Rotorman's Blog

29. April 2017
von Juergen
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Deutschlands bekanntester Fuchs ist
eine „Sie“ – und everybody‘s Darling!

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Ein Herz und eine Seele: Foxy hat das Leben von Rolf Niggemeyer und seiner Frau komplett auf den Kopf gestellt. Die vierjährige Füchsin und ihr Adoptiv-Vater sind unzertrennlich. Foto: Rosemarie Kalscheuer

Jimi Hendrix hatte ihr in weiser Voraussicht bereits 1970 ein pränatales musikalisches Denkmal gesetzt. Als „Foxy Lady“ veröffentlicht wurde, war die Dame noch nicht einmal ein vager Schöpfungsgedanke und dümpelte noch irgendwo in Abrahams Ideenbeutel herum. Heuer aber zählt sie zu den bekanntesten Erscheinungen ihrer Spezies, im aktuellen Popularitäts-Ranking irgendwo zwischen dem Wappentier der Bausparkasse Schwäbisch Hall und dem Firefox-Browser von Mozilla angesiedelt. Aber immerhin noch deutlich vor dem Maskottchen des Handballbundesligisten aus Spree-Athen, den Berliner Füchsen. Gibt man bei Google die Kombination „Rolf Niggemeyer und Fuchs“ ein, liefert die Suchmaschine  in 0,61 Sekunden 12.600 Ergebnisse. Gut, die liegen jetzt nicht alle auf dem Punkt. Aber immerhin. Was geht hier eigentlich ab?   Weiterlesen →

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28. April 2017
von Juergen
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Billiges Fleisch hat seinen Preis: Was
die bunten „Gütesiegel“ verschweigen

Rüssel

Die Deutschen können in Punkto Schweinefleisch den Rüssel nicht vollkriegen: 59 Millionen Schweine sind im vergangenen Jahr in den Schlachtfabriken unters Messer gekommen und in Folge verwurstelt worden.

Eigentlich wollen wir ja gar nicht wissen, woher die Currywurst, das Schnitzel oder der Schinkenbelag auf dem Frühstücksbrötchen kommt. Und wenn doch, interessieren uns die Umstände, unter denen diese fleischlichen Lebensmittel erzeugt worden sind, kaum. Zumal das Siegel auf der Verpackung ja offenbart: Der Sau, die den Rohstoff geliefert hat, ging es zu Lebzeiten saugut. Der “Tierwohl”-Papperl verheißt dahingehend jedenfalls Genuss ohne Reue und Gewissensbisse. Eine klassische Win-Win-Situation für Mensch und (Schlacht-)Vieh. Alles ist (oder wird) gut. Oder vielleicht doch nicht? Wenn’s denn so einfach wäre.   Weiterlesen →

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26. April 2017
von Juergen
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Ein Pils von Ute, saufen in Unterhosen und
Mädchen, die nur von hinten gut aussehen

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Hinten hui, vorne pfui: Für Frauen, die nur von hinten schön aussehen, haben die Japaner, und nur die, einen festen Begriff: “Bakku-shan”.

Schnapsidee und Kummerspeck, Torschlusspanik und Fremdschämen sind Begriffe, die es nur im Deutschen gibt. Gilt auch für Geschmacksver(w)irrung, den Warmduscher, den inneren Schweinehund, das Stehaufmännchen, den Brückentag und das Verschlimmbessern. Da muss selbst das versierteste Multilingual-Genie passen, sollte es das ins Farsische, Darische, Karbadinische oder Tadschikische übertragen wollen. Diese Worte lassen sich nicht 1:1 in andere Sprachen übersetzen, sondern allenfalls mehr oder weniger umständlich erklären und/oder umschreiben. Was uns germanischen Muttersprachlern aber egal sein kann. Allerdings: Das ist kein Alleinstellungsmerkmal der deutschen Sprache. Das können die anderen auch längst – und vielleicht sogar noch besser.   Weiterlesen →

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21. April 2017
von Juergen
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Synthetik ist „alternativlos“: Wenn das
Lieblings-T-Shirt auf dem Teller landet

Kombi

Die Vermüllung der Meere schreitet unaufhaltsam voran. Die Ozeane gleichen heute schon einer Plastiksuppe. Jährlich landen sieben Milliarden Tonnen an Kunststoffen darin. Weitaus gefährlicher und tückischer sind jedoch die Kunststofffasern, die man mit bloßem Auge nicht sieht.

