell fährt. Gibt’s ja mittlerweile in vielen Orten. Installiert war„unsere“ Signalanzeige in Höhe des Feuerwehrgerätehauses, Fahrtrichtung Lixfeld auf der linken Seite. Peste man um die Linkskurve, gab‘s bereits kurz nach dem Passieren des Blumenladens eine Ermahnung. In diesem Bereich ist Tempo 30 vorgeschrieben. Und das ist, um es mit WoWei zu formulieren, auch gut so. Der Kindergarten befindet sich in unmittelbarer Nähe. Und wir wollen (oder sollen) die Kleinen doch nicht gefährden. Nicht, dass am Ende noch ein Vorschulkind unter die Räder kommt.

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13. Juli 2022
von Juergen
Kommentare deaktiviert für Das Eschenburger „Schlemper-Blättchen“
soll künftig einfach „Götz-Kurier“ heißen

Das Eschenburger „Schlemper-Blättchen“
soll künftig einfach „Götz-Kurier“ heißen

Er verfolgt uns. Wir entkommen ihm nicht. Gleich viermal lächelte uns unser Rathaus-Chef in der aktuellen Ausgabe der Eschenburger Gemeindenachrichten entgegen. Diese Schlagzahl dürfte sich noch erhöhen, je näher der Termin der Bürgermeisterwahl im September rückt.

Von Jürgen Heimann

Heute steckte, von mir, wie jede Woche, schon sehnsüchtig erwartet, die aktuelle Ausgabe des „Schlemper-Blättchens“ im Briefkastenschlitz. Schlemper-Blättchen deshalb, weil dieses innovative und investigative Printprodukt seinerzeit von unserem geschätzten und verehrten Ehren-Bürgermeister Otto F., nach dem ja auch der neue Dorfplatz in Eibelshausen benannt werden soll, initiiert worden war. Seit  vielen Jahren entnehmen die Eschenburger diesem Verlautbarungsorgan der Gemeindeverwaltung wichtige Informationen, was in ihrer beschaulichen Großgemeinde abläuft, kommunalpolitisch, kirchlich und vereinsmäßig. Im Gegensatz zu anderen Kommunen, beispielsweise Ehringshausen, ist der Bezug der handlichen und informativen Journaille auch kostenfrei. Druckkosten, Herstellung und Vertrieb zahlt die Gemeinde – also wir. Gut, den Wetzlar-Kurier von CDU-Rechtsaußen H.J. Irmer gibt’s auch umsonst. Den kriegen wir jeden Monat vom Kompakt-Zusteller zwangsweise aufs Auge und in den Briefkasten gedrückt. Und wir kloppen das Extremistenblatt auch stets ungelesen in die blaue Tonne.  Ohne,  dass wir irgendetwas Wichtiges oder Substantielles verpassen. Da sind die Eschenburg-Nachrichten schon seriöser und inhaltlich gehaltvoller. Die Gefahr, dass diese aber als einseitige Wahlkampf-Plattform missbraucht werden, ist schon latent.

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12. Juli 2022
von Juergen
Kommentare deaktiviert für Skydiver schalten den Turbo ein: Himmlische
Workshops und ein Angriff auf die USS-Nimitz

Skydiver schalten den Turbo ein: Himmlische
Workshops und ein Angriff auf die USS-Nimitz


Nicht kopflos, aber kopfüber ins wolkenreiche Nichts. Ringelpietz mit Anfassen. Während ihrer traditionellen Sprungwoche vom 22. bis 31. Juli wollen die Breitscheider Skydiver wieder den Turbo einschalten. Foto: Marcel Leicher

Von Jürgen Heimann

Es ist ja nicht so, dass die Breitscheider Fallschirmspringer die ganze Saison über nur auf der faulen Haut liegen und den lieben Gott einen guten Mann sein lassen. Da ist auf dem Sprungplatz neben dem frisch renovierten Flugplatz-Hotel in der Regel schon alles andere als Hängen im Schacht angesagt. An jedem Wochenende zwischen April und Ende Oktober geht es hier, sofern es das Wetter zulässt, mächtig  zur Sache. Freifaller (und Sprungpassagiere) aus ganz Deutschland haben sich die Koordinaten von „EDGB“ in ihren Navis markiert. Da herrscht Leben in und über der Bude.

