Rotorman's Blog

29. Juli 2016
von Juergen
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Walter und Toni Eichhorn – Das spannende
Leben zweier Luftfahrt-Ikonen jetzt als Buch

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Der Autor (rechts) und seine Zielperson: Michael Linke hat das aufregende Fliegerleben Walter Eichhorns und das seines Sohnes Toni in eine spannende Biografie gegossen.

Auch mit acht Jahrzehnten auf dem Buckel frönt der Mann noch unverdrossen und ungebremst seiner Leidenschaft: dem Fliegen. Walter Eichhorn, der große, aber von seiner körperlichen und geistigen Kondition her gar nicht mal so alte Mann der deutschen Luftfahrtszene, hat zwar am 20. Juli dieses Jahrs zum achten Male genullt, aber mit dem Gedanken, seine Tage fortan als Fußgänger zu fristen, mag er sich noch lange nicht anfreunden. Die Legende lebt – und fliegt! Immer noch. Zusammen mit seinem aus dem gleichen Holz geschnitzen Sohn Toni sorgt der Bad Camberger auf vielen Airshows im In- und Ausland für die Highlights. Der Formatonskunstflug der beiden ist spektakulär. Pünktlich zu seinem Runden hat er es zur Titelfigur eines ebenso informativen, wie spannenden Buches gebracht. Einer Art Biografie, die mit “36 000 Stunden am Himmel” betitelt ist. Ob diese Zahl (noch) stimmt, weiß der Jubilar selbst nicht so genau. Irgendwann und irgendwo vor vielen Jahren hat es der pensionierte Flugkapitän, Fallschirmspringer, Test- , Film- und Stuntpilot  aufgegeben, penibel über seine in der Luft verbrachte Arbeits- und Frei-Zeit Protokoll zu führen.  Weiterlesen →

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25. Juli 2016
von Juergen
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Simsalabim: Wie der Nasenbär zu einem
der gefährlichsten Tiere in Europa wurde

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Die Jagd auf den gefährlichen Nasenbär ist eröffnet. Das Dilemma ist, dass es ihn in freier Wildbahn bei uns gar nicht gibt. Foto: Pixabay

Es gibt Eierbären und Nasenbären. Unter ersteren ist die Bestandsdichte vor allem in Brüssel exorbitant hoch,  letztere hingegen kommen in ihrer freilebenden Variante in unseren Breiten nur auf Mallorca vor, und ausschließlich dort. Weil auf der beliebten Ferieninsel vor einigen Jahren einige Exemplare aus einem illegal betriebenen Tiergehege ausgebüxt waren und sich in Folge erheblich vermehrt hatten. In den übrigen Teilen des Kontinentes ist die Wahrscheinlichkeit, einem  dieser knuffigen, aus Südamerika stammenden Tiere in freier Wildbahn zu begegnen, gleich Null. Trotzdem gilt der “Nasua nasua”, so die lateinisch-wissenschaftliche Bezeichnung, europaweit als “Volksfeind”, weil er die Ökosysteme und damit andere, einheimische Tierarten  extrem bedrohen soll. Und weil das (angeblich) so ist, wird er jetzt in allen 27 EU-Mitgliedsstaaten zum Buhmann gemacht und soll/muss ausgerottet werden. So verlangt es die vor wenigen Tagen veröffentlichte Unionsliste über invasive Arten.  Weiterlesen →

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22. Juli 2016
von Juergen
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Airport-Festival und Flughafen-Tag
Wieder Partytime auf der Lipper Höhe

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Das wird ein Fest für Groß und Klein. Bei der Airport-Party am dritten August-Wochenende kommen Jung und Alt wieder auf ihre Kosten. Die Veranstalter erwarten viele Tausend Besucher.

