Rotorman's Blog

1. Dezember 2016
von Juergen
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Tierrechtler zeigen Treibjäger an – oder
wie aus Tätern plötzlich Opfer werden

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Eine „rekordverdächtige“ Drückjagd in Meck-Pomm, eine unter vielen, sorgt derzeit für Schlagzeilen. Tierrechtler haben die Schützen angezeigt. Letztere, wie auch die Lokalpresse, verstehen die Welt nicht mehr. Der „Nordkurier“ als medialer Platzhirsch ergreift Partei. Fotos: Screenshot

Es ist nicht das erste Mal, dass die streitbare und international agierende Tierrechtsorganisation PETA Strafanzeige gegen Jäger stellt. Das gehört zum klassischen Repertoire dieser mit weltweit über drei Millionen Unterstützern größten Vereinigung ihrer Art. 65.000 Förderer stehen in Deutschland auf der Liste. Das Kürzel “PETA” bedeutet “People for the Ethical Treatment of Animals”, was ins Deutsche übersetzt so viel heißt wie „Menschen für den ethischen Umgang mit Tieren“. Auch wenn diese juristischen Aktionen in den seltensten Fällen Konsequenzen zeitigen, worauf es den Initiatoren ankommt, ist, bestimmte Praktiken, Handlungsweisen und Traditionen der Waidmann- und frauschaft, die diese gerne als von Naturliebe diktiert kaschieren, kritisch zu hinterfragen und die öffentlicher Diskussion darüber zu beflügeln. Steter Tropfen….   Weiterlesen →

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30. November 2016
von Juergen
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Illu-mativer Wettbewerb: Weihnachtliche
Leuchtpower als private Lichtfestspiele

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Private Lichtfestspiele: Die Deutschen Privathaushalte verbrauchen jährlich etwa 750 Millionen Kilowattstunden Strom für ihre Weihnachtsbeleuchtung. Foto: Kurt Bouda/Pixelio.de

Gegen diese Leuchtpower war der Stern von Bethlehem eine trübe Funzel. Es blinkt und blitzt, scheint und gleißt, flimmert, funkelt, glänzt, glimmert, strahlt und glüht. Und das an allen Ecken und Enden. Untrügliche und nicht zu übersehende Anzeichen dafür, dass, alle Jahre wieder, Weihnachten vor der Tür steht. Für die Deutschen, und nicht nur die, Anlass genug, alle dem Stromsparen geschuldeten Appelle und Überzeugungen in den Dezemberwind zu schießen. Da sind sie nicht knauserig und lassen sich den illu-mativen Spaß eine Menge kosten. Mehr als 250 Millionen EURO sollen die um weihnachtliche Heimeligkeit bemühten Germanskis dafür zusätzlich auf die Tische der E-Versorger blättern. Dagegen nehmen sich die Munitionskosten für die “Kölner Lichter”, Deutschlands größtes Höhenfeuerwerk, oder den “Rhein in Flammen” wie Peanuts aus.   Weiterlesen →

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27. November 2016
von Juergen
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Uff! Weihnachtsfeier mit den Kollegen
Keiner hat Lust, aber (fast) alle machen mit

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Bringen wir es hinter uns! Keiner hat Lust, aber (fast) alle gehen hin. Emotionale Gemengelage zwischen Depression, Missmut, Verbitterung und aufgesetzter Fröhlichkeit. Foto: S. Hofschlaeger/Pixelio.de

Es ist wieder so weit. Alle Jahre wieder. Die innerbetriebliche Abteilungs-Weihnachtsfeier steht an. Letztes Jahr hatte ich an diesem Termin bedauerlicherweise meine Urgroßtante schwägerlicherseits zu Grabe tragen müssen. Davor war der Erbonkel plötzlich und unerwartet verstorben. Und vor drei Jahren hatte, wie es der Zufall wollte, mein lieber Nachbar das Besteck abgegeben. Der triftigen Gründe, die leidige Pflichtveranstaltung zu schwänzen, also genug. Aber diese auffällige Häufung von Todesfällen ausgerechnet immer dann, wenn der Chefe einen auf Kumpel machen und mit den Seinen einen trinken will, ist auf Dauer verdächtig. Damit kommt man nicht unbegrenzt durch.   Weiterlesen →

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24. November 2016
von Juergen
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Angezapft! Mugelchen und Moppelchen
zum Anheizen, Salben und Dekorieren

