Rotorman's Blog

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Von Jägerlatein, Krokodilstränen und
der Mühsal journalistischer Recherche

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Zeitungsausschnitt aus der Dill-Post vom 23. September. In insgesamt 161 Druckzeilen durfte der „Heger“-Vorsitzende darlegen, warum eine Einschränkung der Jagd die Natur (angeblich) zum Kollabieren bringt. Gegensätzliche Meinungen wurden (natürlich) nicht eingeholt. War sicher zu mühselig.

Von Jürgen Heimann

Es gibt viele Kriterien, durch die sich guter Journalismus definiert. Jeweils auch die andere Seite zu Wort kommen zu lassen, zählt dazu. Das hatten sogar die ollen Römer schon zum Rechtsgrundsatz erhoben. Bei denen las sich das so: „Audiatur et altera pars!“ („Gehört werde auch der andere Teil!“) Und das lernen die angehenden Schreiberlinge, die uns später die Welt erklären sollen und wollen, schon im ersten Volontärsjahr. Oder sollten es zumindest. Gut, in der täglichen Praxis ist die konsequente Anwendung dieser Maxime mitunter mühselig, zu mühselig. Zumindest für die Kollegen „meiner“ Lokalzeitung.

Es ist natürlich bequemer, diesen offensichtlich antiquierten Leitspruch aus der verstaubten redaktionellen Ethik-Fibel einfach zu ignorieren. Und das geschieht immer öfter. Viel zu oft! Dabei wäre sie doch gerade im Rahmen der Berichterstattung über die neue Hessische Jagdverordnung zwingend gewesen. Die Diskussion darüber ist (und bleibt) emotional aufgeheizt und orientiert sich nicht immer an der Wahrheit und den Tatsachen. Am besten weg kommen dann meist diejenigen, die am lautesten schreien. Und das sind in diesem Falle… die Jäger! Eine bewaffnete, 361.557  feuerbereite Akteure zählende Minderheit Deutschland, die ihre besten Tage längst hintersicht hat.

In Sachen PR sind die Jäger den Naturschützern um Längen voraus

Die Lodenmantel-Fraktion verfügt aber auch über einen höchst effizienten, gut geschmierten PR-Apparat, im Gegensatz zu den Naturschützern und Tierfreunden, die sich, statt mit einer Stimme zu sprechen, oft verzetteln – oder gänzlich abtauchen. Die Folge: Eine überproportionale Präsenz pro-jagdlicher Positionen in den Medien. Letztere, selbst die honorigen und respektablen unter ihnen (womit ich nicht sagen will, dass „mein“ Blättchen dazu zählt), übernehmen die propagierten, nicht ungeschickt aufbereiteten und zumeist druckfähig servierten Thesen und Hypothesen kritiklos, ohne sie zu hinterfragen. Und wenn es der größte, mit beiden Händen greifbare Blödsinn ist.

Jüngstes Beispiel: Die Ausgabe der Dill-Post vom 23. September. Sie gehört zur Zeitungsgruppe Lahn-Dill mit Stammhaus in Wetzlar und ist neben dem Herborner Tageblatt, der Dill-Zeitung, dem Herborner Echo, der Haigerer Zeitung und dem Haigerer Kurier Teil der inzwischen völlig gleich geschalteten Presse im nördlichen Dillkreis. Die Blätter unterscheiden sich nur noch durch die Titel, inhaltlich sind sie absolut identisch. Was in der einen Zeitung steht, steht automatisch auch in den anderen.

Nüchtern und unbewaffnet zur Demo!

