Rotorman's Blog

15. August 2017
von Juergen
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Lebenslang in der Warteschleife: Vom
kreativen Potential geduldigen Untätigseins

Warten-waiting

Man(n) kann es auch so sehen: Auf etwas zu warten, nimmt uns nur die Zeit, die wir später nicht mehr haben, wenn wir sie brauchen. Foto Pixabay

Von Jürgen Heimann

Warten zu können, ist eine Kunst, die nicht jeder beherrscht. Dabei ist unser ganzes Leben nichts anderes als eine einzige Warteschleife. Der durchschnittlich gestrickte Kohlenstoffler verbringt 374 Tage seines Erdendaseins in einer solchen, wollen Wissenschaftler herausgefunden haben. Windows-Benutzer noch mehr. Aber das scheint noch viel zu niedrig gegriffen. Einer anderen (abenteuerlichen) Studie zufolge sollen Männer nämlich ein ganzes Jahr ihrer ohnehin schon kürzeren Lebenszeit allein damit vergeuden, mehr oder weniger ungeduldig auf das (auch nicht immer) schöne Geschlecht zu warten. Weil das liebliche Wesen im Bad mal wieder nicht in die Puschen kommt.   Weiterlesen →

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9. August 2017
von Juergen
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Dicke Luft im Büro: Der ewige Kampf
zwischen Frischluftfreaks und Frostlappen

Heiss

Temperaturen wie im Death Valley. Klima- und lufttechnisch kann man/frau es im Büro niemand recht machen.

Von Jürgen Heimann

Es ist der nie endende Konflikt zwischen Frischluftfanatikern und jenen, die kurz vor dem Erfrierungstod stehen – sommers wie winters. Die Kämpfe um den Status quo von Raumtemperatur und Belüftungsintensität werden mit harten Bandagen geführt. Alltag in deutschen Büros und denen andernorts. Dort herrscht meist dicke Luft, im tatsächlichen wie im übertragenen Sinne des Wortes. Sie wird auch von der Populationsdichte beeinflusst. Je mehr Mitarbeiter auf engstem Raum zusammengepfercht sind, umso höher sind die Abgaswerte. Da wird der Arbeitsplatz zur Oktan-Arena. Für viele ein tagtägliches olfaktorisches Martyrium. Das der österreichische Psychologe und Aphoristiker Gerald Dunkl so beschreibt: “Die Luft in der Welt ist spröde und stickig geworden, die Menschen haben in ihr den Verbündeten ihres Untergangs gefunden”.   Weiterlesen →

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6. August 2017
von Juergen
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Schräge Majestäten zwischen Gurken
Nudeln, Rüben, Raps und Sargdeckeln

Miss-Wahlen

Miss-Wahlen gibt es in den unterschiedlichsten Ausprägungen. Und dabei kommt es nicht immer auf ein perfektes Äußeres an, sondern auch auf innere Werte.

Von Jürgen Heimann

Gut, die Tommies haben Lisbeth, ihre Queen. Das ist die alte Frau mit den lustigen Hütchen. Im Ikea-Land sitzt Carl Gustaf auf dem Thron, und bei den Toreros besorgt den Job Felipe VI. Die Japse leisten sich mit Akihito sogar einen eigenen Kaiser. Dagegen wirken die Luxemburger mit ihrem Nassau-Henri nachgerade bescheiden. So heißt deren Großherzog. Aber selbst der wird mit “Königliche Hoheit” angeredet. Royalen Glanz reklamieren aber auch andere für sich. Beispielsweise die Bajuwaren. Dabei bedarf es des Verweises auf den Märchenkönig aus Schloss Neuschwanstein gar nicht, zumal der abgedrehte Ludwig sowieso schon seit 131 Jahren tot ist. Quicklebendig und putzmunter hingegen ist Alicia Summ. Die Mittelfränkin firmiert offiziell als “Deutsche Zuckerrübenkönigin” und gebietet als solche noch bis 2018 über ein süßes Millionenheer Saccarose liefernder pflanzlicher Untertanen.   Weiterlesen →

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3. August 2017
von Juergen
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Audienz im Rockpalast: Tschörman Televischän
praudly präsänts – Das Musik-TV lernt laufen

Erste Sendung

Als das Musik-TV laufen lernte. Am 23. Juli 1977 ging in der Essener Gruga-Halle die 1. Rockpalast-Nacht des WDR über die Bühne. Ein Eurovisionsspektakel. Fans in neun europäischen Ländern feierten mit.