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Wie bei (vielen) Frauen: Das richtige Make-up ist die halbe Miete. Die „Kegel“ von Koniferen eignen sich hervorragend für Dekorationszwecke. Schon ein paar Farbtupfer genügen du sie machen was her. Foto: Kathrin Geise/Pixelio.de

Die ei- bis  zylinderförmigen Dinger, Gratis-Dreingaben der Natur, sind bei Bastlern und Deko-Freunden beliebt, vor allem aber bei notorischen, um heimelige Wärme in ihren eigenen vier Wänden besorgten Sparfüchsen. In der Erwartung bzw. der Befürchtung, dass der nächste Winter bestimmt kommt und möglicherweise (wieder) hart und lang wird, haben sie sich rechtzeitig mit entsprechenden Vorräten eingedeckt – mit Tannenzapfen,  bei denen es sich aber zumeist um Fichtenzapfen handelt. Siehe unten. Inzwischen gut durchgetrocknet, brennen sie wie Zunder. Und da liegt auch mitunter das Problem.   Weiterlesen →

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22. November 2016
von Juergen
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Wenn der rote Fusel wieder glüht: Was
hat der Wein verbrochen, um so zu enden?

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Kein Weihnachtsmarkt, der etwas auf sich hält, kommt ohne ihn aus. Und die Regale der Supermärkte sind inzwischen wieder voll davon. Glühwein ist nichts anderes als gewürzter Fusel. Aber die Beliebtheit der Plörre ist ungebrochen. Foto: Pixabay

Es geht wieder los. Die Tönung unserer Nasen korreliert mit der Farbe der würzig- süffigen Plörre, die in unzähligen Verkaufsbuden an allen Ecken und Enden in Kesseln und Töpfen dampft oder wahlweise auch aus Durchlauferhitzern strömt. Weihnachtsmärkte dienen nur als Kulisse, sind Mittel zum Zweck und liefern Anlass und Legitimation, um mit dem duftig-wärmenden Gesöff um die Wette zu glühen. Vordergründig natürlich nur, um sich aufzuwärmen. Auch wenn der Schnee und die richtigen (Minus-)Temperaturen noch auf sich warten lassen: Es ist Glühweinzeit. Prost!   Weiterlesen →

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15. November 2016
von Juergen
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Zwischen dem „Ehrentag des Hackbratens“
und dem „World Kiffer Day“ die Salami feiern

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Code „420“. Jeweils am 20. April feiern Dope-Jünger in vielen Ländern der Erde den „Welt-Kiffertag“ („International Pot Smoking Day”). Vancouver, Seattle und San Franzisco, die Hauptstädte der Bewegung, verschwinden dann unter einer riesigen Graswolke. Die High-Street ist dann für den Durchgangsverkehr komplett gesperrt.

Nein, ein normales Kalenderjahr reicht ganz einfach nicht aus, um alle Gedenk-, Namens-, Patronats-, Aktions- und Feiertage unter zu bringen. Ob letztere nun weltlich oder kirchlich gestrickt sind, von Einzelinteressen diktiert werden oder dem Allgemeinwohl genügen. Da sind Doppelt-, Drei- und sogar Vierfachbelegungen unvermeidbar. Man verliert ,am zwischen dem „Ehrentag des Hackbratens“ und dem „World Whisky-Day“ schnell mal den Überblick. Und 2017 kommt ja noch ein weiterer Feiertag hinzu. Der Reformationstag ist dann bundesweiter ein solcher – wenn auch einmalig. Weil der Luther-Martin exakt 500 Jahre zuvor am Abend vor Allerheiligen seine Thesen an die Wittenberger Schlosskirche genagelt hatte. Heute hätte er eine Rundmail verschickt oder getwittert.  Weiterlesen →

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13. November 2016
von Juergen
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Miese Zukunftsprognosen für alte Greise
mit falschen Illusionen in der Sanddüne

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Düsenjet jetzt über einer Sanddüne. Der englische Begriff „Jet“ besagt bereits, dass der Airliner strahl-, also düsengetrieben ist. Und eine Düne besteht grundsätzlich aus Sand. Fotos: Pixabay

Aus aktuellem Anlass: Amerika hat gewählt. Und das Chaos ist vorprogrammiert. Das Zusammenaddieren der abgegebenen Stimmen sollte schlussendlich zeigen, dass sich die Welt falschen Illusionen hingegeben hatte, als sie irrtümlich glaubte, die andere Alternative zur weiblichen Kandidatin hätte keine Chance. Das Ergebnis der Wahl, ein lästiges Ärgernis, lässt für den augenblicklichen Moment und die spätere Zukunft Schlimmes befürchten und es wahrscheinlich (er-)scheinen, dass sich ähnliche Desaster in anderen Staaten noch einmal wiederholen. Die Zukunftsprognosen sind mies. In der Rückerinnerung auf die Präsidentschaftsjahre von Barakse Ubumba, der bei der vorzeitig abgeblasenen Wahlparty seiner demokratischen Parteifreundin nicht persönlich anwesend war, werden viele diese Jahre noch mal als volksdemokratische Sternstunden hochstilisieren.   Weiterlesen →