Für welche Klamotten wir uns beim Griff in den (meist hoffnungslos überfüllten) Kleiderschrank morgens auch entscheiden, Plastik bzw. Chemie ist immer dabei. Ein Blick aufs Etikett, und es wird deutlich: Ohne Synthetikstoffe läuft heute so gut nix mehr. Wobei Polyester mit einem Anteil von 60 Prozent unangefochten die textilen Charts anführt. Man kennt das Zeugs unter Markennamen wie Trevira, Diolen oder Polartec. Es ist, wie unsere Volkskanzlerin sagen würde, “alternativlos” – und bei der Herstellung von Bekleidung längst unverzichtbar, was in gleichem Maße für Fleece und Acryl gilt. Das Material hat unbestreitbare Vorzüge. Aber auch gravierende Nachteile. Es ist preiswert, ebenso wie die daraus hergestellte Garderobe, die leicht, langlebig, formstabil und meist knitterfrei daher kommt und außerdem angenehm zu tragen ist. Daran haben in Folge jedoch unsere Meere, unser Planet und letztlich wieder wir zu tragen, das dann aber schwer…. Weiterlesen →

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18. April 2017
von Juergen
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Der Fall Kempten: Pelzverwertung und
Tierschutz sind nicht miteinander vereinbar!

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Es ist schon schlimm genug, dass es Pelztierfarmen gibt Aber jetzt sollen auch noch die Felle von freilebenden Füchsen zu textilem Chic verarbeitet werden. Nur damit die Jäger einen Grund für das Blutbad haben, das sie Jahr für Jahr unter den Buschschwänzigen anrichten.

Beim Tierschutzverein im Kempten ist man/frau immer noch um Schadensbegrenzung bemüht. Auch nachdem die erste Shitstorm-Welle erst einmal verebbt scheint. Ausgelöst durch eine (unbedachte?)Äußerung der Vorsitzenden Maria Anna Peter-Sigg, der zufolge es legitim sowie ethisch und moralisch durchaus vertretbar ist, Wildtiere zu erlegen, um ihre Felle zu Pelzen zu verarbeiten. In diesem Falle solche von Füchsen. Eine Steilvorlage nicht nur für die hiesige Jägerschaft, formuliert während eines gemeinsamen Pressetermins. Veröffentlicht in der Allgäuer Zeitung, deren hiesige Lokalausgabe, das Kempter Tageblatt, es auf eine Auflage von 22.000 Exemplaren bringt. In diesem speziellen Fall war die Reichweite jedoch ungleich größer und ging weit über die Region hinaus. Dank Online-Publishing.  Auf dem Web-Portal der Allgäuer ist das Ganze hier für jeden nachzulesen. Ein faustischer Pakt? Der Beginn einer unheiligen Allianz? Schulterschluss zwischen Tierfreunden und Tiertötern?   Weiterlesen →

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15. April 2017
von Juergen
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Gebrandmarkt fürs Leben: Von der
tieferen Bedeutung unserer Vornamen

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Ganz normale und gängige Vor- erhalten erst durch den Familiennamen ihren besonderen Drive. Deshalb sollten Eltern vor der Taufe noch einmal entsprechend in sich gehen.

Die Frage ist weniger „wie sag‘ ich’s meinem Kind“, sondern „wie nenne ich es“? Und die stellt sich ja normalerweise schon vor dem Stapellauf. Irgendeinen Namen muss der Balg ja kriegen. Das ist so üblich. Hat auch ganz praktische Gründe. Tulpen-Heini geht gar nicht. Da haben die auf dem Standesamt bei uns in Eschenburg  auf stur geschaltet. Rose-Marie andererseits aber durchgehen lassen. Wo, bitte, liegt da jetzt der Unterschied? Zumal es hier ja nicht um Geschlechtsspezifisches geht, sondern ums Prinzip. Und wenn Kevin ausführt, dass alle seine Brüder Fritz hießen, außer Otto, der auf den Namen Karl getauft sei, aber Paul gerufen werde, weil er nicht Hugo genannt werden wolle, muss ja irgendwie ziemlich etwas aus dem Ruder gelaufen sein. Nicht nur bei ihm selbst…. Weiterlesen →

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13. April 2017
von Juergen
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Messen des Grauens: Der Ruf nach einem
Verbot von Reptilienbörsen wird lauter

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Wunderschön, faszinierend, exotisch. Eine grüne Wasseragame, auch „Grüner Wasserdrachen“ genannt. Die Tiere stammen aus Südostasien und leben dort im feuchtwarmen, tropischen Tieflandregenwald. Dort gehören sie auch hin- und nicht ein Terrarium in Wanne-Eickel. Foto: Pixabay

