Rotorman's Blog

11. Oktober 2019
von Juergen
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Gänsehaut-Momente vor dem Dom: „Bonifatius“
als gigantisches Spektakel unter freiem Himmel

Spektakuläre Kulisse: Der Fuldaer Dom als dominantes Bühnenbild: Davor eine 18 Meter hohe und 50 Meter breite Bühne. Platz genug für 130 Chorsänger, 50 Symphoniker und das 30-köpfige Ensemble. Foto: Spotlight

Von Jürgen Heimann

Es waren, keine Frage, d i e  Musical-Momente des Jahres 2019. Packt man etwas Pathos auf die Schippe, wird schnell ein „Jahrhundertereignis“ daraus. Zumindest war es das in den Augen nicht weniger der euphorisierten Besucher, die sich unterm Strich auf insgesamt 35.000 summierten und denen es Ende August vergönnt war, die auf nur wenige Tage bemessene Aufführungsreihe von „Bonifatius“ unter freiem Himmel auf dem Fuldaer Domplatz zu erleben. Eine gigantische, von Kaiserwetter begleitete Inszenierung, mit der die hiesige spotlight musical GmbH bis dato gültige Maßstäbe verschoben und zugleich neue gesetzt hat. Produzent Peter Scholz hatte schon lange im Vorfeld von „Deutschlands größtem Musical-Event“ gesprochen – und damit den Mund mitnichten zu voll genommen. Weiterlesen →

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17. September 2019
von Juergen
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Zusätzlich auch am Sonntag geöffnet
Ausstellung ist ein Publikumsmagnet

Im alten Kindergarten ist ein Schulsaal von anno dazumal nachgebaut. Am Montag war hier der Lixfelder Kalligraph Hans Wilhelm Simon zu Gast. Der und Steinmetzmeister i.R. gewährte Einblicke in die hohe Kunst des Schönschreibens.

Die historische Erlebnisausstellung im Evangelischen Gemeindehaus in Hirzenhain sich als Publikumsmagnet erwiesen. Mehrere hundert Menschen haben die sehenswerte, sich auf drei Etagen erstreckende Präsentation bisher bestaunt. Streckenweise standen sich die Gäste gegenseitig auf den Füßen. Da gab es kein Durchkommen mehr. Weiterlesen →

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9. September 2019
von Juergen
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„Des guck‘ aich mir o!“: Erlebnis-Ausstellung
zur 750-jährigen Ortsgeschichte Hirzenhains

„Des guck‘ aich mir o!“ Am Freitag, den 13. September, eröffneten Pfarrer Michael Brück (Mitte) und Bürgermeister Götz Konrad (zweiter von rechts) die Erlebnisausstellung im Ev. Gemeindehaus eröffnet. Eine spannende und sicherlich auch lehrreiches Zeitreise zurück in die Hirzenhainer Vergangenheit.

Freitag, der 13. – das Datum war kein schlechtes Omen. Am Abend dieses September-Tages 2019 hat Bürgermeister Götz Konrad in Hirzenhain die große historische Erlebnis-Ausstellung eröffnet. Motto: „Des guck‘ aich mir o“. Sie ist noch bis einschließlich 21. September täglich und bei freiem Eintritt von 15 bis 18 Uhr zugänglich. Die Eröffnung markierte zugleich den offiziellen Startschuss für die Feierlichkeiten zum 750-jährigen Ortsjubiläum. Schauplatz der umfangreichen Präsentation: das Evangelische Gemeindehaus in der Ortsmitte neben der Kirche. Auf drei Etagen verteilt findet sich hier Sehenswertes, Seltenes, Wichtiges und Informatives zur Geschichte des Segelfliegerdorfes. Weiterlesen →

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18. August 2019
von Juergen
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2. Lahn-Dill-Poker-Run: „Zockende“
Biker auf Tour durch den Lahn-Dill-Kreis

01-Pokerrun-Kombi

Die Idee stammt aus den USA und fand bei uns auf Anhieb viele Freunde und Teilnehmer. Die Poker-Run-Tour führt 203 Kilometer weit über die schönsten Strecken der Region. Der Erlös ist für die Botswana-Hilfe bestimmt.

