Rotorman's Blog

Segelflugzeuge aus Holz und
mobile “Salzstreuer” auf den Straßen

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Der gute alte Bob Dylan hat es ja schon immer behauptet: „The Times they are a changin‘. Und mit der Zeit (ver)ändern sich automatisch auch die Menschen und ihr Umfeld. Das war nicht nur in Hirenhain so, sondern auch in den anderen Dillkreis-Dörfern. Exemplarisch lässt sich das an und in einem kleinen Film beobachten, der 1962, zwei Jahre bevor dieser Robert Zimmermann den oben genannten Hit veröffentlichen sollte, von der früheren Dillenburger Firma Kinax für’s Fernsehen produziert worden war und den das “Dillenburg-Portal” im Jahre 2012 auf seinem Youtube-Kanal platziert  hatte. Auf diesen Veröffentlichungstermin bezieht sich auch der Titel der kleinen Doku: “Der Dillkreis vor 50 Jahren”.

Es ist wie eine Zeitreise. Und die beginnt (geografisch) auf dem Breitscheider Flugplatz und endet über HiHai. Von unserer heutigen Warte aus betrachtet sind es historische Aufnahmen, bewegte und bewegende Bilder. Sprache und Ausdrucksweise des Kommentators werden uns aber vielleicht etwas antiquiert und Wochenschau-mäßig pathetisch vorkommen.

1962, das war die Zeit, als Haas & Sohn in Sinn noch in voller Blüte stand, der Oberschelder Hochofen noch muntre vor sich hin rauchte, Krankenhaus, Gymnasium und Kaufmännische Schule in Dillenburg neu gebaut wurden und man an eine Fußgängerzone in Herborn noch gar nicht zu denken wagte. Wurden damals Straßen neu gebaut, ging das deutlich flotter als heute – trotz des damaligen und im Vergleich zu heute unterentwickelten Maschinenparks.  Muss irgendetwas mit Planung zu tun gehabt haben.

Und da rollten noch die knubbeligen, an mobile Salzstreuer erinnernde Isettas durch die Gegend. “Pflegenotstand” war bereits ein gängiger Begriff. Das Haigerer Krankenhaus, das es ja längst nicht mehr gibt, klagte über zu wenig Personal. Davon gab es in Hirzenhain reichlich – zumindest auf dem Segelflugplatz. Aber die stattlichen “Bomber” hier  waren noch aus Holz – nicht aus Kunststoff. Etwas schwerfälliger als heute, aber beeindruckend. “Kranich II” und Rhönlerche sind längst Geschichte. In dem Film fliegen sie aber immer noch….

 

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