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Ihm geht es nicht gut. Der Bestandsrückgang bei den Feldhasen ist besorgniserregend. Aber die suggestiv gestreute Behauptung, eine Verkürzung der Jagdzeiten auf Füchse würden den Mümmelmännern jetzt endgültig das Genick brechen, ist ebenso unverschämt dümmlich wie schlichtweg falsch. Foto: Ernie/Pixabay

Daselbst nun hat Thomas Schäfer, der Vorsitzende des Jagdvereins Wetzlar, des mit 700 Mitgliedern zweitgrößten in Hessen, in epischer Länge seine Sicht der Dinge öffentlichkeitswirksam ausbreiten dürfen – und zwar rechtzeitig, passend und pünktlich zur an diesem Samstag (26. September) in Wiesbaden stattgefundenen Nimrod-Demo gegen besagte Jagdverordnung. Die war, nebenbei bemerkt, letztlich ja wohl eher ein Schuss in den Ofen, oder, je nachdem, einer ins Knie bzw. ins Brötchen. Gerade mal 3.000 Teilnehmer sollen es laut “Hessenschau” gewesen sein, die diesen folkloristischen Schaulauf mitgemacht haben, um den Ideologen im grünen Umweltministeriummit Jagdhorn-Gedudele, schrillen Trillerpfeifeneinlagen und Trötenhupen das Fürchten zu lehren. Eine Demonstration der Stärke und wilder(er) Entschlossenheit?

Na ja. Sozis und blau-gelbe Pünktchenpartei haben sich jedenfalls erheblich davon beeindrucken lassen und fordern jetzt (auf einmal) ebenfalls eine öffentliche Anhörung der Jagdverordnung im Landtag. Dabei war diese im Vorfeld im Detail mit allen relevanten Interessengruppen diskutiert worden. Die Genossen gehen sogar noch weiter. Sie hatten, wohl in einem Verzweiflungsakt vorauseilender Anbiederung und aus polit-taktischem Kalkül heraus, schon Tage vor der Demo beantragt, dass die Jagdzeiten in Hessen nicht geändert werden dürfen. Weil andernfalls “die möglichen Auswirkungen zu einem Ungleichgewicht innerhalb der hessischen Wildbestände mit Schäden in Natur und Forstwirtschaft führen”.

Diese Begründung, die im Wesentlichen unreflektiert die Position des Waidmannslagers widerspiegelt, ist Murks und auch nicht nur anseitsweise durchdacht. Ich weiß jetzt nicht, wer die Schäer-Gümbel-Truppe in Sachen Wild- und Forstbiologie wissenschaftlich berät. Vermutlich sind es aber “Experten”, die die Oppositionspartei am Frankfurter Hauptbahnhof gegen Zahlung eines warmen Mitagessens angeheuert hat. Denn: Entsprechende Einschränkungen der Jagdzeiten betreffen im Hinblick auf die potentiele Beutezielgruppe allenfalls einen einstelligen Prozentbereich der angeblichen “Schadtier”-Populationen.

Aus der Hessenschau vom  26. September 2015

Die Kollegen in NRW hingegen hatten im März noch 15.000 aufgepeitschte Protestierer gegen eine Jagdrechtsänderung auf die Straße gebracht. Deren Präses, Ralph-Müller Schallenberg, sagte seinerzeit aber auch noch unverhohlener, worum es ihm und den Seinen eigentlich geht: „Wir lassen uns nicht vorschreiben, wie wir zu leben haben“. Er meinte aber wohl eher, dass man sich nicht vorgeben lassen wolle „was wir wie und wann zu töten haben“. Die Polizei spricht von lediglich 2500 Demonstranten in Wiesbaden. Der Hessische Landesjagdverband zählt 24.500 Mitglieder. Und: Ein nicht unerheblicher Teil der „Festbesucher“ war als Schlachtenbummler auch aus anderen Bundesländern angereist. Der Bedeutung dieses Events entsprechend, hat das hr-Fernsehen die Party ziemlich kurz und schmerzlos abgehandelt. In den regionalen Medien, besonders den unsrigen in Mittelhessen, wo die Jägerschaft ja bestens vernetzt ist, wird das möglicherweise anders aussehen. Ich bin mal gespannt, wie die Lahn-Dill-Presse uns diese „Erfolgsgeschichte“ verkauft.