Man(n)/frau braucht kein Pokerface. Es geht auch nicht um Zocker-Mentalität, Casino-Erfahrung, Risikobereitschaft, Taktik oder hohe Einsätze. Glück und Zufall sowie Spaß an der Freud‘ sind die entscheidenden Kriterien für eine erfolgreiche Teilnahme an diesem außergewöhnlichen Turnier. Und der Spieltisch ist nicht weniger als 203 Kilometer lang. Weiterlesen →

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6. August 2019
von Juergen
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Ende der Sprechstunde, Licht aus im OP:
Der Medicus praktizierte zum 4. Male in Fulda

Dunkle Wolken über Isfahan. Die Pest hat ihr erstes Opfer gefordert. Tausende weitere folgen. Foto: Spotlight

Von Jürgen Heimann

Der Bursche war so eine Art frühe Ausgabe von Professor Brinkmann, dessen Schwarzwaldklinik im persischen Istfahan stand. Ibn Sina hieß der, und war im 11. Jahrhundert der angesagteste Chefarzt seiner Zeit. Medizinstudenten aus aller Welt lernten bei ihm das kleine Einmaleins der Chirurgie. Auch Rob Cole aus Brexitanien. Besser bekannt als „Der Medicus“. Auf dem gleichnamigen, 1986  erschienen Bestseller von Noah Gordon basiert das auch so betitelte Erfolgsmusical, das nach seiner Welturaufführung in 2016 in diesem Jahr zum vierten Male in Folge im Fuldaer Schlosstheater zu sehen war. Ein Bühnenerlebnis der ganz besonderen Art. Weiterlesen →

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31. Juli 2019
von Juergen
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Ein Selbstläufer: Auch das sechste
Pontifikat der Päpstin war ein Triumph

Die „Pontifexe“ und ihr Lover: Mark Seibert verkörperte wie bereits im vergangenen Jahr den furchtlosen Markgraf Gerold. Isabel Trinkhaus war kurzfristig als Nr. 1 eingesprungen und lieferte als Titelheldin einen überzeugenden Job ab. Foto: Spotlight

Von Jürgen Heimann

Inzwischen ist auch das sechste Pontifikat der Frau auf dem Heiligen Stuhl abgehakt. Und wie die vorangegangenen war auch diese auf nur knapp einen Monat bemessene Amtszeit ein Triumphzug. „Die Päpstin“, inzwischen schon ein Klassiker der Fuldaer Musicalmacher, ist ein Selbstläufer. Weshalb es auch nicht nötig war, gegenüber der letztjährigen Fassung an irgendwelchen Rädchen zu schrauben. So wie es war und ist, ist es nun mal gut. Punkt! Was das Publikum übrigens genauso sieht. Es bescherte den Hausherrn des im Schlosstheater untergebrachten Lateranpalastes wiederum Auslastungsquoten von fast hundert Prozent. Noch Fragen?

Dabei war der Fuldaer Musicalsommer 2019 kurz vor dem offiziellen Start noch von einer ziemlich schlechten Nachricht überschattet worden. Sabrina Weckerlin, seit Jahren eine feste Größe im Osthessischen und auch diesmal wieder als Titelheldin gebucht, hatte aus gesundheitlichen Gründen für die gesamte Saison absagen müssen. Was leider auch für ihren geplanten Einsatz als „Alrun“ beim Open-Air-Spektakel von „Bonifatius“ (22. bis 28. August auf dem Domplatz) gilt. Das Schwarzwaldmädel, das zu den begnadetsten Talenten der deutschen Musicalszene zählt, genießt in der Bischofsstadt längst Heimvorteil und war hier bisher in nahezu allen Produktionen der Spotlight-Musical GmbH zu sehen. Warum das so ist, veranschaulicht das folgende Video aus dem Jahr 2011. Damals feierte die Päpstin Welturaufführung. Sabrina Weckerlin singt „Das bin ich“:


Woww!