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11. Juli 2022
von Juergen
Kommentare deaktiviert für Poker-Run: 60 Moto-Biker zockten sich
dröhnend durch den Lahn-Dill-Kreis

Poker-Run: 60 Moto-Biker zockten sich
dröhnend durch den Lahn-Dill-Kreis

Da musste irgendwo ein Nest gewesen sein. 60 Krad-Piloten zockten beim 3. Lahn-Dill-Poker-Rund für einen guten Zweck. Foto: Klaus-Peter Jung

Von Jürgen Heimann

„Weerners“ beinharte Kult-Horex war jetzt nicht am Start, das „Fliewatüüt“ von Robbi und Tobbi sowieso nicht. Dafür aber 60 prächtige, satt brummende und auf Hochglanz polierte Feuerstühle und Trikes, ein Exemplar schöner als das andere. Das war wie ein Schaulaufen der Internationalen Motorradbauzunft. Kawasaki, Suzuki, Honda, Harley Davidson, Yamaha und Ducati ließen grüßen. Die Biker in deren Sätteln kamen aus ganz Hessen und sogar aus Rheinland-Pfalz und NRW. Und zwar um zu zocken – für einen guten Zweck.

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11. Juli 2022
von Juergen
Kommentare deaktiviert für Als der „Fly Doctor“ seinen Arztkoffer
auspackte: Extreme Sprechstunde in Pohlheim

Als der „Fly Doctor“ seinen Arztkoffer
auspackte: Extreme Sprechstunde in Pohlheim

Dem brennt der Kittel! „Fly-Doctor“ Bennie Schaum verhöhnte mit seiner YAK-54 die physikalischen Gesetze und lieferte eine grandiose Acro-Show ab. Foto: Elfi Jung

Von Jürgen Heimann

Whow! Da haben die Pohlheimer Luftikusse gezaubert und „with a little help from their friends“ ein fliegerisches Spitzenprogramm hingelegt. Das sollte am vergangenen Wochenende Tausende auf dem Flugfeld bei Watzenborn beeindrucken. Tat es auch. Anlass: Das 60-jährige Jubiläum der dortigen Segelfliegergruppe. Aber es waren, Ehrensache, nicht nur rassige (und betagte) Glider am Start. Die zweitägige Flugshow deckte viele Bereiche und Disziplinen des zivilen Luftsports ab. Motormaschinen, alte und moderne, Hubschrauber, UL’s unterschiedlichster Baureihen und Ausführungen, Drachen, Trikes und historische Doppeldecker. Es war ein Fest für Luftfahrt-Enthusiasten.

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10. Juli 2022
von Juergen
Kommentare deaktiviert für Ulrich Thielmann schreibt Flieger-Krimi
Der „Mittsommerflug“ bietet Spannung pur

Ulrich Thielmann schreibt Flieger-Krimi
Der „Mittsommerflug“ bietet Spannung pur

Flieger-Krimi mit viel Lokalkolorit. Der neue Roman von Ulrich Thielmann spielt zum Teil auf der Breitscheider „Hub“ und in der Nachbarschaft. Doch die Location wird verklausuliert. Der Airport heißt in dem Buch „Flugplatz Sonnenwald“.

Ich habe keine Ahnung, wo der der Kerl das hernimmt. Aus welchen ergiebig sprudelnden Quellen er seine Ideen und Anregungen schöpft, die sich schließlich zu packenden, dramatischen und spannenden Handlungssträngen verdichten. Ulrich Thielmann weiß aber, wovon er spricht, pardon, schreibt. Der aus Breitscheid stammende Autor, Sohn eines Berufspiloten und frühere Segelflieger und UL-Pilot, hat unlängst seinen dritten Roman vorgelegt: „Mittsommerflug“. Und der spielt, der Titel lässt es erahnen, (wieder) im Piloten-Milieu.

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8. Juli 2022
von Juergen
Kommentare deaktiviert für Wenn Verkehrsplaner gefährliches Kraut
rauchen: Der Stoff, aus dem die Träume sind

Wenn Verkehrsplaner gefährliches Kraut
rauchen: Der Stoff, aus dem die Träume sind

Panzersperre: Die Gemeinde hat die Trainingsstrecke zwischen Johannesgasse und Poststraße für militärische Kettenfahrzeuge gesperrt. Auch Mähdrescher und Traktoren müssen hier künftig außen vor bleiben. Gut, Mütter mit Tandem-Kinderwagen passen auch nicht mehr durch, aber wo gehobelt und geholpert wird, fallen halt Späne.

