Rotorman's Blog

23. April 2018
von Juergen
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Deutschlandweit werden jedes Jahr
20 Millionen männliche Ferkel kastriert

Ferkel

Bis zum 7. Tag ihres Lebens dürfen männliche Ferkel hierzulande ohne Betäubung kastriert werden – noch. 20 Millionen Tiere werden so Jahr für Jahr „verbrauchergerecht“ verstümmelt. Foto: Pixabay

Von Jürgen Heimann

Hand in die Hose: Wer bitteschön würde sich schon gerne das Gemächt absäbeln lassen? Und das auch noch ohne Betäubung? Für deutschlandweit 20 Millionen vierbeinige männliche Ferkel gehört das in den ersten Tagen ihres Erdendaseins quasi zum Pflichtprogramm. Schnipp-Schnapp, und die Junior-Eber quieken mit Falsett-Stimme in Eunuchen-Tonlage. Das geht ratz-fatz. Der Bauer  bzw. Mäster schneidet die Haut über den Hoden ein, drückt selbige heraus und durchtrennt den Samenleiter. Weil das Fleisch der Tiere dann nicht mehr so müffelt, so es später einmal in der Pfanne schmort.   Weiterlesen →

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12. März 2018
von Juergen
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Süßkram und Flummis aus dem Automat
Unkaputtbare Anachronismen des Konsums

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Die Dinger gehören seit 60 Jahren zum Straßenbild. Das ist, auch wenn sie ihre beste Zeit längst hinter sich haben, bis heute so geblieben. Foto: Pixabay

Von Jürgen Heimann

Sie haben ihre besten Tage längst hinter sich. Trotzdem hängen noch zwischen 500.000 und 800.000 Exemplare in Deutschland herum und ab. Verwahrlost aussehende und das kleine Glück verheißende Anachronismen des Konsums. Kaugummiautomaten im Outdoor-Einsatz. Einstige Ikonen des Wirtschaftswunders, die, wie es die Frankfurter Rundschau einmal ausgedrückt hat, “als kuriose Zeugen vergangener Glücksmomente die Optik der alten Bundesrepublik konservieren”. Davon gibt es heute immer noch zehnmal mehr als Bankautomaten. Rein rechnerisch kommen auf jede Schule 15 Exemplare. Neben mit Touchscreen ausgestatteten und über Paypal abrechnenden Warenspendern oder Kaffee-Robots, die das Lieblingsgetränk nach elektronischer Gesichtserkennung ausspucken, wirken diese mechanischen Ewiggestrigen zwar wie aus der Zeit gefallen, haben selbige aber mehr oder weniger unbeschadet und in Aussehen und Design unverändert überdauert.  Weiterlesen →

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5. März 2018
von Juergen
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Event-Hangar: Stilvoll feiern zwischen
Rotorblättern und Feinschmecker-Lounge

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Aus der Luft an die festlich gedeckte Tafel. Aber in der neuen Veranstaltungsstätte auf dem Siegerland-Airport locken nicht nur kulinarische Genüsse. Hier ist auch Platz für größere Veranstaltungen privater oder öffentlicher Art. Foto: Kayfly

Der Siegerlandflughafen als Südwestfalens Tor zur Welt empfiehlt sich nicht nur als beliebtes Luftverkehrskreuz. Die “Lipper Höhe” hat mehr zu bieten als heulende Turbotriebwerke, wummernde Sternmotoren und kreiselnde Rotoren. Der Airport inszeniert sich zunehmend auch als Veranstaltungsstätte jenseits luftiger Aktivitäten. Weiterlesen →

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30. Januar 2018
von Juergen
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Auf Propaganda-Tour durch Schulen und
Kindergärten: Jägerlatein als Unterrichtsfach

Mobil

„Bildungsinitiative“: Etwa 200 rollende Waldschulen haben die deutschen Jäger bundesweit im Einsatz bestückt mit „pädagogisch besonders geschultem Personal“. Dem obliegt es, schon die Kleinsten mit dem Wesen der Jagd vertraut zu machen – freilich auf Umwegen. Vordergründig geht es um Natur- und Tierschutz. Deshalb sind, anders als auf diesem Bild, die Motive im alltäglichen Missionseinsatz auch weniger realitätsnah.

Von Jürgen Heimann

Als die Tierrechtsorganisation PETA im Herbst vergangenen Jahres als Unterrichtsmaterial konzipierte Flyer an Schulen in Schleswig-Holstein verschickt hatte, in denen es um die Themen Tierrechte, Schöpfungsverantwortung,  Umweltbildung und vegane Ernährung ging, war der Aufschrei der Empörung groß. Von einseitiger Indoktrination und ideologischer Beeinflussung war die Rede. Kultusministerium und Schulaufsichtsbehörden stellten sich quer, signalisierten Ablehnung oder äußerten zumindest stärkste Bedenken. Da mochte es anschließend kein Pauker wagen, sich noch entsprechend aus dem Fenster zu lehnen und die aufgeworfenen Fragen zu behandeln. Jäger (und Angler) hingegen dürfen seit Jahren unbehelligt und mit ausdrücklichem Segen von oben in unseren Bildungseinrichtungen missionieren und bereits die Kleinsten auf ihr blutiges Freizeitvergnügen einschwören. Daran nimmt kaum jemand Anstoß.   Weiterlesen →