Richtig Grund zum Feiern hat der Siegerland-Flughafen ja eigentlich erst 2017. Dann steht das 50jährige Jubiläum des prosperierenden Airports an – des am zweit höchstgelegenen seiner Art in Deutschland. Doch bis dahin wird noch viel Wasser die Heller hinunter fließen. Zur Einstimmung möchten die Betreiber aber schon im Vorfeld ein (großes) Fass aufmachen. Nachdem die Platzherren im vergangenen Jahr den Nostalgie-Freunden anlässlich des 1. Siegerländer Oldtimerfestivals den Vortritt gelassen hatten, wäre und ist ein Flughafen-Tag mit allem Drum und Dran jetzt eigentlich überfällig.  Weiterlesen →

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21. Juli 2016
von Juergen
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Dienst an der Waffe: “Unsere” Nimrods
wollen sich das Jagen künftig bezahlen lassen

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Einen am Hut oder einen an der Waffel? Kopfschuss oder Abschussprämie? Die deutschen Jäger und Fallensteller fordern für die Jagd auf invasive Schädlinge und Raubtiere öffentliche Zuschüsse. Schließlich legen sie sich für das Allgemeinwohl auf die Lauer. Foto: Rainer Sturm/Pixelio.de

Das war zu erwarten: Die vor wenigen Tagen von der EU-Kommission  veröffentlichte Liste invasiver Tier- und Pflanzenarten, die die Mitgliedsstaaten künftig auszurotten bzw. exzessiv bekämpfen sollen/müssen, ist Wasser auf die Mühlen der Jägerschaft. Für die Waidmänner- und frauen, die sich mit argen Imageproblemen herumschlagen und deren Akzeptanz in der öffentlichen Meinung rapide sinkt, ist dies ein willkommener Anlass, sich als Retter in der Not zu inszenieren und ihre blutiges Handwerk sogar als sozial und gesellschaftlich nützlich zu verbrämen. Aber damit nicht genug.  Die Pirschgänger wollen nicht nur mehr ballern und fangen, sondern, und das ist kein Witz, sich ihren blutigen Freizeitspaß künftig auch noch gut bezahlen bzw. subventionieren lassen. Nebenbei ist die sogenannte “Unionsliste” für sie auch ein willkommener Anlass, an den neuen Jagdverordnungen, die ihnen beispielsweise in Hessen und Nordrhein-Westfalen die Nägel stutzen, zu rütteln.

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20. Juli 2016
von Juergen
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Walter Eichhorn: Eine Pilotenlegende
wird 80 – Weiser, aber niemals leiser!

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Walter Eichhorn wie er leibt und lebt: Im Cockpit eines Flugzeugs fühlt sich der Ausnahmepilot aus Bad Camberg immer noch am wohlsten. Foto: Privat

Der Mann gilt schon zu Lebzeiten als Legende. Ein Ausnahmepilot, der unbestritten zu den schillerndsten Figuren am Himmel Europas zählt. Einer, der, man kann es ruhig so sagen, ein Stückchen Luftfahrtgeschichte geschrieben hat. Und das tut er ja irgendwie immer noch: Walter Eichhorn. Der drahtige Stiftekopp ist einfach unverwüstlich. Weiterlesen →

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18. Juli 2016
von Juergen
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Todesliste: Die EU-Kommission will 37 Tier- und
Pflanzenarten an den Kragen und die Wurzel

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Was die Eurokraten hinter den Kulissen des Berlaymont-Gebäudes in Brüssel, dem Sitz der Europäischen Kommission, ausgeheckt haben, gibt 37 Tier- und Pflanzenarten der Vernichtung preis. Foto: Pixabay

Es gibt eine von der Weltnaturschutzorganisation regelmäßig aktualisierte  “Rote Liste” (das “Red Data Book”), in der global vom Aussterben bedrohte Tier- und Pflanzenarten aufgeführt werden. Sie soll Gesetzgebern und Behörden als Grundlage für arten-, natur- und umweltschützerische Maßnahmen dienen. Und nun gibt es, ganz aktuell, auch eine “Schwarze Liste”, auf der all jene Spezies vermerkt sind, die sich hierzulande ziemlich unbeliebt gemacht haben und denen es jetzt (massiv) an den Kragen, den Pelz, die Wurzel oder was auch immer gehen soll. Diese Kladde umfasst 37 Namen. Die EU-Kommission hat jetzt eine solche als Durchführungsverordnung veröffentlicht. Sie ergänzt eine Verordnung aus dem Jahre 2014, die bereits Haltung, Import, Verkauf und Zucht von auch als “Neobiota” bezeichneten Arten, die eigentlich von anderen Kontinenten stammen und sich in Europa schon mehr oder weniger ausgebreitet haben, erheblich einschränkte. Die neue Unionsliste soll am 3.  August in Kraft treten und für alle 28 Mitgliedsstaaten verbindlich sein. Und das läuft in letzter Konsequenz auf einen kontinental begrenzten faunistischen und floristischen Genozid hinaus. Weiterlesen →