Von Jürgen Heimann

Die Hirzenhainer und die Lixfelder – zwischen beiden Orten liegen Welten und zwei historische Grenzverläufe. Und sie schenken sich gegenseitig ja nix. Ob Hessen auf der einen, ob Nassauer auf der anderen Seite, wenn es um die unsinnigsten Verkehrslösungen geht (und wir reden jetzt nicht von solchen des Geschlechtsverkehrs), liefern sich die Ortsteil-Eschenburger und die Ortsteil-Angelburger ein dichtes und knappes Kopf-an-Kopf-Rennen.

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5. Juli 2022
von Juergen
Kommentare deaktiviert für Viel „Gedöns“ am Himmel über der „Viehheide“ –
Pohlheims Piloten feiern sich und den Luftsport

Viel „Gedöns“ am Himmel über der „Viehheide“ –
Pohlheims Piloten feiern sich und den Luftsport

Die Boeing-Stearman ist einer der schönsten, bekanntesten und meist gebautesten Doppeldecker der Welt. Eines dieser Prachtexemplare ist auch am Himmel über Pohlheim zu bewundern. Foto: Wilfried Birkholz

Von Jürgen Heimann

An Jahren können die Pohlheimer Luftsportler ihren Brüdern (und Schwestern) im Geiste aus Hirzenhain das Wasser nicht reichen. Letztere feiern 2023 ihr 100. Vereinsjubiläum und reklamieren (zu Recht) für sich, der zweitälteste Segelfliegerclub der Welt zu sein. Dagegen sind die „Steinkopf“-Aero-tiker Jungspunde. Andererseits: 60 Jahre Segelfluggruppe sind auch schon eine Hausnummer. Und darauf wollen die Piloteure um Frank Bender am kommenden Wochenende (8. bis 10. Juli) anstoßen und ein großes Fass aufmachen – im wahrsten, wie im übertragenen Sinne des Wortes.

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2. Juli 2022
von Juergen
Kommentare deaktiviert für Good bye Hellas: Wo wehrlose Flüchtlinge
versklavt werden, mache ich keinen Urlaub

Good bye Hellas: Wo wehrlose Flüchtlinge
versklavt werden, mache ich keinen Urlaub

Postkartenmotiv von der Insel Santorini: Doch die Idylle im griechischen Inselparadies hat Risse bekommen. Immer mehr potentielle Urlauber wenden sich mit Grausen ab. Was die Athener Regierung mit hilflosen Flüchtlingen anstellt, schreckt ab. Foto: Pixabay

Von Jürgen Heimann

So traumhaft schön und malerisch die griechische Inselwelt auch ist, so nett und gastfreundlich die Menschen dort, mich haben die zum letzten Mal gesehen. Tilt, game over! Seit Jahren geistern schon die Skandalnachrichten von illegalen Pushbacks über die Ticker. Diese illegale, menschenverachtende, gegen europäisches und verbrieftes Menschenrecht verstoßende Praxis, vor denen die EU konstant die Augen verschließt und die Uschi und Co. lächelnd unter den Teppich kehren, haben die Hellenen jetzt noch mal getoppt.

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28. Juni 2022
von Juergen
Kommentare deaktiviert für „Fly-In“: Flugzeuge aus ganz Europa
steuern am 16. Juli Breitscheid an

„Fly-In“: Flugzeuge aus ganz Europa
steuern am 16. Juli Breitscheid an

Die LSG Breitscheid erwartet zu ihrem Fly In am 16. Juli Pilotenfreunde nebst Flugzeugen aus allen Teilen Europas. Da gibt’s auch für Fußgänger jede Menge prächtige Exponate zu bewundern. Foto: Elfi Jung

Von Jürgen Heimann

Es müssen nicht immer spektakuläre Airshows sein. So spannend und schön es vielleicht auch sein mag, Luftfahrtfreunde und solche, die es werden wollen, brauchen nicht zwingend Nervenkitzel, Düsen-Jets oder „Warbirds“, um ermessen und erleben zu können, was die Faszination Fliegen ausmacht. Es geht durchaus auch eine Nummer kleiner, ohne dass der Reiz darunter leidet. Den Beweis dafür möchte die Luftsportgruppe Haiger-Breitscheid am Samstag, den 16. Juli erbringen. Die „Hub“-Piloten laden die Bevölkerung zum Besuch eines europaweit ausgeschriebenen „Fly-In“ ein.

