Rotorman's Blog

Hau-Ruck-Aktion der Wanderer: Der
„Wallenfelser Bahnhof” steht wieder

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1-Wallenfelser Bahnhof

Operation geglückt, Patient lebt: Die Donnerstags-Marschierer des Hirzenhainer Heimat- und Wandervereins haben den „Wallenfelser Bahnhof“, der vermutlich durch einen Holztransporter zerstört worden war, im Rahmen einer Hau-Ruck-Aktion wieder aufgebaut. Foto: Heimat- und Wanderverein

Der Anfangsverdacht sollte sich so nicht bestätigen, aber der (Total-)Schaden blieb. “Jeden Tag stehen Bekloppte auf”, machte ein aufgebrachter Zeuge seiner Empörung auf Facebook Luft. “Spackos”, so  der erste Eindruck, hatten den “Wallenfelser Bahnhof” mutwillig zerstört. Jenes an der Kreisstraße nach Tringenstein stehende und nach allen Seiten hin offene kleine Häuschen, an dem, anders,  als sein Name verheißt, keine Züge halten, sondern das Wanderern seit Generationen als Treffpunkt und Unterstand dient. Es war 1950 vom damaligen Schelderwaldverein errichtet und 1985 umfassend renoviert worden.

Zum Interieur gehören Sitzgelegenheiten sowie ein rustikaler Tisch mit einer Platte aus Diabas. Darauf eingemeiselt eine stilisierte Landkarte, die die Wanderwege und fußläufig erreichbaren Ausflugsziele der näheren Umgebung zeigt. Im Außenbereich lädt eine weitere Sitzgruppe m Verweilen ein.

Es waren, wie sich herausstellte, dann letztlich aber doch keine Rowdies gewesen, die das “Tor zu den Wilhelmssteinen” in seinen Grundfesten erschüttert hatten. Das Malheur war offenbar beim Abtransport von Langhölzern aus dem Wald passiert. Der (unbekannte) Lkw-Fahrer hatte vermutlich die Kurve nicht richtig bekommen und mit seiner nach hinten herausstehenden Ladung das Häuschen aus den Angeln gehoben. So oder so: Im finalen Ergebnis machte das nicht viel Unterschied. Die Hütte war komplett unbrauchbar.

Mit vereinten Kräften: Für die handwerklich versierten Hirzenhainer Waldläufer war es kein Problem, den Rastpunkt am „Tor zu den Wilhelmssteinen“ wieder aufzubauen. Ein paar Stunden konzentrierter Einsatz, und das Häuschen stand wieder. Foto: Heimat- und Wanderverein

Den verblieben kümmerlichen Rest wollte die Forstverwaltung  abreißen. Was bei den Donnerstags-Wanderern des Hirzenhainer Heimat- und Wandervereins helles Entsetzen auslöste. Weil: Die Jungs haben Stätte quasi adoptiert und kümmern sich seit Jahren ehrenamtlich um deren Instandhaltung.

Und weil die Paten nicht nur gut zu Fuß sind, sondern auch handwerklich einiges vorzuweisen haben, war die Marschroute klar. Sie lief in Richtung Komplettsanierung. Vor allem auch deshalb, weil noch weitere Schäden zutage getreten waren, die man vorher nicht bemerkt hatte.

Während der Forst das benötigte Baumaterial stellte, warfen die Hirzenhainer ihre geballte Men-Power in die Waagschale. Die Hau-Ruck-Aktion zeitigte schon nach wenigen Stunden sichtbare Resultate. Und am Abend eines arbeitsreichen Tages stand das Bauwerk kompakter und schöner denn je da. Bis zum nächsten Holztransport…

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