Herausforderung und Chance für Isabel Trinkhaus

In Isabel Trinkaus fand sich adäquater Ersatz. Die Karlsruherin hatte hier zwar bereits 2014 und 2015 als Johanna-Cover auf der Bühne gestandenund sollte das eigentlich auch diesmal wieder viermal tun, doch wurde nun gleich eine komplette Spielzeit daraus. Eine echte Herausforderung. Aber auch eine große Chance. Die Künstlerin nutzte sie weidlich und machte einen bestechenden Job. Von einigen kleinen, der Aufregung geschuldeten, aber zu vernachlässigenden Verhasplern während der Premiere einmal abgesehen, schwamm sich die Aktrice schnell frei und wuchs mit und an ihrer Aufgabe. Dalmatik, Pallium, Mitra und  weiße Soutane standen ihr gut zu Gesicht. Was, nebenbei bemerkt, samt und sonders auch auf Anke Fiedler zutraf. Mit dem stimmgewaltigen und ausdrucksstarken Berlinerin Wirbelwind als Zweitbesetzung konnte gar nichts mehr schief gehen.

Showdown bei der „Cäsarin von Rom“ (Larissa Windegger): In ihrem Etablissement verkehren Kardinäle und Senatoren. Foto: Spotlight

Die Storyline des auf dem gleichnamigen Weltbestsellervon Donna W. Cross basierenden Stücks (Regie: Christoph Jilo) dürfte hinlänglich bekannt sein. Schenken wir uns die Inhaltsangabe. Wie die Tochter eines tumben, gewalttätigen Dorfpfarrers (Andreas Lichtenberger) und einer sächsischen Heidin (Caroline Zins) als Mädchen in der von Männern dominierten Welt des 9. Jahrhunderts zum Oberhaupt der katholischen Weltkirche aufsteigen konnte, wird  anschaulich, packend und mitreißend erzählt. Begleitet und vorangetrieben von einer Musik, die als eigene, in sich geschlossene Hitparade daher kommt. Das fängt bei „Wehrlos“ an hört bei „Das bin ich“ oder dem „Einsamen Gewand“ noch lange nicht auf. Komponist Dennis Martin, der gemeinsam mit dem Regisseur auch für Liedtexte und das Libretto verantwortlich zeichnete, hat ein Händchen dafür, historische, literarische Stoffe durch Ohrwürmer zu veredeln, und zwar mit mal balladesk, mal opulent gestrickten Melodien, die nach dem Schlussvorhang noch lange nachwirken und sich in die Gehörgänge krallen. (Da darf man echt gespannt sein, welche Klangperlen er für Robin Hood aus dem Hut zaubert,  der ja im nächsten Jahr im Fuldaer Sherwood Forrest den Flitzebogen spannen soll. Als Co-Komponistist ist da kein Geringerer als Chris de Burgh mit im Boot.

Starke Darstellerriege: Spielfreudig und temperamentvoll

Reinhard Brussmann verleiht der Figur des gütigen Gelehrten Aeskulapius Profil und Gewicht. Er bringt den Klosterschülern das kleine Einmaleins bei. Foto: Spotlight

Zur Umsetzung des vom Tschechischen National Symphony Orchester eingespielten Materials bedarf es natürlich auch des entsprechenden Personals. Und daran herrscht in Fulda kein Mangel. Die Darstellerriege ist stark, spielfreudig und ambitioniert. Mit Mark Seibert hatten die Verantwortlichen dem weiblichen Pontifex wiederum einen Lover und Beschützer ohne Furcht und Tadel zur Seite gestellt. Der Frankfurter hatte dem Marktgrafen Gerold bereits in der vorhergehenden  Spielzeit Profil verliehen und war auch diesmal zu Recht erste Wahl. Dem stimmstarken 1,89 Meter großen Recken kauft man den mutigen und charakterfesten Ritter in jeder Sekunde seines wuchtigen und nachhaltigen Spiels ab. Ein anspruchsvoller Part, dem auch der als Cover gesetzte Dennis Henschel gerecht werden konnte.