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22. Juni 2022
von Juergen
Kommentare deaktiviert für “Ride for Charity“: Beim 3. Poker-Run auf
“heißen Öfen” 206 km durch das Dillgebiet

“Ride for Charity“: Beim 3. Poker-Run auf
“heißen Öfen” 206 km durch das Dillgebiet

Wo Biker-Herzen höher schlagen: Chromblitzende Wuchtbrummen formieren sich in Katzenfurt zum 3. Lahn-Dill-Poker-Run. Fotos: Miriam Krentscher

Man muss nicht Fedor Holz, Christoph Vogelsang oder Rainer Kempe heißen, um bei dieser Spielrunde erfolgreich mitmischen zu können. Bei den genannten Drei handelt es sich um Deutschlands beste Pokernasen, die schon mal Gewinne in Millionenhöhe einstreichen. Bei dem am Sonntag, den 10. Juli anstehenden und nunmehr 3. Poker-Run der Evangelischen Kirchengemeinde von Katzenfurt sind die Preisgelder und Einsätze durchaus bescheidener, der Spaßfaktor dabei aber vermutlich deutlich höher als bei den großen Turnieren und in den einschlägigen Casinos. Auch hocken die Zocker nicht stoisch mit unbewegten Minen um einen Tisch herum und bluffen, sondern reiten auf Feuerstühlen durch die Pampa und lassen sich den Fahrtwind um die Nasen wehen. Let’s go!

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20. Juni 2022
von Juergen
Kommentare deaktiviert für Einfach, aber lecker: Ausstellung erinnert
an die „Haute-Cuisine“ unserer Vorfahren

Einfach, aber lecker: Ausstellung erinnert
an die „Haute-Cuisine“ unserer Vorfahren

Mahlzeit! Völlerei kannten unsere Ahnen nicht. Das Essen, das auf den Tisch kam, war einfach, aber nahrreich. Und oft genug hieß der Küchenmeister Schmalhans.
 

Von Jürgen Heimann

Das waren noch Zeiten, und die waren bestimmt nicht immer einfach. Das fing schon beim täglichen Broterwerb an und endete irgendwann in der Küche. Als unsere Mütter und Großmütter am Herd den Kochlöffel schwangen, war der Thermomix noch nicht erfunden. Und bei Chefkoch.de konnte man/frau auch nicht mal schnell vorbeisurfen und sich Rezept- und Zubereitungs-Tipps holen. Da war das Kochen noch echte Handarbeit, basierend zumeist auf überlieferten, von Mund zu Mund weiter gegebenen Rezepturen. Was dabei herauskam, war einfach aber schmackhaft und vor allem gesund und nahrhaft. An diese historische Epoche bodenständiger Haute Cuisine erinnert eine sehenswerte Sonder-Ausstellung im Eschenburger Regionalmuseum in der Eibelshausener Marktstrasse. Titel: „Einfach, aber gut – Was früher in den Dörfern gekocht wurde“.

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19. Juni 2022
von Juergen
Kommentare deaktiviert für Breitscheider Luftsportler stationieren
schlagkräftige Flughafenwehr auf der “Hub”

Breitscheider Luftsportler stationieren
schlagkräftige Flughafenwehr auf der “Hub”

Breitscheids rote LSG-Flotte. In der Mitte das neue Trocken-Tanklösch-Fahrzeug. Links das auf einem Unimog 416 aufgesetzte Trockenlöschfahrzeug („TroLF 750“ ), rechts das Kleinlöschfahrzeug, ein modifizierter Subaru-Justy. Die Fahrzeuge können während des Flugbetriebs ständig bemannt bzw. befraut werden.

Von Jürgen Heimann

So manche kleinere Ortsfeuerwehr könnte angesichts dieses Fuhrparks schon etwas neidisch werden. Da hat die Luftsportgruppe Breitscheid-Haiger viel Geld in die Hand genommen, um, was den Brand- und Katastrophenschutz anbelangt, den Vorgaben des Gesetzgebers entsprechen zu können. Es ist ja statistisch erwiseen: Flieger ist die sicherste Fortbewegungsart schlechthin. Aber, es kann trotzdem immer mal etwas passieren. Beim Start, bei der Landung oder zwischendurch. Und für solche Fälle will man gerüstet und vorbereitet sein, um im entscheidenden Moment und ohne Zeitverlust das Richtige zu tun. Ist man auf der „Hub“ auch.

