Rotorman's Blog

Partnerschaft vertieft: Freunde aus
Tansania schnupperten Hirzenhainer Luft

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1-Tansania

Infos aus erster Hand: Charles Bejumula (links), der Leiter der Bibelschule in Ruhija, berichtete mit seinen Mitarbeitern und Studenten in Hirzenhain von ihrer Arbeit in Tansania. Auch die Kirchengemeinde Hirzenhain unterstützt die theologische Ausbildungsstelle dort seit vielen Jahren. Foto: Dr. Uwe Seibert

Zwischen beiden Orten liegen Welten – und 6.686 Luftkilometer. Und trotzdem ist man sich nahe. Hirzenhain und Ruhija, letzteres eine knappe Autostunde vom Victoria-See entfernt gelegenen Stadt im Nordosten Tansanias, sind seit vielen Jahren verbandelt. Der Kitt, der die Liaison beisammenhält, ist die dortige Bibelschule, mit der das Evangelische Dekanat Herborn an der Dill seit 1986 eine Partnerschaft unterhält.  Zahlreiche Kirchengemeinden in der Region unterstützten die Einrichtung finanziell.

In Ruhia  werden Evangelisten ausgebildet, die die Pfarrer in den weit auseinander liegenden Kirchengemeinden unterstützen. Charles Bejumula, der Leiter der Lehrstätte, war mit fünf seiner Mitarbeiter und Studenten in Hirzenhain zu Besuch. Die Gäste vom schwarzen Kontinent berichteten über ihre Arbeit, ihre Aufgaben und Probleme sowie die kleinen und großen Erfolge, die Mut zum Weitermachen geben.

Um Afrika war es auch am Freitagabend während der Mittelpunkt-Reihe in der voll besetzten evangelischen Friedenskirche am Bahnhof gegangen. Weshalb das Motto bezeichnenderweise auch „Typisch Deutsch“ lautete. Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung von der Jugendband  unter der Leitung von Matthias Schmidt und den „Fantastischen 5“, einem fidelen Bläser-Ensemble, das sich aus den (Nachwuchs-)Reihen des örtlichen Posaunenchors rekrutiert.

1-Benedikt Brück

Benedikt Brück war im Auftrag des Hilfs- und Missionswerkes Diguna ein Jahr in Kenia unterwegs und ließ im Rahmen des Mittelpunkt-Gottesdienstes seine Erfahrungen Revue passieren. Foto: Dr. Uwe Seibert

Neben den sympathischen Afrikanern kam auch Bendikt Brück zu Wort. Der junge Mann war vor wenigen Wochen von einem einjährigen Auslandseinsatz in Kenia in seinen Heimatort Hirzenhain zurückgekehrt. Dort hatte er im Auftrag des in Haiger ansässigen Hilfs- und Missionswerkes zahlreiche Projekte durchlaufen und unter anderem beim Aufbau von Wasser- und Stromversorgungseinrichtungen geholfen.

Diese Mittelpunkt-Gottesdienste, die vor allem Jüngere ansprechen, haben inzwischen einen festen Platz im Gemeindeleben. Sie unterscheiden sich nicht nur dadurch von den üblichen Gottesdiensten, dass hier im Bistro zum Schluss die unterschiedlichsten Leckereien serviert werden. Auch Konzeption, Ablauf und Liturgie sind völlig anders. Nicht von ungefähr heißt die Stätte inzwischen auch „Event-Kirche“.

Und zu einem Event entwickelte sich auch der Partnerschafts-Gottesdienst am Sonntag. Dessen Dauer war ebenso ungewohnt wie die Uhrzeit. Pfarrer Michael Brück hatte seine Kanzel für den Kollegen Charles Bejumula geräumt. Die „Bühne“ gehörte den Freunden aus Tansania, die in Wort und Bild von Hause berichten. Aber auch Musik, Gesang und Posaunenklang hatten (teils) afrikanische Ursprünge, wie nicht nur ein von Propsteikantorin Petra Denker zusammen gestellter Projektchor bewies: „Neno litasimama“. Und was sie sich unter „Ndzi na nyama“, „Maandazi“, „Mchuzi wa kamba“ und „Chapati“ vorzustellen hatten, erfuhren die Besucher im Anschluss beim afrikanischen Grillfest.

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