Bei der Päpstin sind es aber vor allem auch die Charaktere  aus der vermeintlich zweiten Reihe der Geschichte, die Akzente setzen können – und es in der Regel auch tun. Bestes Beispiel dafür: Reinhard Brussmann. Das Musical-Urgestein aus Österreich hatte das Rollenprofil  des  weisen und gütigen Gelehrten Aeskulapius schon 2018  durch Bühnenpräsenz, Stimmpower und packendes Agieren deutlich aufgewertet und knüpfte nun nahtlos an diese herausragende Leistung an. Und wenn der Mann demnächst als Missionar Bonifatius auf dem Domplatz die Donar-Eicher fällt, dürfte er noch mal eine Schippe drauf legen. Das ist schließlich die Rolle seines Lebens. Wir freuen uns darauf.

Ein Bösewicht sammelt Pluspunkte

Christian Schöne (rechts) ist als Fiesling Anastasius unerreicht. Sein intriganter Daddy Arsenius (Leon van Leeuwenberg) möchte ihn „zum Wohle der Familie“ auf den Papstsessel hieven. Doch da sitzt schon Johanna. Foto: Spotlight

Und da wäre noch jemand, dessen authentisches Spiel stets als Pluspunkt auf der Habenseite zu Buche schlägt: Christian Schöne. Wie einst der Däne Kristian Vetter offenbar auf fiese Typen spezialisiert, kann dem gebürtigen Usinger keiner das Wasser reichen,  wenn es darum geht, skriptkonform mit zweifelhaften und anrüchigen Methoden dem eigenen Vorteil hinterher zu jagen. Zum klassischen Bösewicht und durchtriebenen Widerling entwickelt sich Schöne aber erst mit Fortschreiten der Handlung. Und spielt dann virtuos auf der Klaviatur der Tücke, Verschlagenheit, Arglist und Intrige. Als Anastasius, der „zum Wohle der Familie“ und auf Betreiben seines Daddys Arsenius (stark: Leon van Leeuwenberg) selbst gerne Papst werden möchte, es aber niemals schafft,  ist der im Zivilleben so sympathische und zurückhaltende Künstler die Idealbesetzung.

Orgien im Namen des Herrn

Päpstin Johanna in ihrem „Einsamen Gewand“. Isabel Trinkhaus machte als kurzfristig für Sabrina Weckerlin eingesprungene Titelheldin eine hervorragende Figur. Foto: Spotlight

Aus  ganz anderem charakterlichen Holz geschnitzt sind die Figuren des Rabanus und des Fulgentius, beide in Personalunion durch Lutz Standop verkörpert. Ersterer ist der Prior des Klosters in Fulda und Vertrauter der sich als Junge getarnten Johanna. Sein eindringliches „Hinter hohen Klostermauern“ gerät fast zum Showstopper. Einem solchen recht nahe kommt auch das fulminante und temperamentvolle „Im Namen des Herrn“, das Standop zuvor, diesmal allerdings als Bischof von Dorstadt, mit seinem feierfreudigen und fleischlichen Genüssen nicht abgeneigtem Gefolge angestimmt hatte. Der Ensemblesong „Ewiges Rom“ bewegt sich ebenfalls in dieser Liga. Und wenn Marioza (Larisse Windegger) in ihrem Etablissement als „Cäsarin von Rom“  Hof hält, liegen ihr die Männer zu Füßen,  Kardinäle ebenso wie Senatoren.