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18. Juni 2022
von Juergen
Kommentare deaktiviert für Kinderspielplatz Hirzenhain: Da, wo
Tristesse und Trostlosigkeit zu Hause sind

Kinderspielplatz Hirzenhain: Da, wo
Tristesse und Trostlosigkeit zu Hause sind

Von Jürgen Heimann

Als in (Un-)Ehren vergreist und ergrauter Spät-Rentner mit Frustrationshintergrund kommt man zwangsläufig rum in seiner kleinen Welt. Jedenfalls dann, wenn im engeren familiären Dunstkreis erlebnishungrige Enkelkids im Vor-Kindergartenalter auf Unterhaltung und Action bestehen. Da sind  dann erst einmal Spielplätze, die ja eigens für diesen Zweck angelegt wurden, erste Wahl. Da kann man /frau die Kleinen ohne größeres eigenes Zutun über längere Zeit bespaßen. In der Regel. Doch nicht überall. Es gibt schon unrühmliche Ausnahmen.

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13. Juni 2022
von Juergen
Kommentare deaktiviert für Met 66 Joahrn…. Schnoawweldasse, en Oamer fierm Bette, Foahrte met’m VauDeKa en de lesste Daal foh dr Pubberdät

Met 66 Joahrn…. Schnoawweldasse, en Oamer fierm Bette, Foahrte met’m VauDeKa en de lesste Daal foh dr Pubberdät

Suu ihr leiwe Loi,

o der Stell‘, aach im Noame foh moier Fraa en moin Ellern, erschte moal a gruußes Dange fier dey ville Kradulatione foh och zou moim Geburdsdoag. Do ho aich maich echt gewittrich drüwwer gefreut. Es jo schieh, dess mer i moim  huie  Aaler, wu aich jo schuu vill rouhicher geworrn soi, noch nit suu ganz vergesse es. Aich deff ets aaach metfoarn, wenn dr  VauDeKa en Ausfluch mächt, en kräie en Fisterplatz direkt hennerm Schauffeur garandiert. En zou de Seniore-Doae foh dr Gmoa werrn aich aach iegeloare. Des owwer aach nur, weil aich do bei de Landfraae im Ballett metdanze.

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11. Juni 2022
von Juergen
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purzelte der seit 1959 gültige Hang-Rekord

„Becki’s“ großer Coup: Nach über 16 Stunden
purzelte der seit 1959 gültige Hang-Rekord

Der Eindruck täuscht: So tief, dass die Grashalme ins Cockpit ragten, war Markus Beckmann während seines Rekordflugs nie. Foto: Burkhard Werner

Von Jürgen Heimann

Hauptberuflich jagt der Polizeioberkommissar zwielichtigen Gestalten hinterher oder klopft Verkehrssündern auf die Finger. Doch in seiner Freizeit macht der 51-jährige  Jagd auf Rekorde. Markus Beckmann, genannt „Becki“, hat endlich geschafft, was andere  vor ihm und er selbst auch immer wieder vergeblich versucht haben: die im Mai anno 1959 von dem unvergessenen Hirzenhainer Top-Piloten Reinhard Göst erkämpfte Bestleistung im Dauersegelflug am Eiershäuser Hang zu knacken. Damals, als der Acro-Pionier im Cockpit eines doppelsitzigen Kranichs nach den Sternen griff, um 15 Stunden und 40 Minuten in der Luft zu bleiben, war Beckmann selbst noch gar nicht auf der Welt gewesen.

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8. Januar 2021
von Juergen
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machte Werbung für Sex-Dating

Erregende Perspektiven: Eschenburg
machte Werbung für Sex-Dating


Nichts ist so wie es scheint: Gut getarnt und diskret warb die Gemeinde Eschenburg Monate lang auf ihrem Webportal für einen Sex-Dating-Service. Wer auf den Button „750 Jahre Hirzenhain“ klickte, landete bei einem Anbieter, der heiße Kontakte mit Damen aus unmittelbarer Nähe versprach.

Von Jürgen Heimann

Poppen bis der Arzt kommt! Monatelang hat die Gemeinde Eschenburg auf ihrer Webseite für einen Sex-Dating-Service geworben. Diskret und, das wollen wir mal unterstellen, (möglicherweise) unbeabsichtigt. Der Slogan „Echte Perspektiven“ sollte so in völlig neue Dimension vorstoßen.  Plötzlich erschlossen sich uns hier im mittelhessischen Outback am Rande des Rothaarsteigs nicht nur echte, sondern auch auf- und er-regende Perspektiven. Also wenn das so ist…

Auf der Eingangsseite der gemeindlichen Web-Präsenz schwärmt unser pfiffiger und stets auf Innovation bedachter Rathaus-Chef dauerhaft von den Schönheiten Eschenburgs. Er meint vermutlich vor allem die landschaftlichen Schokoladenseiten der Region. Die Reize ihrer Bewohner, samt und sonders die der weiblichen, finden bzw. fanden versteckt erst weiter unten auf der Seite die ihnen zustehende lobende Erwähnung. Diskret getarnt zwar, aber immerhin.