Die Verhaltensmaßregeln, die Jäger-Chef Schäfer seinen in waidmännischer Eintracht verbundenen Brüdern und Schwestern wohl aus gegebenem und nicht ganz unberechtigtem Anlass mit auf den Weg in die Landeshautstadt gegeben hat, finden sich (leider) nicht in dem Bericht. Die sind aber auf dem Internetportal des Vereins nachzulesen. Dazu zählt die Aufforderung, keine gefährlichen Gegenstände wie Waffen, Messer, Munition und Werkzeuge mit zu führen. Auch wird dringend empfohlen, möglichst nicht alkoholisiert vor der Staatskanzlei aufzumarschieren. Es gehe schließlich auch um Außenwirkung…

161 (!!) Druckzeilen waren dem verantwortlichen „Producer“ der Dill-Post im Vorfeld die An- und Weltsichten des Ober-„Hegers“ zum Thema wert. Aufgemacht wie ein normaler Zeitungsbericht, bei dem der unbedarfte Leser erst einmal davon ausgehen musste, es handele sich dabei um einen redaktionellen, objektiven Ansprüchen stand haltenden und vielleicht sogar auf Eigenrecherche basierenden Artikel. Träumt weiter!

Süße Teufel aus dem Fotoarchiv

Nee, hier wurde lediglich eine besonders üppig ausgefallene Presseerklärung im Wortlaut wieder gegeben und fast 1:1 übernommen. Aufgehübscht durch großformatige Fotos zweier besonders furchteinflößend dreinblickender Prädatoren bzw. Naturschädlinge: Fuchs und Rabenvogel. Gut, das war jetzt nicht ernst gemeint. Tatsächlich schauen die beiden Viecher viel zu süß aus, um optisch auch nur annähernd der ihnen zugedachten diabolischen Rolle gerecht werden zu können. Vielleicht hätte man da doch mal tiefer im Fotoarchiv wühlen sollen. Da gibt‘s bestimmt schrecklichere Momentaufnahmen von Reinecke, Huckebein und Co…

Thomas Schäfer, der Jäger-Vorsitzende, wirkt, zumindest auf dem veröffentlichten Passfoto, gar nicht mal so unsympathisch. Er ist nebenbei auch Präsidiumsmitglied des Landesjagdverbandes, der in den zuückliegenden Wochen alle Zeitungen, die bei Drei nicht rechtzeitig auf dem Baum waren, mit gleichlautenden Verlautbarungen beglückt hatte. Und die wurden natürlich veröffentlicht, oft komplett, ab und an nur auszugsweise. Auch ein Leserbrief, den Schäfer einige Wochen zuvor in der Lahn-Dill-Presse platzieren konnte und bei dem sein Vorstandskollege Dieter Frunzke nach außen hin als Co-Autor zeichnete, verriet in Duktus und Wortwahl die gleiche Quelle. Dass dabei die 1800-Anschlags-Regel, die ansonsten für normal sterbliche Leserbriefschreiber mit nicht so guten Verbindungen zu Verlag und Redaktion gilt, außer Kraft gesetzt war, sei nur am Rande vermerkt. Das letztlich veröffentlichte Pamphlet kam etwas ausgedehnter daher.

Der Schwanengesang vom „stummen Frühling“

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Rabenvögel zählen in der Diktion der Jägerschaft zu den Verursachern eines „stummen Frühlings“ ohne lustiges Singvogelgezwitscher. Deshalb müssten die schwarzen Gesellen, und hier insbesondere die Krähen, natürlich weiterhin uneingeschränkt verfolgt werden. Foto: Hans/Pixabay