Dass die Päpstin, die ja in den vergangenen Jahren ja auch schon an anderen deutschen Spielorten reüssiert hatte, nach diesem Durchgang für immer da verschwinden wird, wohin sie die offizielle katholische Amtskirche wünscht, nämlich in der Versenkung, ist nicht zu befürchten. Wie heißt es doch so schön? Was gut ist, kommt wieder. Ab 10. August bis 1. September ist das Stück erst einmal im Stuttgarter Theaterhaus zu sehen, danach, ab 30. November, im Füssener Festspielhaus. Ab 15. Dezember steht dann wieder Hameln auf dem Programm. Und davon einmal abgesehen hat Spotlight-Produzent Peter Scholz ja auch noch andere erprobte Hits im Portfolio. Vielleicht wird die Zeit auch irgendwann mal wieder reif für die Heilige Elisabeth. Schau’n mer mal…

Prior Rabanus (Lutz Standop/rechts) kennt das Geheimnis von Johanna, verrät sie aber nicht. Sein „Hinter hohe Klostermauern“ gehört mit zu den schönsten Liedern der Inszenierung. Foto: Spotlight

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16. Juli 2019
von Juergen
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Vier Hizenhainer haben an einem
Stück Rock-Geschichte mitgeschrieben

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Bildunterschriften:
„Die Fantastischen Vier“:-) Sebastian Schonert, Tim Holighaus, Norman Klennert und Sina Schmidt (v.l.) schrieben in Frankfurt an einem Stück Rock-Geschichte mit. Fotos: Klennert/Schonert

Von Jürgen Heimann

Den Anspruch, die größte Rockband der Welt zu sein, reklamieren ja nach wie vor die Rolling Stones für sich. Doch gemessen an der (ge)wachsenen Konkurrenz nehmen sich Jagger, Richards und Co. ziemlich mickrig aus. Zahlenmäßig zumindest. Die Personaldecke der XXL-Combo, die unlängst die  Frankfurter Commerzbank-Arena beben ließ, war da schon ein kleines bisschen üppiger als die der verwitterten alten Steine. 1002 Musiker, kein Scherz, langten daselbst vor 15.000 Zuhörern in die Saiten und feierten eine kollektive Sound-Orgie. Bombast-Rock im wahrsten Sinne des Wortes. Und zugleich offizieller Weltrekord. Mittendrin: Vier Instrumentalisten aus Hirzenhain. Gut, einer stammte aus Lixfeld, um genau zu sein.

„Rockin‘ 1000“ war und ist der Name dieses ambitionierten Projektes, dessen Wiege einst in Italien stand und das jetzt erstmals auf deutschem Boden über die Bühne ging. Die zusammengewürfelte Besetzung war international gestrickt: Die Akteure kamen aus  Deutschland, China, Frankreich, USA , Kanada, Thailand, Belgien – und eben aus Eschenburg. Mit so vielen Kollegen hatten auch Sina Schmidt (Keyboard), Tim Holighaus (Gitarre), Norman Klennert (Gitarre)  und der Lixfelder Sebastian Schonert (Drums) von der heimischen Band „RoLix“ noch nie zuvor zusammen agiert. Geschweige denn vor einer derart riesigen Publikumskulisse. Da bekam selbst der abgebrühteste Rock’n‘Roller weiche Knie, durfte sich andererseits jedoch in der Masse sicher wähnen.