Ob in Leipzig oder in Rendsburg, in Altenburg, Ulm, Hannover, Troisdorf, Köln, Recklinghausen, Chemnitz, Hamm, Dortmund  - und am kommenden Wochenende wieder Gießen: Für „Tierfreunde“ mit einem Faible für Exotisches und Ausgefallenes gibt es nichts, was es nicht gibt. Reptilienbörsen haben immer Saison. Das wird am Ostersonntag auch der Publikumsandrang  in der mittelhessischen Universitätsstadt wieder zeigen. Folgeveranstaltungen stehen dann in den hiesigen Hessenhallen im August und Dezember auf dem Programm. Tausende Besucher und Käufer werden die faszinierenden Kreaturen, die in ihrer überwiegenden Zahl so wenig in die hiesige Landschaft und unsere  Wohnzimmer passen wie ein Yeti auf Bora-Bora, bestaunen, sich vielleicht auch ein bisschen ekeln, aber vor allem kaufen. Oft genug ohne genau zu wissen, was der Händler ihnen da gerade in die Wundertüte, die meist nicht größer als eine Brotbox ist, gepackt und gequetscht hat.   Weiterlesen →

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9. April 2017
von Juergen
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Feng-Shui oder Chop-Suey: Unser Schicksal
in der Hand orakelnder Gummibärchen

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Clevere Kerlchen aus Zucker, Glukosesirup und Gelatine: Gummibärchen haben prophetische Fähigkeiten und können uns verraten, wo der Hammer hängt. Foto: Pixabay

Das Orakel von Delphi hat ja leider schon geschlossen. Und die verschlagen dreinblickende runzelige Alte im runden, dämmerigen Zelt hinter dem Autoscooter-Parcours auf dem Eibelshäuser  Rummeplatz macht trotz der dicken Warze auf der Nase auch keinenn kompetenten Eindruck. Runen sind gerade aus, bei den Tarot-Karten fehlt bezeichnender Weise der Narr. Auch Nostradamus scheint nicht mehr auf der Höhe der Zeit. Außerdem gefällt mir der Zottelbart des alten Durch- und Weitblickers nicht besonders. In dem Kinngestrüpp nisten garantiert Legionen von Milben. Da aber auch der Chirologe unseres Vertrauens gerade am Ballermann eine persönliche Auszeit nimmt – er ist sowieso Analphabet und wäre schon allein deshalb nicht in der Lage, aus der Hand zu lesen – ist guter Rat teuer. Wer sagt mir, wo’s lang geht?   Weiterlesen →

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7. April 2017
von Juergen
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Herr Odenwald, wie fühlt es sich an,
in einem Verkehrsminister zu arbeiten?

Staatssekretär

Meine Zeitung hat enthüllt: Der Maut-Alex verfügt über innere Werte!

Der Arbeitsplatz ist außergewöhnlich. Als der aufstrebende  Knabe 1979 in Heidelberg das Theologiestudium aufnahm, um aber dann wenig später ins Jura-Fach zu wechseln, hatte er wohl in seinen kühnsten Träumen nicht damit gerechnet, einmal dort zu landen, wo er heute ist. Der Mann heißt Michael Odenwald. Und die Mittelgebirgsregion gleichen Namens wirbt ja mit dem Slogan „Einfach sagenhaft“. Das ist Mikes Chefe jetzt nicht unbedingt. Aber der Arbeitsplatz, den Maut-Alex seinem exponiertesten, verbeamteten  Mitarbeiter bietet, kann zumindest als recht unorthodox durchgehen.    Weiterlesen →

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6. April 2017
von Juergen
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Aus der Winterstarre erwacht: Piloten und
Fallschirmsportler mit viel Nachholbedarf

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Neuen (oder auch alten) Horizonten entgegen. Geht die Sonne auf im Westen, musst Du Deinen Kompass testen. Gut, hier geht sie gerade unter. Start in den Abendhimmel. So herrliches Flugwetter wird in Breitscheid bis zum letzten Büchsenlicht ausgenutzt. Foto: Sven Vollert

Die  Winterruhe  ist beendet. Siebenschläfer, das täglich grüßende Murmeltier und Igel pennen zwar länger, aber für ambitionierte Luftsportler können vier bzw. fünf  Monate im Schlaflabor auch ziemlich ätzend sein. Ist aber jetzt Vergangenheit. Die Breitscheider „Hub“ ist zu neuem Leben  erwacht,  seit dem 1. April (kein Scherz) herrscht wieder Leben in der Bude – und über ihr. Die Saison 2017 hat begonnen. Der Semesterstart war vielversprechend, vor allem auch wettermäßig. Wenn das kein gutes Omen ist. Doch mag man sich hier keinen Illusionen hingeben. Die Launen der Meteo-Frösche sind unberechenbar.   Weiterlesen →

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