Tenor: Fuchs und Rabenvögel müssen, anders als es die neue Verordnung verfügt, auch künftig uneingeschränkt bejagt werden dürfen, Baummarder, Iltis, Hermelin und Baumwiesel ebenfalls. Sonst gerät das schon derzeit nicht mehr funktionierende Gleichgewicht der Natur noch mehr in Schieflage. Und für Gänse, egal ob Wild-, Grau-, Nil- oder Kanadagänse, dürfe es schon erst Recht kein Pardon geben. Die kacken nämlich alles zu, auch unsere Gewässer und Badeseen. Und sie fressen die Getreidefelder kahl und nehmen anderen Tieren das Futter weg. Der apokalyptisch-dissonante Schwanengesang vom “stummen Frühling” tönt als Reprise aus vielen Tausend Nimrod-Kehlen. Immer dann, wenn Jäger Einschränkungen ihrer weit gefassten Freiheiten und “Rechte”, Tiere zu schießen, befürchten müssen, gerät nicht nur die Artenvielfalt, sondern unsere gesamte Zivilisation in akute Bedrängnis.

Zeitungsseite zugekloppt, Feierabend gerettet

Nun wäre es sicherlich nicht zu viel verlangt gewesen, die Argumente der sich recht bedeckt haltenden Befürworter einer etwas restriktiver gefassten Jagd(ver)ordnung  zu erfragen. Oder sich das inkriminierte Papier vielleicht mal selbst zu Gemüte zu führen. Gut, das hätte dann etwas mehr Arbeits- und Zeitaufwand bedeutet. Aber wir wollen es mit der journalistischen Sorgfaltspflicht ja auch nicht übertreiben. So ging’s auf jeden Fall schneller. Zeitungsseite gefüllt und zu gekloppt, Feierabend gerettet!

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Junger Marder. Weil diese kleinen hinterlistigen Räuber den Bodenbrütern zusetzen, haben deie Hessischen Jäger in der vergangenen Saison 87 davon umgenietet und somit einen wichtigen Beitrag zum Bestandschutz von Rebhuhn, Lerche, Kiebitz und Wachtel geleistet. Foto: Ilona Laufersweiler/pixelio.de

Man hätte andernfalls zumindest erfahren, dass der Beitrag, den die Hessischen Jäger vorgeblich zum Schutz von Rebhuhn, Lerche, Kiebitz, Wachtel und anderer Bodenbrüter leisten, indem sie deren Feinden (Hermelin, Wiesel, Marder) nachstellen, so bedeutend ja auch nicht ist. Im vergangenen Jagdjahr haben die Pirschgänger gerade mal 87 Baummardern, 90 Iltissen und 173 Hermelinen das Lebenslicht ausgeknipst. Mir persönlich sind das ja viel zu viele, aber gemessen am Gesamtbestand ihrer Beutezielgruppe macht dieses Abschussergebnis den Bock auch nicht fett. Die Zahlen legen zudem den Sch(l)uss nahe, dass die kleinen pelzigen Räuber für den beklagten Artenrückgang wohl kaum verantwortlich gemacht werden können. Aber man kann es ja mal versuchen.

Der Neunschwänzige mit dem buschigen Schwanz

Und wenn Landesjagdpräsident Jürgen Ellenberger mit Krokodilstränen in den Augen den Rückgang des Rebhuhns beweint, aber verschweigt, dass er und die Seinen im Jagdjahr 2012/13 laut DJV-Statistik bundesweit noch 4271 Stück davon in die ewigen Jagdgründe befördert haben, trägt das auch nicht gerade dazu bei, die Glaubwürdigkeit dieser und anderer seiner Aussagen zu erhöhen. Und das ist im Falle des ach so bösen Fuchses ja nicht anders. Davon haben die Hessenjäger in der vergangenen Saison 34.600 Exemplare erwischt und abgeknallt. Bundesweit waren es 380.494. Dem als Neunschwänzigen verteufelten roten Buschschwänzigen darf aber künftig nicht mehr ganzjährig, sondern nur noch jeweils vom 15. August bis 31. Januar nachgestellt werden. Gilt aber nur für Altfüchse, nicht für die jüngeren Semester. Und wer will schon aus einer gewissen Distanz mit finaler, tödlicher Gewissheit so genau erkennen können, wie viele Jahre die Beute auf dem Pelz hat….