Von Jürgen Heimann

Die Nacht vom 23. auf den 24. Juli 1977 hat zwar nicht unbedingt die Welt verändert, sich aber zumindest in das kollektive Gedächtnis einer ganzen Generation eingebrannt. Für Millionen Rockfans hierzulande und Gleichgesinnte im benachbarten europäischen Ausland markierte dieses Datum den Beginn eines neuen Zeitalters. Von den braven öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten, und nur solche gab es ja damals, war diese Klientel bis dato ziemlich stiefmütterlich behandelt worden. Der geschniegelte Ilja Richter und seine Mainzelmännchen-Disco waren jetzt nicht wirklich der Bringer, während Dieter-Thomas Schrecks ZDF-Shitparade aus Mainz auch als ziemliche Zumutung galt. Und dann hieß es nach dem “Wort zum Sonntag” plötzlich “German Television Proudly Presents!” Ein großes Rock’n'Roll-Heilsversprechen. Was ging denn da ab? Und dann gab’s über fünf Stunden was auf die Ohren. Live aus der Gruga-Halle in Essen. Die 1. WDR-Rockpalast-Nacht war eine Offenbarung. Ihr sollten bis 1986 16 weitere folgen.   Weiterlesen →

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1. August 2017
von Juergen
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Morbide Melancholie zwischen rostigen
Maschinen, Geröll und bröckelndem Putz

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Die Zeiten, in denen hier emsige Geschäftigkeit herrschte, sind lange vorbei. Die frühere Gail’sche Ziegelei in Gießen zählt inzwischen unter den Lost-Plcaces-Fans als Geheimtipp. Foto: Markus und Ingrid Novak

Von Jürgen Heimann

Der Name lebt in den unterschiedlichsten Kombinationen weiter, doch das Produkt, auf dem seine einstige Reputation fußte, wird längst woanders gefertigt. Unter anderem in Brasilien, in Guarulhos, einer Millionenstadt im Bundesstaat São Paulo. Was von der 1891 in Betrieb genommenen Gail’schen Dampfziegelei und Tonwarenfabrik in Gießen übrig geblieben ist, ist ein zunehmend jämmerlich werdender, aber nichtsdestotrotz faszinierender Abglanz einstiger Größe. Die Zukunft des 17,5 Hektar großen, zwischen Leihgesterner Weg und Schiffenberger Weg gelegenen Areals ist ungewiss. Es gibt zwar Ideen, Nutzungskonzepte und Vorschläge, doch so richtig voran geht es damit nicht. Was zumindest jenen nur recht sein kann, die als Ruinen-Nostalgiker stets auf der Suche nach neuen-alten Locations sind.   Weiterlesen →

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29. Juli 2017
von Juergen
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Schnaken haben ein mieses Image,
sind aber harmlos und stechen nicht

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Sehe zwar gefährlich und zum Fürchten aus, sind aber harmlos. Schnaken, auch „Langbeine“ genannt, stechen und beißen nicht. Sie haben nur schwach ausgebildete Mundwerkzeuge, mit denen sie die menschliche Haut gar nicht durchdringen können. Foto: Pixabay

Von Jürgen Heimann

Das Problem mit den Schnaken ist, dass sie eigentlich keins sind. Aber für ein solches gehalten werden. Und das ist dann wieder ihr Problem. Im Gefolge der von Experten für diesen Sommer prophezeiten Stechmückenplage geht es auch den harmlosen Vettern und Cousinen der Moskitos an den Kragen. Schnaken, auch “Schneider” genannt, mit Helge aber weder verwandt noch verschwägert, mögen allein ob ihrer Größe furchterregend aussehen, gefährlich oder angriffslustig sind sie aber nicht.   Weiterlesen →

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26. Juli 2017
von Juergen
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Klo-Geschichte(n): Der Abort als stiller Ort
Das anrüchige Geschäft mit dunkler Materie

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Reden wir mal übers Geschäft. Die Sanitär-Designer arbeiten mit Hochdruck daran, selbiges von seiner Anrüchigkeit zu befreien. Foto: JenaFoto24/Pixelio.de