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11. Juli 2016
von Juergen
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Hingucker: Himmlische Schnauferl-
Parade im aero-tischen Seniorenheim

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Echte Hingucker: Alles eine Frage der Perspektive. Foto: Elfi Jung

Inzwischen ist wieder Ruhe eingekehrt im Eschenburger Luftraum. Alles hat schließlich einmal ein Ende. Das große Oldtimer-Fly-In ist Geschichte, die vielen prächtigen Luftschnauferl haben die Heimreise angetreten. Drei Tage lang hatten sie am Hirzenhainer Himmel für Furore gesorgt. Was für ein Anblick! Was für ein Sound! Weiterlesen →

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1. Juli 2016
von Juergen
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Die Waschbären und das Sommerloch
Verfahren gegen Tierschützer eingestellt

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Kräftesammeln für das Generieren neuer Schlagzeilen. Der Waschbär taucht in den Medien meist als Badboy auf. Und wenn die Fantasie mit dem Schreiberling durchgeht, ist es bis zur Bestie mit Killerinstinkt nicht mehr weit.- Foto: Huskyherz/Pixabay

Wenn das (Nachrichten-)Loch im sehnsüchtig erwarteten Sommer größer wird und Redakteure in Sorge, wie sie die Zeitungsseiten füllen sollen, verzweifelt an den Enden ihrer virtuellen Bleistifte kauen, ist er oft der Retter in der Not: der Waschbär. Die Kleinpetze, von denen inzwischen deutschlandweit über eine halbe Million Exemplare ihr Unwesen treiben, sind immer für plakative Headlines gut. Schließlich gelten die maskierten Raubsäuger inzwischen als Gefahr für die nationale Sicherheit, sind eine Bedrohung für den Menschen und das Gleichgewicht in der Natur. Weiterlesen →

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28. Juni 2016
von Juergen
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„Schimi“ – mein Held in der Schmuddeljacke
Die letzte Currywurst spendierte der Tod

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Sein erster Fall: „Duisburg Ruhrort“ begründete 1981 eine beispiellose Erfolgsgeschichte innerhalb der Tatort-Reihe. Der Schmuddelkommissar Horst Schimanski wurde in Folge zu einer Art Lichtgestalt. Ohne Blessuren ging es jedoch für ihn in keiner Episode ab. Foto: picture-alliance

Irgendwie scheint in diesem Jahr der Wurm drin. Aber es ist ein gutes, ertragreiches Jahr. Zumindest für den Sensenmann. Der hat den Turbo eingeschaltet. David Bowie. Prince. Peter Lustig. Erika Berger. Roger Willemsen. Sein vorläufig letztes Opfer: Bud Spencer. Aber dessen Ableben hat mich eigentlich weniger berührt bzw. betroffen gemacht. Der Dicke war zwar eine ehrliche Haut, aber irgendwie konnte ich mich mit diesem sympathischen Haudrauf nie wirklich so richtig  identifizieren. Da fehlte die emotionale Nähe, die Tiefe des Spiels. Das war bei „Schimi“ ganz anders. Aber jetzt hat es auch ihn erwischt. Meinen Lieblingskommissar. Den einzig wahren deutschen Bullen. Die Ermittlungen sind abgeschlossen. Er starb im Bett, nicht im Dienst. 77jährig. Bereits am 19. Juni. Tilt, game over! Weiterlesen →

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27. Juni 2016
von Juergen
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Jagd-Wuffis von Hundesteuer befreit,
weil sie Dienst an der Allgemeinheit leisten

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Hol’s Stöckchen! Den Befehl scheint dieser Spaniel etwas missverstanden zu haben. Foto: aloisoppeneiger/pixabay

Kaum zu glauben: Der Wuffi, der mit seinem tapferen Herrchen auf die Pirsch geht, tut das im öffentlichen Interesse und leistet somit Dienst an der Allgemeinheit. Und weil das (angeblich) so ist, braucht sein stolzer Besitzer im Gegensatz zu normalen, gewöhnlichen Hundehaltern auch keine bzw. weniger Steuern für den Vierbeiner zu zahlen. Zumindest ist das neuerdings auch in Overath (Rheinisch-Bergischer Kreis) so. Aber (leider) nicht nur hier. Weiterlesen →

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