Nichts ist so, wie es scheint

Neben Verweisen zur „KITA Ampel Eschenburg“, „Lahn-Dill-Breitband“ oder dem „Ferienpass“ stieß der Nutzer dort auch auf einen Link zur 750-Jahr-Feier in Hirzenhain. 2019 hatte das aufmüpfige Bergvolk ja in großem Rahmen den Geburtstag des von Segelflugzeugen umschwirrten Hügel-Kaffs gefeiert. Möglicherweise sollte dem Seitenbesucher hier noch mal die Möglichkeit geboten werden, in bierseligen Erinnerungen an eine ausgelassene Festwoche zu schwelgen.

Wer das erwartete, wurde enttäuscht, oder, je nach Standpunkt, auch nicht. Aber es hätte ja durchaus auch schlimmer kommen können. Statt der befürchteten weihrauchgeschwängerten Finalbilanz der Organisatoren, wie spitzenmäßig toll das doch alles gewesen sei, eine dicke (angenehme) Überraschung! Glücklicherweise jetzt nicht in Gestalt unseres bräsigen Ortsvorstehers. Was da auf-poppte war eine verführerisch lächelnde, lasziv dreinblickende Blondine in Horizontalstellung. Ob man(n) eventuell an zwanglosen erotischen Abenteuern mit netten Damen aus der unmittelbaren Umgebung interessiert sei? Aber Hallo!!!

Da war er doch, der oft bemühte Bürgerservice. Die sind ganz dicht dran am Mann!!

ACHTUNG! DURCHSAGE! Wer jetzt Hals über Kopf  www.eschenburg.de ansurft, wird enttäuscht werden. Am Donnerstag dieser Woche hatten die’s im Rathaus geschnallt und den Verweis (aus mir völlig unerklärlichen Gründen) gelöscht!!! 🙂

Welt- und weitläufig

Zurück zum Prozedere, dem sich der aufgeschlossene, welt- und weitläufige Eschenburger natürlich nicht verschließen und verweigern wollte. Wobei „läufig“ durchaus mehrdeutig zu verstehen ist. Da ja Gemeindevorstand- und Verwaltung offensichtlich hinter dem Angebot standen, konnte an dessen aktiver Teilhabe ja auch nichts Verwerfliches sein. Da wollte man sich doch nicht ausschließen. Unser Gemeinwesen lebt ja schließlich von der Interaktion und der aktiven Teilhabe aller am gesellschaftlichen (Geschlechts-)Leben. Oder etwa nicht? Ganz offenbar handelte es sich bei dem Verweis um einen sogenannten Affiliate-Link. Heißt: Pro Klick würde die Gemeinde eine Provision vom Anbieter bekommen. Und da Eschenburg ja ziemlich klamm ist, wollte ich mein Scherflein zur Konsolidierung der Gemeindefinanzen beitragen und war deshalb täglich mehrmals auf der Seite. Ich hoffe, die im Rathaus wissen dieses selbstlose Engagement zu würdigen.  

Karl, moi Troppe! Schönheit kommt von innen, oder wie das heißt. Auf dem von der Gemeinde empfohlenen Dating-Portal tummeln sich nette Damen von nebenan. Gut, ein paar ästhetische Sollbruchstellen waren auch darunter.

Nummern tauschen und schieben

Gut, man(n) musste sich nach dem Klick und der anschließenden Weiterleitung beim berühmten ersten Mal einigen kritischen, inquisitorischen und teils unangenehmen Fragen stellen. Dergestalt, ob man notfalls auch bereit wäre, mit anderen Frauen die Nummer zu tauschen (oder eine solche zu schieben), ob man tatsächlich richtig versaute Ladies kennen lernen wolle und darüber hinaus versprechen könne, die von diesen übermittelten intimen Fotos nicht weiter zu verbreiten. Die meisten der gelisteten Damen seien nämlich alleinstehende Mütter aus der Nachbarschaft oder halt verheiratete Frauen mit noch etwas Luft im Terminkalender. Man(n)/ich müsste schon verbindlich versprechen, deren Identität nicht preiszugeben. Wir reden jetzt nicht vom Terminkalender). Aber das ist doch Ehrensache!!!