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29. Januar 2018
von Juergen
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Deutschlands Superstar: Von Diddää Bohlen,
Einzellern und dem Schwarzen Schnurfüßer

Grasfrosch

Guggst Du! Der Grasfrosch ist der „Lurch der Jahres 2018“. Die Kerlchen, auch „Tau- oder Märzfrosch“ genannt, werden bis zu 11 Zentimeter lang Zigtausende von hnen kommen jährlich auf der Wanderung zu ihren Laichgewässern unter die Räder. Foto: Pixabay

Von Jürgen Heimann

Hat diesmal etwas gedauert, weil einige der Juroren nicht zu Potte kamen oder sich nicht entscheiden konnten. War wohl ‘ne schwierige Geburt. Aber inzwischen steht die Hitliste. Jene mit Tieren, Pflanzen, Bäumen, Blumen und Lebensräumen, die besonders interessant, schützenswert oder für das biologische Gleichgewicht wichtig sind. Nominiert werden die Kandidaten jährlich von zahlreichen Verbänden, Organisationen und Forschungsgruppen, die sich im weitesten Sinne mit Natur-, Landschafts- und Artenschutz befassen. Das führt dann zur Kür der Mikrobe, der Alge oder der Heilpflanze des Jahres. Oder der einer besonderen Gemüse- bzw. Apfelsorte, eines Insektes oder eines außergewöhnlichen Falters…. Weiterlesen →

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26. Januar 2018
von Juergen
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Mindesthaltbarkeitsdatum: Woher weiß der
Joghurt, wann er ungenießbar zu werden hat?

Haltbarkeit

In der Regel legen die Hersteller das Mindesthaltbarkeitsdatum auf ihren Produkten selbst fest. Darüber hinaus ist meist noch sehr viel Luft nach oben, bevor die Ware wirklich schlecht bzw. ungenießbar wird.

Von Jürgen Heimann

Mit dem auf den Lebensmittelverpackungen aufgedruckten Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) ist das auch so eine Sache. Woher weiß der Joghurt, wann er schlecht zu werden hat? Oder die Milch? Meistens halten sich beide sowieso nicht daran. Aber egal: Ist die Deadline überschritten, wird das Zeugs vorsichtshalber in den Eimer gekloppt  – auch wenn es in Wahrheit seine besten Tage noch längst nicht hinter sich hat. Auf diese Weise landen jährlich europaweit 89 Millionen Tonnen an unverdorbenen und noch genießbaren Lebensmitteln auf der Müllkippe. Wozu die verschwenderischen deutschen Verbraucher elf Millionen Tonnen beisteuern. Jeder Bundesbürger kippt auf diese Weise pro Jahr zwei prall gefüllte Einkaufswagen mit einem Warenwert von 235 Euro in den Müll. Wir ham’s ja. Weltweit schätzt die Ernährungsorganisation FAO den so zustande kommenden Abfallberg auf 1,3 Milliarden Tonnen per anno.   Weiterlesen →

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23. Januar 2018
von Juergen
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Da ist der Wurm drin! Von schleimigen
Kriechern und gefräßigen Kraftmeiern

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Lichtscheue Schleimer. Würmer sind blind und gefräßig. In Deutschland gibt es 46 verschiedene Arten. 65 Prozent davon gelten inzwischen als „selten“ bis „extrem selten“. Foto: Pixabay

Von Jürgen Heimann

Es gab mal eine (nicht besonders geistreiche) Horrorkomödie, “Tremors”. Die spielte im Land der Raketenwürmer. Das lag in Nevada. Die Namensgeber inszenierten sich als ganz fiese, blutgierige Kreaturen und hinterließen eine Spur der Verwüstung. Das taten sie dann nach dem 1990 auf die Leinwand gekommenen Erstling in vier weiteren cineastischen Aufgüssen. Unglaublich schnell waren die Viecher. Rasten mit einem Affenzahn unterhalb der Grasnarbe durchs Erdreich, um die darüber hausenden Zweibeiner zu dezimieren. Mit ihren real existierenden Vettern, den Regenwürmern, hatten diese Bestien bis auf ihre Gefräßigkeit wenig gemein. Ganz davon abgesehen, dass erstere auch etwas kleiner sind, als Vegetarier gelten und gerade mal fünf Meter pro Stunde zurücklegen können. Und das auch nur mit zugeschaltetem Nachbrenner. Friedfertig sind die Schleimer obendrein – und nützlich. Trotzdem ist der Mensch dabei, ihnen den Garaus zu machen. Nicht unbedingt gezielt, eher durch Gedankenlosigkeit. Was aber in finaler Konsequenz aufs Gleiche hinaus läuft.   Weiterlesen →

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18. Januar 2018
von Juergen
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Wo Wingsuiter zur Schule gehen: Die “Birdmen”
trainieren auf dem Westerwald den Vogelflug