18 Rockklassiker auf der Set-List

Drumstick-Mikado: Die große Schießbuden-Fraktion ließ es in der Commerzbank-Arena krachen. Rechts ein kleiner Teil der Sechssaiter. 15.000 Zuschauer/-hörer feierten in Mainhatten die größte Rockband der Welt. Fotos: Klennert/Schonert

18 Rock-Klassiker waren auf der Set-List dieses in jeder Hinsicht einzigartigen Konzerts notiert. Und dabei standen unter anderem The Who, Deep Purple, Die  Kaputten, ähm, nee, die Toten Hosen, AC/DC, Bruce Springsteen, Westernhagen, Jan Delay, Race Againts The Machine, Clash,  Nirvana und Oasis Pate. Und, ja, die „Foo Fighters“ auch. Die waren es schließlich gewesen, die dem Projekt einst das Fliegen beigebracht  hatten: „Learn to fly“.

Gib‘ Gas! Jede Menge Spaß

Die Idee dazu war 2015 in Italien geboren worden, in der kleinen südlich von Ravenna am Fuße der Apenninen gelegenen 97.000-Einwohner-Stadt Cesena. Um die Aufmerksamkeit der amerikanischen Rocker zu gewinnen und sie für einen Auftritt vor Ort  zu bewegen, hatten damals tausend Musikanten -  Hunderte Schlagzeuger, Gitarristen, Bassisten und Sänger  – in einem Park der Stadt eben diesen Song intoniert. Eine verrückte Idee, aber ein voller Erfolg. Da konnte das US-Sextett auf Dauer natürlich nicht Nein sagen. Das war die Initialzündung für „Rockin‘ 1000 – That’s live“.  Die Überlegung dahinter: Warum sich nur mit einem Stück begnügen, wenn es auch ein komplettes Konzert sein kann?  Infolge gab es eben solche auch an anderen Orten des Landes, in Frankreich und, wie unlängst, auch in Germanien. Was da abläuft, vermittelt das folgende kurze Video, das 2017 in Val Veny, im Aostatal am Fuße des Moint Blanc entstanden ist:

Man sieht, die Jungs und Mädels hatten jede Menge Spaß dabei.

Das Casting für diese soundgewittrigen Massenaufläufe erfolgt online. Interessenten können sich durch ein Video bewerben, eine Jury entscheidet, ob tauglich oder nicht. So war es auch bei „RoLix“. Die zur Auswahl stehenden Titel hatten sie seit Januar im gar nicht mal so stillen Kämmerlein daheim geprobt. Kleiner Ausschnitt aus der Tagesordnung: „Jumpin‘ Jack Flash“, „Highway to Hell“, „Born to Run“, „Smoke on the Water“, „Won’t get fooled again“, „Hard to handle“, „Don’t look back in Anger“ und „Should I stay or should I go“. Bei der Auswahl der Stücke war darauf geachtet worden, dass diese möglichst von einfacher Struktur und Akkordfolge waren. Komplexere Kompositionen wären in der Kürze der Zeit mit so einer riesigen Formation nicht umzusetzen gewesen.

Das Fußballfeld als Orchestergraben

Vor Ort blieben den Akteuren zwei Probentage, um sich gemeinsam auf den großen Auftritt vorzubereiten. Ein inmitten des Stadions auf einem hohen Podest platzierter Dirigent gab die Einsatzkommandos, das Fußballfeld als solches diente als „Orchestergraben“.  Die Kommunikation erfolgte über ein kabelloses Kopfhörersystem, über das die Musiker Anweisungen und ihre Clicktracks empfingen. Letztere  wurden auch visuell angezeigt.

Eine Herausforderung auch für die Toningenieure

Unter Freunden: Norman Klennert (rechts) mit dem Vater der Bewegung: Fabio Zaffagnini hatte 2015 im italienischen Cesena den Grundstein für „Rockin‘ 1000“ gelegt und tausend Musiker zusammengetrommelt. Fotos: Klennert/Schonert

Im Vergleich zu den vorangegangenen Events dieser Art war das instrumentale Portfolio noch erweitert worden, um Bläser und Streicher. Auch die Tastenfraktion war angemessen repräsentiert, doch dominierten naturgemäß die Gitarren, Tieftöner und Schießbuden.