Und das ist wie bei einem Software-Lizenzvertrag oder der fruchtlosen und keineswegs immer ergebnis- und zielorientierten Diskussion mit der eigenen Ehefrau: Man stimmt am Ende allem genervt zu.

Gut aussehender Frauenversteher

Den etwas zähen Anmeldeprozess auf dem von meiner Gemeinde favorisierten Service-Portal habe ich als ausgewiesener Eschenburger/Hirzenhainer Lokal-Patriot tapfer durchlaufen  – allen Widrigkeiten zum Trotz. Zugegeben, ich habe, was meine Person anbelangt, etwas geschummelt. Aber nur ein ganz kleines bisschen: 31 Jahre alt, gut aussehend, 79 Kilo schwer/leicht, leistungssportlich ambitioniert, durchtrainiert, schwarzhaarig, gertenschlank, Nichtraucher, Anti-Alkoholiker, Erbe eines prosperierenden, börsenorientierten IT-Start-Ups (wir programmieren Apps, die dem User auf einer interaktiven Landkarte zeigen, in welchen Spelunken in seiner Umgebung das Bier am billigsten und größten ist und wo sie noch einen Deckel hinterlassen können). Weiter in der Selbstbeschreibung: smart, tolerant, charmant, liebenswert, belesen, Frauenversteher. Doktortitel in BWL und Gastdozent an der Hochschule für abstrakte Tierpsychologie und Astrophysik in Castrop-Rauxel. Wohnhaft in der Stadt Simmersbach. Aktueller Beruf: Primary Agent of NextGeneration Recruiting.

Mit offenen Armen und offenen Blusen

Als Email-Adresse hatte ich die meines Nachbarn hinterlegt. Und noch eine weitere, real existierende, jedoch anonymisierte Adresse von mir nachgeschoben. Dauerte keine zwei Minuten, da war die Bestätigung im Kasten. Die hießen mich mit offenen Armen und offenen Blusen willkommen. „Herzlichen Glückwunsch. Ihre Anmeldung wurde akzeptiert!“ Das nenn‘ ich mal eine warmherzige Begrüßung! Drei Minuten später schon die ersten Kontaktanfragen von unterschiedlichen Nutzerinnen des Portals. Eine davon aus Gladenbach, zwei weitere aus Niederdieten, eine aus Eiershausen. Die Absenderinnen hießen Cindy, Chantal, Larissa, Leonie und Princess of Desire. Letzteres war wohl ein Künstlername. Das ließ sich ja echt vielversprechend an!

Um Aufnahme in den erlauchten Kreis der User zu finden, musste man(n) sich einigen inquisitorischen und unangenehmen Fragen stellen. War diese Hürde genommen, stand dem ungezügelten Spaß (fast) nichts mehr im Wege. Let the Sunshine in!

Dummerweise hätte ich die Botschaften der Grazien erst dann vollständig lesen können, wenn ich Premium-Mitglied geworden wäre. Im ersten Monat hätte das 39,90 Euronen gekostet, wenn man drei Monate bucht zehn Euro weniger pro Monat, also 89,70 Euro-Dollars. Habe da hin und her kalkuliert, doch das sprengte das Budget, das für diese Haushaltsposition eingeplant war. Obwohl es da sogar eine Geld-zurück-Garantie gibt, sollte es mit dem vereinbarten und freudig erwarteten Beischlaf doch nicht klappen.

Ich muss den Götz mal fragen, ob man den Beitrag für’s Premium-Abo eventuell mit der Grundsteuer oder der Friedhofsgebühr verrechnen könne. Schließlich würde die Offerte ja von der Gemeinde propagiert und gesponsert.

Larissa und die weißen Tonnen

Also, an dieser süßen Larissa aus Rittershausen (oder war’s Breitscheid – nomen est omen) könnte ich schon Spaß und Gefallen finden. Die hat so ein charmantes, spitzbübisches Lächeln, soweit man das durch die Verpixelung des Fotos erkennen kann. Vielleicht interpretiere ich das, befeuert  von meiner mit mir durchgehenden Fantasie, auch nur hinein und es ist etwas ganz anderes. Könnte sich theoretisch auch um eine vom Vollmond beschienene weiße Tonne handeln, wie sie demnächst zwecks Entsorgung überschüssiger Schneemassen an alle Haushalte in Hirzenhain verteilt werden sollen.