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Kein Extraterrestrier: Bei “High Altitude”-Sprüngen sind die Skydiver während Aufstieg und Fall auf eine künstliche Sauerstoffversorgung angewiesen. Da wird die Luft dünn. Sein spezieller Flügelanzug trug den Breitscheider Ralph Grimm nach dem Exit in 9.000 Metern Höhe 16 Kilometer weit und ermöglichte eine Freifallzeit von sieben Minuten. Foto: Skydive Westerwald

Von Jürgen Heimann

Sie schlagen jetzt nicht mit den Flügeln wie ihre meist etwas kleineren Kollegen von der ornithologischen Fakultät, von denen die “Birdmen” ihren Spitznamen ableiten. Ein Federkleid haben sie auch nicht und können in der Regel auch nicht so gut singen. Aber im Großen und Ganzen ähnelt der (Gleit-)Flug dieser exotischen Himmelserscheinungen schon dem eines Vogels. Gebräuchlich ist auch die Bezeichnung “Kittelflieger”, was nicht despektierlich gemeint ist. Bei der Wahl der Garderobe, die es weder bei C&A noch bei H&M von der Stange gibt, verzichten diese Damen und Herren beim Design zu Gunsten von Funktionalität und Aerodynamik auf jedweden modischen Firlefanz. Was ihnen mitunter das Aussehen von Fledermäusen verleiht. Die können ja auch nicht trällern und wirken am Boden etwas unbeholfen. Gehen aber, einmal in der Luft, ab wie die Raketen. Reden wir also mal über das außergewöhnliche Völkchen der “Wingsuiter”.   Weiterlesen →

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16. Januar 2018
von Juergen
8 Kommentare

Sinnlose Massaker: Jäger blasen wieder
republikweit zum Großangriff auf Füchse

Terror

Das bundesweit agierende „Aktionsbündnis Fuchs“ setzt sich für ein generelles Jagdverbot auf Wildhunde ein – und hat gute Argumente dafür. Dass ein solches möglich ist, zeigt das Beispiel Luxemburg. Dort sind Zivilisation und Natur auch nicht untergegangen, seitdem die Reinekes unter Schutz stehen.

Von Jürgen Heimann

Lassen wir Google mal nach dem Stichwort “Fuchswochen” suchen.  Das Resultat: 7.720 Treffer in 0,25 Sekunden. Das ist wenig im Vergleich zum Suchbegriff “GroKo”: 3.350.000 Anzeigen. Das Interesse am krampfhaften Bemühen der großen Verliererparteien um eine Fortsetzung ihres visionären Regierungsbündnisses ist doch ein klein wenig größer. Da interessiert das, was (alle Jahre wieder) den Reinekes in diesen Tagen widerfährt, kaum einen. Und doch sagt das mehr über den Zustand gewisser Teile unserer Gesellschaft aus als der unsägliche Politpoker um Macht, Einfluss und Pfründe in Berlin. Den Wildhunden im Rahmen konzertierter Aktionen auf den Pelz zu rücken und das Lebenslicht auszublasen, hat in unserem Land Tradition und gehört zur jagdlichen Folklore dazu wie das Hornblasen und der Schnaps davor, zwischendurch und danach. Der grenzwertige “Spaß” ist zu einer beliebten, blutigen Freizeitgaudi ausgeartet. Wer die meisten Buschschwänzigen umnietet, ist Schützenkönig. Nur mit dem kleinen Unterschied, dass hier keine hölzernen Adler, sondern lebende Wesen ins Visier genommen werden – und fallen.   Weiterlesen →

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12. Januar 2018
von Juergen
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Die steilen Zähne müssen nachsitzen
Vampire tanzen bis Ende September in Köln

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Noch haben von Krolock und Co. In Köln gar nicht zugebissen, da sind schon alle Karten für den transsilvanischen Volkstanz im Musical Dome verkauft. Doch es gibt neue Blutspende-Termine. Die Laufzeit von „Tanz der Vampire“ wurde vorsorglich bis Ende September verlängert. Den Fürst der Finsternis gibt am Rheinufer David Arnsperger. Foto: Patrick Fouad

Von Jürgen Heimann

Die steilen Zähne haben noch gar noch gar nicht mit ihrem Tanz begonnen – und schon müssen sie nachsitzen.  Die Ticket-Nachfrage nach dem Tournee-Gastspiel der Vampire im Kölner Musical Dome ist derart immens, dass sich die Produzenten zu einer dreimonatigen Nachspielzeit entschlossen haben. Ursprünglich hatten Graf von Krolock und die Seinen am hiesigen Rheinufer von Mitte Februar bis Ende Juni ihren Blutdurst stillen sollen. Jetzt dürfen sie es  bis zum 29. September tun. Dann ist aber definitiv  Schicht im transsilvanischen Schacht. Der Musentempel mit dem blauen Dach wird in Folge ab 2. Oktober die Rhythmus-Performance Show „Stomp“ und danach vom 10. Oktober bis 18. November das Abba-Musical „Mamma Mia“ beherbergen. Deshalb ist eine nochmalige und über diesen Termin hinaus gehende TdV-Verlängerung nicht möglich. Weiterlesen →

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