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10. November 2016
von Juergen
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In der Frühe aufstehen, in der Späte in die
Heia und einmal wöchlich in die Apothek

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Philosophische Grundsatzdebatte: Inhaltsschwere Dialoge zwischen „Youh“ und „Muss“.

Nicht jeder ist willens oder in der Lage, ernsthaft und auf hohem geistigen Niveau darüber zu sinnieren, ob es ein Shampoo gegen Nikoläuse gibt, wo Purzelbäume wachsen oder ob man auf Nebelbänken sitzen kann. Deshalb kreist die Zufallskommunikation, die sich in der Pause, an der Bushaltestelle oder an der Theke ergibt, auch meist um viel banalere Dinge. Wobei die Verzweiflung, einen Anknüpfpunkt zu finden, allgegenwärtig ist und als treibende Kraft am Anfang jedes bemühten Gedankenaustausches steht.   Weiterlesen →

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9. November 2016
von Juergen
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Ein Hauptgefreiter mit kleinen Nüssen
zwischen Hannibal Lecter und der CSU

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„Männlein“, die nicht allein im Wald stehen. Hagebutten sind lecker und gesund – für Mensch und Tier. Foto: Pixabay

Hoffmann von Fallersleben hat sie 1843 in seinem noch heute populären volkstümlichen Kinderlied besungen: “Ein Männlein steht im Walde”. Das Geheimnis, um welches einbeinige und so auffällig gekleidete “Männlein” es sich handelt, wird erst in der letzten Strophe gelüftet: Der Dichter, auf dessen Konto ja auch der Text des Deutschlandliedes geht, hatte damit der Hagebutte ein eingängiges Denkmal gesetzt. Die steht bzw. hängt zwar in der Regel nicht allein im Forst herum, sondern im Pulk zumeist an dessen Rand, in Feldgebüschen, in Gärten und Parks, aber so viel poetische Freiheit muss drin sein. In dem Film „Hannibal Rising” tauchte das Liedmotiv 164 Jahre später erneut auf, während die CSU keine Hemmungen hatte, es in leichter Modifikation für Wahlkampfzwecke zu missbrauchen. Bei den Christsozialen hatte besagtes Männlein kein purpurnes Gewand an, sondern war “ganz grün und dumm”, was man dem Original allerdings nicht nachsagen kann. Weiterlesen →

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7. November 2016
von Juergen
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Ein gaG? Hinter dem reliefpfeileR im
lagerregaL von ottO steht ein retsinakanisteR

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Gehüpft wie gesprungen: Vorwärts oder rückwärts gelesen, Lagerregal bleibt Lagerregal. Es zählt neben dem Reliefpfeiler, den angeblich der Philosoph Artur Schopenhauer entdeckt hat, zu den bekanntesten deutschsprachigen Palindromen.

 

Damit kein falscher Eindruck entsteht: Auch wenn es so ähnlich klingt, bei einem „Palindrom“ handelt es sich mitnichten um den privaten Rennparcours, über den Sarah Palin, die frühere Gouverneurin von Alaska, ihre Schlittenhunde scheucht. Wer schon einmal versucht hat, das Wort “Bierkasten” rückwärts zu formulieren, dürfte aussprachetechnisch schnell an seine Grenzen gestoßen sein. Es sei denn, er hätte den Inhalt des Schächtelchens zuvor selbst und im Alleingang  konsumiert. Bei “Retsinakanister” sieht das schon ganz anders aus. Unabhängig davon, dass der geharzte griechische Landwein deutlich mehr reinhaut als die Plörre aus den Braukesseln unserer Oettingers, Radebergers und Bitburger. Man kann es drehen und wenden wie man will, wahlweise von hinten nach vorne oder von vorne nach hinten buchstabieren, das Ergebnis ist immer das gleiche und ergibt dasselbe. Das ist beim angeblich von dem Philosophen Artur Schopenhauer “entdeckten” reliefpfeileR nicht anders, bei Hasseröder oder Krombacher aber schon…. Weiterlesen →

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