Meine ganzen Hoffnungen ruhen jetzt auf unserem Bürgermeister. Wenn der mir einen Rabatt auf die Grundsteuer und/oder die Kanalgebühr einräumt, kann ich Premium-User werden und das Bild von Larissa unzensiert sehen und dann mit ihr (und all den anderen hochmotivierten Sprießchen) chatten (und nicht nur das). Freue mich drauf und bin‘ s gespannt.

 Ach so, die Internetseite, mit der die Gemeinde Eschenburg so eng kooperiert hat, heißt  „Clickfi…24.com“. Was wohl die Zahl 24 zu bedeuten hat? I don’t know!

PS: Wer heute in seinen Browser www.hirzenhain.net eingibt, wo wird er wohl landen? Überraschung!

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28. Dezember 2020
von Juergen
Kommentare deaktiviert für „WhatsDepp“: Naue Äbb warnt oan fier
Idiote en Quoatschekern-Schnetzern

„WhatsDepp“: Naue Äbb warnt oan fier
Idiote en Quoatschekern-Schnetzern

Dey naue Äbb konn mer sich schu bei Guugel-Pläi en Äbbel runnerloare. Isr aach imsusst.  Aich  ho „WhatsDepp“ schuu getestet. Des Daal es besser als dem Spahn-Jense soi Carola-Warn-Daal.

Dey naue Äbb konn mer sich schu bei Guugel-Pläi en Äbbel rinnerloare. Is aach imsusst.  Aich  ho „WhatsDepp“ schuu getestet. Des Daal es besser als dem Spahn-Jense soi Carola-Warn-Daal.

Geschriwwe fohm Heimanns Jürchen

Fäätzebuck hot ets den Kquellkot foh soier naue Softwär offegelaat. Dey es speziell fier Hirzehoa enwickelt worrn en dout, wey dey ie imfangreiche Berta-Tests bewisse ho, aach vill zouverlässicher funktioneiern wey dem Spahne-Jens soi Carola-Äbb. „WhatsDepp“ haast des Tuuhl, su ähnlich wey „WhatsÄpp“. Des Programm, des mer sich schu imsusst iem Guugel-Pläi-Schdoor en bei Äbbel runnerloare en aach runnerhonn konn, dout Daich schu 250 Mäe-er, befier Dir wirre su en Fullfoste üwwern Wääg lääft, warne. Foh der Sorte gets jo bei uis vill z‘ vill.

Kimmt Dir alsu su e geistiche Energie-Schbar-Lambe owwer su en innerbelichtete Aluhout-Sombrero-Trääer entgoa, douts bei Dir im Sack, alsu i der Dosch, schenn. Do waast Dau sufort, ets muss Dau Daich versteckeln owwer no links (besser als no räächts) oabbie- e. „WhatsDepp“ scheckt Daich do off Imwä-e oas Ziel. Owwer aich warrn och. Aich ho des Programm getestet – uff’m Wääg zou Bäckersch. Fier dey kurze Strecke ho aich z‘ Fouß zwaaenhalb Stunn gebraucht. Des Daal i moim Sack huurte met der Huperei goarnaut mie uff. Woas beweist, dess dey i dem kloane Dungk ver(b)lödete Sännsorn recht stabiel aarrwe dou.

Bei dr Herstellung, saat derMarkus Zouckkerhöbbel, alsu der Bermoaster foh Fäätzebuck, härre se aach koa su imstirrene Sache wy sellene Äern owwer anner gefierliches Werks v‘rbaut, sunnern sich aus ökumenische en slowenische Erwäächunge, owwer wey des ets haast, d‘zou entschlossen, nur uff „lokale“ Materialie zericke z‘ greife. Wu mir doch koa oaziches Lokal mie hey bei uis hoa. (Dey Loi seffe all schwoarz en iem Innergrund). Sey härre, saat der Zouckerhöbbel, inner annerm pulverisierten Diabas aus’m Hirzehoaner Stoabruch en eloxierte Quoatschekerne aus’m Goarde foh Gräbs Kerstin verbaut. Des hiert sich doch schu moal goud oh!

Ach suu, mer kann den Warnton foh der Äbb indivirtuell, spirrituell en konfessionell auswähn. Aich ho maich fir de Melodie foh „Uff der Heidi gluin de lesste Hosse“ enschiere“. Let’s twisdd egän!

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