Von Jürgen Heimann

Was der Körper an Nahrung nicht verwerten kann, muss raus. Das war schon immer so. Ein Naturgesetz. Dieser Prozess lässt sich auch so beschreiben: Durch eine anorektale Aktivierung der Afferenzen entspannt sich der zur glatten Muskulatur gehörende innere Sphinkter, während der Tonus seines äußeren quergestreiften Pendants, der das muskulöse Hohlorgan normalerweise völlig abdichtet, steigt. Eine parallele über einen spinalen parasympathischen Reflex ausgelöste Kontraktion von Igmoid und Rektum bewirkt die erfolgreiche Defäkation. Und die stinkt mitunter gewaltig.    Weiterlesen →

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18. Juli 2017
von Juergen
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Badewannen voller Tränen, Köpfe im
Google-Kühlschrank und sächselnde Amseln

Bildersuche

Gut zu wissen: Wenn man in der Google-Bildersuche nach die Ziffernfolge “241543903″ eingibt, findet man jede Menge Fotos von Menschen, die ihren Kopf in Kühlschränke stecken.

Von Jürgen Heimann

Die Tatsachen, dass Eiweiß weniger Eiweiß als Eigelb enthält, Fliegen meist rückwärts starten und arbeitslose Fußballprofis bei der Bundesanstalt für Arbeit als Künstler geführt werden, verändern hinsichtlich ihrer Bedeutungsrelevanz nicht unbedingt und gleich den Lauf der Welt. Zumal es ja auch heißt: Man muss nicht alles wissen. Es genügt, wenn man weiß, wo es bzw. wo was steht. Und wenn nicht, auch nicht schlimm. Die Festplatte unter der Schädeldecke ist sowieso schon voll. Da braucht man den kostbaren Speicherplatz nicht mit noch mehr unnützen Kram zu belasten. Aber ab und wieder, hin und wann können neugierige Blicke in die nicht selten sinnfreien Nischenbereiche unnützer Erkenntnisse schon unterhaltsam sein.   Weiterlesen →

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17. Juli 2017
von Juergen
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Rasanter Gruselspaß auf der Geisterbahn
monströser deutscher Wortungeheuer

Titel

Das längste im Duden aufgeführte Wort ist die „Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung“. Doch es gibt wesentlich kapitalere Begriffsschöpfungen. Dazu gehört auch das “Rindfleischetikettierungsüberwachungsaufgabenübertragungsgesetz“.

Von Jürgen Heimann

Es geht doch nichts über eine schöne Neurose. Wer aber an einer „Hippopotomonstrosesquippedaliophobie“  leidet, sollte jetzt besser nicht weiter lesen. Wenngleich dieser Begriff lediglich eine Verballhornung ist. Die korrekte medizinische Bezeichnung für diese Angsterkrankung lautet nämlich “Sesquipedalophobie”. Was wir unter dieser Macke zu verstehen haben? Die pathologische Furcht vor langen Wörtern. Echt. So etwas gibt es wirklich. Vokabeln mit mehr als zehn Buchstaben lösen bei entsprechenden Patienten erhebliches Unbehagen aus. Und das kann sich in Übelkeit, Brechreiz, Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit und  Schüttelfrost zeigen. Gut, bei mir genügen schon drei Buchstaben, um solche Symptome hervorzurufen: AfD oder FDP beispielsweise. Aber das hat, weiß der erfahrene Ätiologe, ganz andere Ursachen.   Weiterlesen →

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12. Juli 2017
von Juergen
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Anne Weltes Paddeltour: Im Gummiboot
von der Hamburger Reeperbahn ins Saarland

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Zu Gast bei Freunden: In Saarbrücken bestritt Anne Welte nach langer Abstinenz wieder ein Heimspiel. Das Solokonzert in der Bel Etage des hiesigen Casinos war ausverkauft. Fotos: Roger Poulet

Von Jürgen Heimann

Ab und zu muss man sich allen anderen Tournee- und Gastspielverpflichtungen zum Trotz den Freunden daheim in Erinnerung rufen. Und bei dieser Gelegenheit schönes Wetter machen. Sonst wird man/frau vergessen. Diese Gefahr besteht bei Anne Welte zwar nicht, aber ein Heimspiel kann trotzdem nie schaden. Auch wenn es, wie im aktuellen Fall, erst mit zeitlicher Verzögerung zustande kam und eigentlich schon im Januar hätte stattfinden sollen. Doch erstens kommt es anderes…. Nach krankheitsbedingter Terminverschiebung hat sich die Aktrice jetzt in der ausverkauften Bel Etage des Saarbrückener Casinos zurück und entsprechend zu Wort/Gesang gemeldet.   Weiterlesen →

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