„Vor allem für die Toningenieure war das Ganze eine echte Herausforderung“, berichtet Norman Klennert. Aber auch die haben wohl einen tollen Job hingelegt. Für die vier Mitglieder von „RoLix“ war das ein unvergessliches Erlebnis. Schließlich haben die Vier an einem Stück Rockgeschichte mitgeschrieben….

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21. Mai 2019
von Juergen
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Unterhaltsamer, spannender Showdown
zum 50. Jugendwehr-Geburtstag in Hihai

Action, Kameradschaft, Einsatz, Motivation: Die Hirzenhainer Jugendwehr feiert 50. Geburtstag. Für Samstag (25. Mai) laden die jungen Brandschützer zu einem geselligen, spannenden und unterhaltsamen Showdown an das Gerätrehaus in der Ortsmitte ein.

Mit der Gründung einer eigenen Nachwuchsabteilung hatten die Hirzenhainer Florianer 1969 eine Art regionale Uraufführung hingelegt. Es war die  erste Jugendfeuerwehr im Gebiet des damaligen alten Dillkreises. Dieses Jubiläum gilt es zu feiern. Den Festakt zum 50. Geburtstag haben die jungen Brandschützer und ihre erwachsenen Mentoren bereits vor einer Woche hinter sich gebracht.  Am kommenden Samstag (25. Mai) nun wollen sie mit der Bevölkerung ihres Heimatortes feiern. Weiterlesen →

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16. Mai 2019
von Juergen
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Jubiläums-Cocktails: Die passenden
Drinks zur 750-Jahr-Feier Hirzenhains

Wohl bekomm’s: Zur 750-Jahr-Feier haben die Hirzenhainer Luftsportler Jubiläums-Cocktails kreiert. Die leckeren Drinks, die so verheißungsvolle Namen wie „Aviator-Sprizz“, „Thermik-Flipp“, „Sanseife-Gespenst“ und „Happer-Burn-Troppe“ tragen, gibt’s erstmals im Rahmen des Fliegerfest zu Pfingsten.

Die Drinks tragen so verheißungsvolle (aber auch ein-und zweideutige) Namen wie „Himmelfahrts-Kommando“, „Aviator-Sprizz“ oder „Thermik-Flipp“. Aber da gibt es auch das „Sanseife-Gespenst“, den „Happer-Burn-Troppe“ und das „Hoarmoarks-Phantom“. Darf man sich jetzt aussuchen, wo die Reise hingeht. In höhere Sphären oder auf die Geisterbahn. Schwindelig werden kann’s einem dabei bzw. davon allerdings auch. Also Vorsicht! Absturzgefahr! Weiterlesen →

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10. Mai 2019
von Juergen
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Vom rätselhaften Tod und der
postmortalen Odyssee eines Grimbarts

Dachse sind faszinierende Geschöpfe Die Tierrechtsorganisation PETA fordert seit langem ein ganzjähriges Jagdverbot. In der Abschuss-Saison 2017/18 sind den deutschen Nimrods 75.000 Exemplare dieser Erdmarder zum Opfer gefallen. Foto: pixabay

 

Von Jürgen Heimann

Ein toter Dachs sorgt derzeit für Aufregung und Verwirrung. In den Zeitungen und den sozialen Medien. Unter Tierschützern und  Jägern, unter Befürwortern und Gegnern der Jagd.  Und er sorgt für Empörung, Wut, Spekulationen, Hass und Anfeindungen. Je nachdem, auf welcher Seite des Grabens die Beteiligten stehen. Die Ausgangssituation: Ein Naturfotograf hatte den Kadaver des Beutegreifers am Sonntag, den 5. Mai, entdeckt. Auf einer Kirrung (Lockfutterplatz) in der Waldgemarkung von Steffenberg-Oberhörlen. Der Kopf des Tieres fehlte. Der Körper auf  der rechten Seite war blutverschmiert. Weiterlesen →

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