Wenn Füchse und Hasen um die Wette laufen

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Ein ganz übler Bursche. Darf aber zum Leidwesen der Nimrods in Hessen künftig nur noch vom 15. August bis 31. Januar abgeschossen werden. Das gilt aber nur für sogenannte „Alt-Füchse“. Die jüngeren Semester haben keine Schonzeit. Foto: Kaz/Pixabay

Und allein ob der ausgedehnten Schonzeit sieht Ellenberger auch den bedrohten Feldhasen bereits gänzlich von der Bildfläche verschwunden. Weil dann ja noch mehr Füchse noch leichteres Spiel mit dem in existentielle Bedrängnis geratenen Langohr hätten. Was für ein Quatsch! Kein Fuchs, der klar bei Verstand ist, würde, und sei er noch so durchtrainiert, einem voll im Saft stehenden, hakenschlagenden Fullspeed- Hoppler hinterher hetzen. Dafür ist letzterer viel zu flink, und ersterer zu clever. Die Wildhunde wissen, dass dieses Unterfangen in der Regel aussichtlos ist. Füchse vergreifen sich allenfalls an kranken Exemplaren oder goutieren sich an deren Kadavern. Sie erfüllen somit ihre Aufgabe als Gesundheitspolizei und sind das, was die Jäger stets zu sein vorgeben: Ein von der Schöpfung eingesetztes Regulativ in der Natur.

 Verzweifelte Suche nach Rechtfertigung

Angesichts der Tatsache, dass die grün gewandeten Hessenschützen mit dem “grünen Abitur” im Jagdjahr 2013/14 selbst 5.500 Feldhasen (bundesweit waren es 243.385) eliminiert haben – natürlich nur dort, wo es noch genug davon gibt – wird die ganze durchsichtige Fadenscheinigkeit der Argumentation von Ellenberger und Co. offensichtlich. Die verzweifelte Suche nach einer plausiblen Rechtfertigung für die Fuchsbejagung geht weiter. Ach ja, da hätten wir ja noch den fiesen Fuchsbandwurm, die Räude und die Staupe…

Und da gibt es ja auch noch die Mäuseplage, die vielen Landwirten schlaflose Nächte bereitet. Weil die kleinen Nager ihren Feldern und Ernten zusetzen. Dagegen  hilft dann offensichtlich nur massiver Gifteinsatz. Aber vielleicht sollten unsere Agrarökonomen ja bei ihren ihnen meist doch recht nahe stehenden Jägerkumpels mal ein gutes Wort für den rotrockigen Schurken einlegen. Denn: Ein einziger Fuchs vertilgt pro Tag im Mittel 20 Mäuse. Bei Greifvögeln, Eulen, Dachsen und Iltissen stehen selbige auch ganz oben auf dem Speisezettel. Die beiden letzteren Arten aber finden sich wiederum auch auf der bevorzugten Abschussliste der zweibeinigen Freizeit-Pirscher.

Solche und andere Überlegungen und Diskussionsanstöße hätte der verantwortliche Redakteur „meiner“ Zeitung  in „seinem“ (fremdgefertigten) Bericht durchaus aufgreifen, skizzieren, wenigstens anreißen oder, so er besonders gut drauf gewesen wäre, sogar hinterfragen können. Nachdem sich sein Arbeitgeber aber aus der Tarifbindung verabschiedet hat und die Gehälter künftig spärlicher fließen, wäre eine solche Mühe vielleicht etwas zu viel verlangt. Obwohl es zu seinem Job gehört hätte. Gut, vielleicht hätte der Kollege (oder war’s eine Kollegin?) das Ganze dann in einem etwas moderateren Ton als hier getan. Ganz sicher hätte er/sie das! „Klare Kante“ gehört jetzt nicht gerade zu den Begriffen, mit dem unsere Lokaljournaille viel anfangen kann. Sie mag es da schon etwas (bequemer und) ausgeglichener. Aber das ist etwas anders als ausgewogen. Siehe oben.

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